Milliarden-Schaden

28. November 2012 20:17; Akt: 28.11.2012 20:25 Print

Ex-Credit-Suisse-Händler will Deal mit US-Justiz

Er hatte mit Falschbuchungen Milliarden in den Sand gesetzt und ist nun um Schadensbegrenzung bemüht. Der 39-Jährige Ex-CS-Banker sitzt in England im Gefängnis.

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Ein früherer Händler der Credit Suisse, der 2007 durch Falschbuchungen einen Milliarden-Schaden verursacht haben soll, will mit dem US-Justizdepartement einen Strafnachlass aushandeln. Kommt es zu einem solchen «Plea agreement», würde sich der Händler für schuldig erklären und im Gegenzug eine mildere Strafe erhalten.

Der Anwalt des Mannes sagte am Mittwoch vor einem Londoner Gericht, dass er von einem erfolgreichen Verlauf der Verhandlungen ausgehe. Der 39-Jährige war vor zwei Monaten von der Londoner Polizei auf Antrag der US-Behörden festgenommen worden. Die Amerikaner verlangen seine Auslieferung.

Die Anhörung vor Gericht am Mittwoch, bei welcher der Angeklagte lediglich seinen Namen und sein Alter bestätigte, ist Teil des Auslieferungsverfahrens. Die Verhandlung wird am 14. Januar fortgesetzt. Der einstige Händler befindet sich gegen Kaution auf freiem Fuss; zur Zeit der ihm vorgeworfenen Taten war er bei der Credit Suisse weltweit Chef für den Handel mit strukturierten Krediten.

Verluste von 540 Millionen Dollar verschleiert

Zwei in derselben Sache angeklagte frühere Händler der Bank bekannten sich im Februar vor einem US-Bundesgericht des Betrugs und der Urkundenfälschung schuldig. Die US-Behörden warfen ihnen vor, auf Ramsch-Anleihen basierende Wertpapiere in den Büchern der Bank zu hoch bewertet und Verluste von 540 Millionen Dollar verschleiert zu haben. Die Banker sicherten sich mit diesem Schritt ihre Boni.

Credit Suisse selbst sprach im März 2008 von einem absichtlichen Fehlverhalten einer kleinen Zahl von Händlern und musste auf mit Hypotheken unterlegte Wertpapiere insgesamt 2,65 Milliarden Dollar abschreiben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Frei am 28.11.2012 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CS / UBS 

    Eine Schande, immer dieselben beiden Namen! Es gibt nur eine Möglichkeit seinem Unmut Nachdruck zu geben: Kundenbeziehung auflösen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Frei am 28.11.2012 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CS / UBS 

    Eine Schande, immer dieselben beiden Namen! Es gibt nur eine Möglichkeit seinem Unmut Nachdruck zu geben: Kundenbeziehung auflösen!

    • Seriöser Sparer am 28.11.2012 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      An alle!

      Das habe ich schon längst getan!

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