Airline-Sterben

09. Februar 2012 22:50; Akt: 09.02.2012 22:57 Print

Der Überlebenskampf ist voll im Gang

von Alex Hämmerli - Dieses Jahr dürften noch weitere Airlines Konkurs anmelden müssen. Profitieren dürften davon die Budget-Flieger.

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Seit dem 27. Januar 2012 hat Spanair den Betrieb eingestellt – die Flugzeuge stehen auf dem Flughafen in Barcelona. (Bild: Reuters)

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In den vergangenen zwei Wochen sind zwei Fluggesellschaften untergegangen: die ungarische Malev sowie Span­air. Die deutsche Cirrus musste den Betrieb vorübergehend einstellen und Air Berlin in höchster Not einen neuen Investor an Bord holen. Laut Analysten sind diese Vorfälle Vorboten eines gewaltigen Dammbruchs. Akut gefährdet sind die polnische LOT und die tschechische CSA. Den beiden geht es kaum besser als Malev kurz vor dem Aus. Fraglich ist auch, was aus Alitalia, der schwedischen SAS oder American Airlines werden wird: Kaum einer glaubt angesichts der hohen Verluste, dass die Airlines auf Dauer selbstständig überleben können.

Eines der grössten Probleme der Branche stellt die harte Konkurrenz dar: «Es mischen zu viele mit», urteilt Jean-Claude Raemi vom Fachmagazin «Travel Inside». Weltweit gebe es über 500 Airlines, die sich die Passagiere gegenseitig streitig machten. Dazu kämen die lahmende Wirtschaft und das teure Kerosin. «Ich rechne damit, dass es zu weiteren Übernahmen oder gar Pleiten kommen wird.»

Auch die Swiss leidet unter dem schwierigen Umfeld. Der Lufthansa-Tochter gehe es ­jedoch nicht so schlecht, dass man um ihre Existenz fürchten müsse, beschwichtigte Swiss-Chef Harry Hohmeister kürzlich in der «Tages­Woche».

Als Gewinner der Krise dürften die grossen Budget-Airlines EasyJet und Ryanair hervor­gehen. Letztere hat sich etliche frei gewordene Flug­routen der gescheiterten Malev ­geschnappt und schielt auf ­Spanairs Barcelona. Die Gewinnprognosen fürs laufende Jahr wurden kurzerhand von 440 auf 480 Millionen Euro ­erhöht.

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