Auch in der Schweiz

29. Januar 2015 13:51; Akt: 29.01.2015 15:49 Print

Ikea macht Fleischbällchen vegan

von C. Landolt - Die Fleischbällchen sind der Klassiker unter den Ikea-Snacks. Zur Freude vieler Vegetarier gibts ab April auch fleischlose «Vegiballs».

Bildstrecke im Grossformat »

Köttbullar sind ein Klassiker und ein Verkaufsschlager bei Ikea. Ab April gibts europaweit eine fleischlose Alternative: Die «Vegiballs».

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Köttbullar» sind ein Verkaufsschlager bei Ikea. Jedes Jahr verkauft der schwedische Konzern 150 Millionen Stück ihrer Fleischbällchen. Auch in der Schweiz sind sie sehr beliebt: Laut Pressesprecher David Affentranger verkauft Ikea Schweiz jährlich 18 Millionen Stück – das sind 6500 Stück pro Tag in allen neun Ikea-Einrichtungshäusern der Schweiz.

Umfrage
Begrüssen Sie die vegane Offensive von Ikea?
69 %
25 %
6 %
Insgesamt 2868 Teilnehmer

Eine beeindruckende Zahl. Die Bällchen bestehen aber aus Fleisch vom Schwein und Rind – die wiederum grosse Energiefresser mit hohen Emissionen an Treibhausgasen sind. Fleischlose Bällchen sollen es nun richten: Deshalb entwickelt Ikea derzeit vegane Bullar. Diese sollen die Energiebilanz des Unternehmens verbessern und so ihren Beitrag an die Nachhaltigkeitssziele von Ikea leisten, wie Affentranger auf Anfrage bestätigt. Die nachhaltigen Bällchen werden «Vegiballs» heissen. Ab kommendem April sind sie in allen Ikea-Filialen in der Schweiz erhältlich.

Bessere Energiebilanz ohne Fleisch

Dass Ikea Wert auf bessere Energieziele legt, ist bekannt. Aus dem internen Nachhaltigkeitsbericht «People and Planet positive» geht hervor, dass 2013 die Kohlendioxid-Emission im Zusammenhang mit der Lebensmittelproduktion 600'000 Tonnen betrug. Das entspricht einer jährlichen Treibhausgasemission von insgesamt 126'300 Autos, so die Zeitschrift «Time». Diese Zahlen sollen gedrosselt werden – auch mittels bewussterer und gesünderer Ernährung. Denn Lebensstil und Freizeit (33 Prozent) und Ernährung (31 Prozent) sind gemäss WWF die Hauptfaktoren für die Grösse unseres ökologischen Fussabdrucks.

Die veganen Bällchen verbessern aber nicht nur die Energiebilanz des Unternehmens, wie die «Time» schreibt, sondern sind auch noch eine gesunde Alternative zu Rind und Schwein. Im Nachhaltigkeitsbericht schreibt Ikea, bis August 2015 solle man eine gesunde Ernährung, basierend auf vegetarischem Essen und frischem Fisch, anstreben. Der tägliche Fleischkonsum solle eingeschränkt werden und «an besonderen Gelegenheiten ein besonderer Genuss sein», heisst es.

Wie die Rezeptur der «Vegiballs»aussieht und wie viel diese kosten werden, ist vorerst noch nicht bekannt. Aber Fans der traditionellen Fleischbällchen müssen sich trotzdem keine Sorgen machen – diese wird es auch weiterhin geben.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandro am 29.01.2015 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Diskussion wert! Jedem das seine.

    Ich bin kein Vegetarier und auch kein Veganer. Ich schaue aber drauf das mein Fleisch und meine Produkte von einem Bauernhof in der Gegend kommt. Und ich esse bewusst und nur etwa einmal pro Woche Fleisch. Und ich habe respekt vor vegetariern und Veganern dafür das sie keine Fleisch essen. Denn wenn alle Fleisch essen würden müssen auf der Welt noch viel mehr Leute hungern. Jeder soll doch essen wie es für ihn stimmt und die anderen akzeptieren. Wenn jemand kein Fleisch isst habe ich doch kein Problem damit. Jeder wie er möchte. Toleranz!

    einklappen einklappen
  • Hr Meyer am 29.01.2015 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    @E. Bitterli

    Da versucht sich ja wieder mal jemand als Klimaforscher. An der ganzen Umweltdiskussion stört mich, dass alles nur auf CO2-Emissionen reduziert wird. Die meiner Meinung nach grössere Problematik ist der explodierende, nicht nachhaltige Ressourcenerbrauch. Ein hoher Fleischkonsum hat nicht nur höhere CO2-Emissionen zur Folge sondern auch einen massiv höheren Wasserverbrauch, Landverbrauch im Zusammenhang mit der Abholzung der Regenwälder + schlechte Nährstoffausbeutung (1 Fleischkalorie = 4 Pflanzenkalorien) im Zusammenhang mit Hungernöten.

    einklappen einklappen
  • H.M. am 29.01.2015 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Verwirrend

    Sorry, aber die Einleitung ist etwas verwirrend. Vegetarisch ist nicht gleich vegan.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Harry Borz am 30.01.2015 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Etikettenschwindel

    Da war aber doch vorher schon kein richtiges Fleisch drin, oder? Diese Fleischbällchen sind grauenhaft. Es wird wohl nur ein neues Label aufgeklebt.

  • Antonietta/Tumminello am 30.01.2015 19:35 Report Diesen Beitrag melden

    Go vegan !

    Eine vegane Ernährung ist deutlich umweltfreundlicher als die übliche, fleisch- und käsebetonte Durchschnittskost: Sie verbraucht weniger Energie, Rohstoffe und Wasser, belegt weniger Landfläche und erzeugt deutlich weniger Klimagase. Aus ethischer Sicht ist die vegane Ernährung die konsequenteste Art, verantwortlich mit unserer Mitwelt umzugehen und so wenigen Mitlebewesen wie möglich durch unsere Lebensmittelauswahl zu schaden.

  • Ch. Frei am 30.01.2015 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Fleisch und Federn

    Ohne Fleischbällchen wäre konsequenter und mutiger. Bitte auch die Entenfedern ersetzen. Grässliche Vorstellung, wie viele tote Gänse in unserem Schlafzimmer liegen.

  • kim am 30.01.2015 00:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Endlich wieder jemand, der es gecheckt hat. Natürlich kein Schweizer, die kommen dann in 50 Jahren auch auf die Idee. Wie wäre es, wenn die Bauern Sojabohnen anpflanzen würden, dann bräuchten sie weniger Subventionen.

    • lusi am 30.01.2015 07:49 Report Diesen Beitrag melden

      @kim

      sie wissen schon, dass die schweiz zu innovativsten ländern gehört... aber nur immer schön die schweiz bashen..bravo kim

    • Lang. Sam am 30.01.2015 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Keine "Erfindung"

      Ich muss auch die Schweiz verteidigen. Mit den meisten Errungenschaften sind sie 30 Jahre zurück. 50 ist übertrieben.

    einklappen einklappen
  • Dave am 29.01.2015 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Formlose Masse??

    Genau. Vegetarisches Essen darf um keinen Preis wie Fleisch aussehen. Es darf nicht die Form von Bällchen, Wurst, Schnitzel, Hamburger, Aufschnitt, Gehacktem oder Geschnetzeltem haben. Es soll eine möglichst unpraktische, formlose Masse sein. Schlaumeier du...

    • rob geb am 29.01.2015 23:41 Report Diesen Beitrag melden

      richtig, aber....

      nicht alles auf einmal..........

    • Das geformte Tier am 29.01.2015 23:44 Report Diesen Beitrag melden

      Geformt

      Ahaaa.... hm. Also das jeweilige Tier wirft sein Fleisch direkt in Form von Würsten, Schnitzeln, Bällchen und Nuggets ab ? -- Die Form ist eben praktisch und bewährt. Und auch Fleisch wird in entsprechende Formen gebracht ;-)

    • Patricia H. am 30.01.2015 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      Oktaeder

      Nee, nee, die lieben Fleischesser wollen, dass wir unsere Gemüsebällchen in Oktaeder-Form pressen ;-)

    einklappen einklappen