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Skrupellose Unternehmen
27. Januar 2012 12:44; Akt: 27.01.2012 13:34 Print
Barclays und Vale sind die Schlimmsten
Der Schmähpreis Public Eye Award geht dieses Jahr an eine britische Bank und einen brasilianischen Bergbaukonzern. Japans AKW-Betreiber Tepco und die Schweizer Syngenta blieben verschont.
Die Nominierten für den Public Eye Award 2012.
Kopf-an-Kopf-Rennen in Davos: Mit dem Public Eye Award zeichnen die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Anti-Globalisierungs-Bewegung Erklärung von Bern (EvB) die übelsten Unternehmen der Welt aus. Anlässlich des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos ist der Schmähpreis nun erneut verliehen worden: Den Jurypreis erhält die britische Bank Barclays – laut Yves Zenger von Greenpeace «für ihre Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf dem Buckel der Ärmsten». Der via Internet-Voting bestimmte Publikumspreis geht an Vale, einen brasilianischen Berg- und Dammbaukonzern.
Infografik Tropische RegenwälderÖkologischer FussabdruckUmwelt-Katastrophen«Heute brandmarken wir zwei Fälle besonders krasser Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden», sagt Zenger gegenüber 20 Minuten Online. Beim Publikumspreis sei es aber am Ende knapp geworden: Um ein Haar hätte Tepco, der japanische Betreiber der AKW in Fukushima, die Auszeichnung abgestaubt. Der Stromkonzern bekam
Raubbau und Menschenrechtsverstösse
Vale ist der zweitgrösste Konzern Brasiliens, der zweitgrösste Minenkonzern der Welt und der grösste Hersteller von Eisenerz überhaupt. Der Konzern habe sich in seiner 60-jährigen Geschichte immer wieder Menschenrechtsverstösse zuschulden kommen lassen, lassen EvB und Greenpeace verlauten. Vales Mitarbeiter müssten teils unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Darüber hinaus beute der Konzern die Natur rücksichtslos aus.
Verhindern möchten EvB, Greenpeace sowie die brasilianische Organisation Justiça nos Trilhos derzeit, dass mit Vales Beteiligung der Belo-Monte-Staudamm im Amazonas gebaut wird. Der Bau des Damms hätte voraussichtlich
Spekulation mit Lebensmitteln
Den Jurypreis erhält der britische Bankkonzern Barclays, weil der laut EvB und Greenpeace wohl am schnellsten wachsende Nahrungsmittelspekulant die Preise für Lebensmittel in die Höhe treibe. Das gehe auf Kosten der Ärmsten dieser Welt. «Allein im zweiten Halbjahr 2010 wurden weltweit 44 Millionen Menschen durch steigende Nahrungsmittelpreise in extreme Armut gedrängt», klagt Zenger.
Ob Barclays und Vale die Preise annehmen, ist derzeit noch unklar. Erfahrungsgemäss ist nicht damit zu rechnen: Erst zum zweiten Mal in der Geschichte des «Public Eye People’s Award» hat 2011 mit Neste Oil die geschmähte Firma den Preis an ihrem Sitz in der Schweiz entgegengenommen.
Ehrengast an der Preisverleihung war der US-Starökonom und Nobelpreisträger Joseph «Joe» Stiglitz. Er erklärte, es sei im Interesse aller, sogar des reichsten Prozents der Weltbevölkerung, dass es unserem Planeten gut gehe, und dass der Graben zwischen den Reichen und den Armen sich nicht noch mehr vertiefe. In Bezug auf den Public Eye Award fordert er: «Mit diesen Nominationen wurden einige der schlimmsten Auswüchse unverantwortlichen Handelns von Unternehmen 2011 benannt. Nun ist es wichtig, nicht nur zu benennen, was genau an ihrem Verhalten gegenüber den Arbeitnehmenden und der Umwelt falsch ist, sondern auch systematische Verbesserungen zu fordern – des Anreizsystems, der rechtlichen Grundlagen und unserer eigenen Erwartungen und Forderungen an Unternehmen als globale Bürger.» Nur dann könne man hoffen, dass nachhaltige und faire Unternehmenspraktiken zukünftig die Regel und nicht die Ausnahme seien.
(ahi)
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Apple auch gesundheitsgefährdend
Apple nutzt in den Zuliefererfirmen wie Wintek N-Hexane nur um die Produktion zu steigern und gefährdet damit die Arbeitenden in China nachweislich.
Mensch bleibt Mensch
So lange Geld in einem Atemzug mit Macht zu nennen ist, wird keine nennenswerte Veränderung zu erreichen sein. Der Mensch arbeitet auf sein eigenes Wohl hin, nicht auf das des Kollektivs. Zu zynisch? Kein Gegenargument.
Schweigen
Und über China wird immer noch geschwiegen ....
Was soll denn das?
Die Chinesische Regierung hat 300+ millionen aus der Armut gehoben. Nenne mir irgendeine andere Organisation die so Etwas von sich sagen kann. Wie vielen hat denn Greenpeace (geschweige denn EvB) geholfen?
Hmmm?
Ist China ein Konzern?
Award
China eine Firma ??? Unternehmen ??