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02. Februar 2017 08:04; Akt: 02.02.2017 10:38 Print

Bill Gates wird wohl der erste Billionär der Welt

Bill Gates ist der reichste Mensch der Welt. Nun könnte der Microsoft-Gründer sogar der erste Billionär überhaupt werden.

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1985 kam die erste Windows-Version von Microsoft heraus. Im Jahr 1995 präsentierte Konzern-Chef Bill Gates die Version 8 (Foto). Die Computer-Software machte ihn zum reichsten Menschen der Welt. Sein aktuelles Privatvermögen dürfte über 80 Milliarden Dollar betragen. Inzwischen hat der 61-jährige Bill Gates sich aus dem Tagesgeschäft des Konzerns zurückgezogen. Stattdessen spricht er nun wie am WEF 2017 in Davos über die Impf- und Gesundheitsprogramme seiner Stiftung. Das Windows-Betriebssystem machte den Gründer von Microsoft steinreich. Windows und immer wieder Windows: Gates am Times Square in Manhattan mit der neuen Version von WindowsXP 2001. Zusammen mit Swatch-Chef Nick Hayek zeigt er 2004 die Uhr namens «Paparazzi» in New York. Sie war mit Microsoft-Software ausgestattet und so etwas wie ein Vorläufer der Smartwatch. Unterwegs in Sachen Welternährung: Der reichste Mensch der Welt redet an einem Event im Londoner Hydepark 2013. Mit seiner Frau Melinda gründete Bill Gates die grösste private Stiftung der Welt. Sie engagiert sich zum Beispiel bei weltweiten Impfkampagnen. Deswegen spricht Gates auch bei der Weltgesundheitsorganisation der UNO am Hauptsitz in Genf (Foto von 2005). Auch Melinda Gates reist in Sachen Weltgesundheit um den Globus - unter anderem spricht sie beim deutschen Kirchentag 2015 in Stuttgart. Bill Gates hat noch immer den heissen Draht zu den Mächtigen der Welt: im goldenen Lift des New Yorker Trump Tower im Dezember 2015. Die reichsten Menschen der Welt: Bill Gates, Amancio Ortega (Modekonzern Inditex), Warren Buffett (Investor), Carlos Slim (mexikanischer Telekomkonzern); Jeff Bezos (Amazon), Mark Zuckerberg (Facebook), Larry Ellison (Oracle), Michael Bloomberg (Wirtschafts-Software und Nachrichtenkonzern Bloomberg).

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Eine Billion, das sind 1000 Milliarden. In diesem Bereich denken normalerweise nur Finanzminister grosser Staaten oder Nationalbanken. Nun könnte mit Bill Gates auch erstmals eine Privatperson in diese Liga vorstossen: Dank des exponentiellen Wachstums seines derzeitigen Milliarden-Vermögens dürfte er in den nächsten 25 Jahren zum ersten Billionär der Welt werden. Dies hat das britische Hilfswerk Oxfam errechnet.

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Im Oxfam-Report «Wirtschaft für die 99 Prozent» heisst es, dass das Vermögen des Microsoft-Gründers weiter stetig angewachsen sei, obwohl er in den letzten Jahren erhebliche Summen in seine Stiftung gegeben habe. Im Frühjahr 2016 schätzte das Magazin «Forbes», dass das Privatvermögen von Gates noch 75 Milliarden Dollar beträgt. Damit ist er offiziell der reichste Mann der Welt.

Exponentielles Wachstum wegen Zinseszins

Inzwischen dürfte sein Vermögen auf über 80 Milliarden Dollar angestiegen sein, so Oxfam. Bei einer Rendite von im Durchschnitt 11 Prozent, wie dies in den Jahren seit 2009 der Fall war, und wegen des Zinseszins-Effekts dürfte es in 25 Jahren die Billionen-Grenze überschreiten. Der heute 61-jährige Bill Gates wäre dann 86.

Der Studie zufolge besitzen die acht reichsten Milliardäre der Welt so viel wie die 3,6 Milliarden Menschen, die den ärmsten Teil der Weltbevölkerung ausmachen. «Das Wachstum kommt den Reichsten zugute, der Rest der Gesellschaft – vor allem die Ärmsten – leiden dagegen», so Oxfam.

Mit 13 begann er Computer zu programmieren

Bill Gates hatte als 13-Jähriger mit dem Programmieren von Computern begonnen. Er begann an der US-Eliteuniversität Harvard zu studieren, aber gab dies zwei Jahre später auf. Stattdessen gründete er mit seinem Jugendfreund Paul Allen eine Firma: Microsoft.

Die Computerfirma avancierte zu einem der weltweit wichtigsten Technologie-Konzerne, nachdem IBM von ihm die Basic-Programmierung für seine neuen Computer hatte erfinden lassen. 1990 kam dann die erste Windows-Version von Microsoft heraus. Seitdem hat sich die weltweite Vormachtstellung des Konzerns verfestigt.

Zweite Karriere als Stifter

Gates hatte sich 2014 aus dem Tagesgeschäft von Microsoft zurückgezogen. Inzwischen ist er auch für die Bill and Melinda Gates Foundation von seiner Frau und ihm bekannt. Sie ist die grösste private Stiftung der Welt. Insgesamt hat das Ehepaar bislang gut 44 Milliarden Dollar gespendet. Das Geld fliesst vor allem in weltweite Impfaktionen, Malaria-Prävention oder Familienplanungs-Kampagnen in Entwicklungsstaaten.

(ish)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Scrat am 02.02.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Der falsche Sündenbock

    Der Mann hat etwas aufgebaut und hart an seinem Erfolg gearbeitet. Zudem hat er wie kaum ein anderer sehr viel in seine Stiftungen zum Wohle der Menschheit investiert. Sicherlich ist es krass, wie die Vermögenswerte dieser Welt verteilt sind, aber ausgerechnet ihn als Sündenbock dafür zu verwenden ist dann doch etwas übertrieben. Ich mag ihm den Reichtum jedenfalls gönnen.

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  • Luisa am 02.02.2017 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Reich

    Und doch ist er sehr menschlich! Es gibt genug reiche Menschen die nicht mal ansatzweise so viel spenden wie er!

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  • Token am 02.02.2017 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter denken

    Wieso leiden die ärmsten, wenn die reichsten mehr Geld haben? Würde das Geld sonst direkt den Armen gegeben? Nein, würde es nicht, oder bekommt irgendwer einfach so Geld? Im Bericht steht auch ganz klar, dass durch Bills Stiftung arme Menschen unterstützt werden, z.B. durch Impfungen, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Und die meisten stinkreichen Leute spenden sehr viel Geld für wohltätige Zwecke (auch, um ihre Steuern zu sparen). Immer dieser Neid.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • PROLLTRASH am 03.02.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    er könnte das geld nicht schnell genug aus dem fenster werfen. sogar mit einer schneekanone würde er noch immer im plus bleiben...XD irgendwie dekadent

  • etap am 03.02.2017 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Macht

    Bald werden wir von Konzernen regiert (Falls es heute nicht bereits so ist). Schon mal darüber nachgedacht was so Konzerne für eine Macht besitzen? Stellt euch mal vor was passieren würde, wenn z.B. Nestle seine Lebensmittelproduktion von heute auf morgen einstellen würde?

    • Claude am 03.02.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @etap

      Dann würde sich ein anderer Konzern freuen.

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  • Jack Rippa am 02.02.2017 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Haha, nein. Was ist mit den Bankerfamilien? Die Gläubiger all dieser Staatsschulden auf der Welt - Die sind schon lange Billionäre und mehr.

    • Philipp am 03.02.2017 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jack Rippa

      Irgendwann "enteignen" wir die. Braucht noch paar mehr die es begreifen dass wir Menschen für die gaaanz wenige anschaffen.

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  • K. M. am 02.02.2017 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch ich werde Billionär

    Dank Zinseszins werde auch ich Billionär, falls ich nicht vorher sterbe.

  • SoIsses am 02.02.2017 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    Der liebe Zinseszins

    Yep, der liebe Zinseszins. Vermögen wurde privatisiert und die Schulden dafür verstaatlicht. So bleibt die Buchhaltung ausgeglichen. Die Superreichen profitieren und die Normalsterblichen dürfen dafür die Schulden buckeln.

    • Klugscheisser am 03.02.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

      Negativzinsen

      Naja mit Negativzinsen wird das schwierig

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