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Laax lockt mit Luxus
11. Dezember 2012 13:09; Akt: 13.12.2012 11:27 Print
Anstehen am Skilift? Nicht mit dem VIP-Ticket!
Einen Parkplatz direkt neben der Gondelbahn und einen separaten Zugang zum Skilift - das gibt es in Laax beim Kauf eines VIP-Tickets. Die Konkurrenz ist skeptisch.
«Alles fährt Ski, Ski fährt die ganze Nation», sang das Trio Ammann in den 50er Jahren. Was damals als freudige Nachricht galt, gleicht heute eher einer Hiobsbotschaft: Überfüllte Pisten, lange Schlangen vor den Skiliften und kaum ein Parkplatz weit und breit. An den überlaufenen Skiorten wird Skifahren so ganz schön anstrengend. Das will man in Laax nun ändern.
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SkilehrerInnenkalender - wie er entstand
Wer 99 Franken hinblättert, der bekommt seit dieser Saison ein VIP-Ticket. Insgesamt zehn dieser so genannten Blueline-Cards stehen den Wintersportlern pro Tag zur Verfügung. Damit verbunden sind exklusive Leistungen, wie das Schweizer Radio DRS 3 meldete.
So muss der VIP-Gast an diesem Tag nicht mehr mit dem gemeinen Fussvolk beim Skilift anstehen und kann einen separaten Zugang zum Skilift und der Gondelbahn benutzen – zumindest dort, wo es Drehkreuze hat. Ausserdem ist für ihn extra ein Parkplatz nahe der Talstation reserviert. Auch das Auto muss nicht mehr selber parkiert werden. Ein Portier der Bergbahnen übernimmt diese Aufgabe.
VIP-Saison-Abo für 3000 Franken
«Wir haben gemerkt, dass so ein Ticket bei unseren Gästen gewünscht ist», sagt Katja Kamps von der Abteilung Marketing und Kommunikation der Weisse Arena AG gegenüber 20 Minuten Online. Bis jetzt hat es in Laax lediglich das VIP-Saison-Abo für 3000 Franken gegeben. Darin enthalten sind neben dem Parkplatz mit Portier-Service und separatem Zugang auch ein Kästchen, in dem die Ski-Ausrüstung deponiert werden kann – inklusive Skischuhheizung.
«Gerade in der Hauptsaison mit vielen Gästen im Skigebiet ist ein VIP-Angebot attraktiv», sagt Kamps. Man wolle jetzt erst mal schauen, wie oft das Tagesangebot genutzt wird. «Es ist möglich, dass wir das Kontingent auch anpassen», so Kamps. Trotzdem soll das Ticket aber exklusiv bleiben. Grosse Stückzahlen sind also nicht zu erwarten.
Doch schafft Laax damit keine Zweiklassen-Gesellschaft auf der Piste? Kamps: «Wir orientieren uns lediglich an den Airlines oder an den SBB. Dort gibt es die unterschiedlichen Klassen ja schon lange.» Zum Vergleich: Ein normales Ticket kostet in Laax in der Wintersaison 71 Franken.
Titlis Rotair will keine Zweiklassen-Gesellschaft
In anderen Skigebieten ist man gegenüber einem VIP-Ticket skeptischer. «Wir sind der Meinung, dass es bei uns keine Zweiklassen-Gesellschaft braucht. Wir wollen allen unseren Gästen den gleichen Service bieten», sagt Peter Reinle von den Bergbahnen Titlis Rotair in Engelberg gegenüber Radio DRS 3. Auch das Skigebiet Adelboden will kein VIP-Ticket einführen. «Die Gäste wollen das nicht. Ich glaube nicht, dass es einen grossen Markt dafür gibt», sagt Markus Hostettler, Direktor der Bergbahnen Adelboden AG.
Ganz anders sieht man das in Laax. «Wir können uns auch vorstellen, die Leistungen beim VIP-Ticket auszubauen», sagt Kamps.
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Konkurenzfähig zu sein?!
Hat sich eigentlich jemals jemand von Euch Besserwissern überlegt, dass es eigentlich daran liegt, dass in der Schweiz nichts in die Liftinfrastruktur investiert wird. Es wird nur versucht so viel Geld wie möglich rauszuziehen. Diese Blickweise könnte sehr kurzsichtig sein. Ich war es leid in der Schweiz oft halbstundenlang am Lift anzustehen. Ich geh nach USA oder Oesterreich Schifahren. Da steht man vielleicht mal 2 Minuten an.
Wird keinem auffallen!
Das skigebiert ist au 220 pistenkilometer verteilt. Da werden die 10 VIP gäste kaum auffallen! Also beruhigt euch ein bisschen! ;)
Grosse Skigebiete bringens eh nicht
Was will ich mit einem VIP-Ticket, wenn nicht nur am Lift sondern auch auf der Piste viel zu viele Leute unterwegs sind? Um richtig Ski zu fahren besuche ich lieber ein kleines, weniger bekanntes Skigebiet. Dort findet man sehr oft sogar an Wochenenden praktisch leere Pisten, wenn man sich etwas auskennt. Und richtige Skifahrer brauchen keine zig-hundert Pistenkilometer, sondern zwei, drei richtig gute Hänge.