Durham

14. April 2011 23:04; Akt: 14.04.2011 20:32 Print

Optimisten finden leichter eine Arbeitsstelle

von Alex Hämmerli - Bei der Jobsuche haben Optimisten bessere Karten als Pessimisten. Und das, obwohl sie sich weniger Mühe geben.

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Ob das Glas halb voll ist – oder eben halb leer –, spielt auf dem Arbeitsmarkt eine grosse Rolle: Ökonomen an den US-Elite-Universitäten Yale und Duke haben herausgefunden, dass optimistische MBA-Studenten klare Vorteile bei der Stellensuche haben. Sie finden schneller Praktikumsplätze – und bekommen danach häufiger ein Angebot. Auch haben sie während des Studiums oft schon früh eine Stelle in Aussicht. Dazu kommt, dass sie innerhalb der ersten zwei Jahre bei einem Unternehmen weit häufiger befördert werden.

Erfolgreicher sind Optimisten nicht etwa, weil sie mehr für ihre berufliche Zukunft tun. Im Gegenteil: Sie kontaktieren im Schnitt sogar weniger Firmen und führen weniger Bewerbungsgespräche als Schwarzmaler. Die Wissenschaftler führen das Glück der Optimisten darauf zurück, dass sie Probleme aktiver angehen und gerne Neues ausprobieren. Das werde auf dem Jobmarkt belohnt. Die Ökonomen vermuten zudem, dass das Verhalten der Menschen von dem abhänge, was sie von sich erwarteten. Sie sprechen von einer «sich selbst erfüllenden Prophezeiung».

Pessimisten müssen aber nicht verzagen, denn die Wissenschaftler sind noch zu einem weiteren bemerkenswerten Schluss gekommen: Menschen, die die Welt nicht durch die rosarote Brille sehen, können ihren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt auch einfach dadurch steigern, indem sie Optimismus vortäuschen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex F. am 15.04.2011 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Widerspruch

    Wie können Optimisten bei Bewerbungen (Firmen kontaktieren) nicht so aktiv sein und gleichzeitig Probleme (zu denen eben auch Bewerbungen, Arbeitslosigkeit etc. zählen) aktiver angehen?

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  • Mellanie am 15.04.2011 00:42 Report Diesen Beitrag melden

    aah jetzt versteh ich meine Lage...

    ich habe seit einem Jahr keinen Job und das weil ich immer pessimistisch bin weil ich mich dann auf die Überraschung freue. Leider gabs nie eine und ich wurde immer enttäuscht :(( vlt sollte ich in Zukunft immer fröhlich und optimistisch sein. Hasse es aber wenn eine Absage kommt >

  • Eron Thiersen am 15.04.2011 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Studie über Studie

    Die Anstellung erfolgt nach bedarfsorientierten ökonomischen und psychologischen Aspekten. Habe ich Kompetenz und kenne ich jemanden der auf die Stelle passt, dann stellen ich ihn / sie ein. Ist es ein Fremder müssen Ausbildung und Lohn stimmen sonst nehmen ich den mit den günstigeren Lohnforderungen, am liebsten einen Ausländer, den ich bei der nächsten Restrukturierung entlassen kann ohne die CH-Statitsik zu belasten. Das ist die Realität - so arbeiten wir - Ziel ist ein bewohnte Reiche Schweiz mit bezahlten ausländischen Arbeitskräften als HR - Ressource!

Die neusten Leser-Kommentare

  • wesi am 20.04.2011 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schauspieler

    Es wäre schön, wenn es so einfach wäre!Zu Beginn hatte ich auch noch die naive Idee etwas zu finden, bis die Absagen, einem vom Gegenteil überzeugten und dann kommt man so langsam aber sicher auf den Boden der Realität zurück.Und Optimismus vorzuteuschen ist auch nicht jedermann's Ding,da nicht jeder Schauspielertalent hat!Dies greift zu kurz und die Arbeitswelt gehört heute den Dummen und ungelernten Spitzenkandidaten!So sieht's aus!

  • Alex F. am 15.04.2011 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Widerspruch

    Wie können Optimisten bei Bewerbungen (Firmen kontaktieren) nicht so aktiv sein und gleichzeitig Probleme (zu denen eben auch Bewerbungen, Arbeitslosigkeit etc. zählen) aktiver angehen?

    • wesi am 20.04.2011 21:38 Report Diesen Beitrag melden

      Läacheln

      Kann mir auch nicht vorstellen,dass jemand der schon zig Absagen aus fadenscheinigen Grüden gekriegt hat, fröhlich trällernd durch die Gegend rollt. Warum sollte er/sie;dies ist eine unsinnige Forderung,die gar nicht erfüllt werden kann.Diese Frau auf dem Bild ist vermutlich weder arbeitslos ,steckt in einem sicheren Job;dann würde mir das Lächeln immens leicht fallen, so richtig fotogen!

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  • Alisha Otto am 15.04.2011 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    The secret

    Tja, "The Secret" halt, ne? ;)

  • Eron Thiersen am 15.04.2011 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Studie über Studie

    Die Anstellung erfolgt nach bedarfsorientierten ökonomischen und psychologischen Aspekten. Habe ich Kompetenz und kenne ich jemanden der auf die Stelle passt, dann stellen ich ihn / sie ein. Ist es ein Fremder müssen Ausbildung und Lohn stimmen sonst nehmen ich den mit den günstigeren Lohnforderungen, am liebsten einen Ausländer, den ich bei der nächsten Restrukturierung entlassen kann ohne die CH-Statitsik zu belasten. Das ist die Realität - so arbeiten wir - Ziel ist ein bewohnte Reiche Schweiz mit bezahlten ausländischen Arbeitskräften als HR - Ressource!

  • Tschüge Meier am 15.04.2011 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wunder gibt es immer wieder...

    Letzten Sommer waren es "schöne Menschen" die eher eine Arbeitsstelle finden. Dann wird ja regelmässig über die Einführung von Frauenquoten diskutiert. Seit gestern fordern Secondos erleichterten Zugang zu Bundesstellen. Und seit heute wissen wir, dass man Optimist sein muss an den Traumjob zu gelangen. Es grenzt schon fast an ein Wunder dass es mir als Mann, durchschnittlich aussehend, eher Realist als Optimist und ohne Migrationshintergrund gelungen ist, mich trotz all meiner schlechten Voraussetzungen in der Arbeitswelt zu behaupten.