Die Zukunft der Apple-Aktie

06. Oktober 2011 11:08; Akt: 06.10.2011 16:02 Print

Der Apfel fällt nicht vom BörsenhimmelDer Apfel fällt nicht vom Börsenhimmel

von Elisabeth Rizzi - Das Hirn von Apple ist tot. Aber das ist kein Grund, die Apfel-Titel abzustossen. Die Aktie des IT-Konzerns dürfte auch ohne Steve Jobs gut performen. Zumindest kurzfristig.

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Die Apple-Aktie brach im September ein. Nach Ansicht von Experten aber vor allem als Folge der weltweiten Schuldenkrise und allgemeinen Börsenbaisse. (Bild: NASDAQ)

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Man kann nicht sagen, die Anleger-Community hätte keine Zeit gehabt, sich auf Steve Jobs Hinschied vorzubereiten. Schon im August 2008 vermeldete die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg versehentlich den Tod der Apple-Ikone. In dem ausführlichen Nachruf waren neben Redaktionsnotizen auch Kontaktdaten zu Personen wie Microsoft-Gründer Bill Gates, Weggefährte Steve Wozniak oder Oracle-Chef Larry Ellison zu finden. Diese Personen sollten bei Jobs Ableben um ein paar Worte gebeten werden. Es dauerte keine Minute, bis der Fauxpas entdeckt und die Story wieder von der Webseite genommen wurde.

Diesmal ist die Nachricht keine Ente. Das Hirn von Apple ist wirklich nicht mehr auf dieser Welt. Aber weil die Mitteilung nicht unerwartet kam und die operative Nachfolge durch Tim Cook sich bereits bewährt hat, erwarten Analysten keinen nachhaltigen Einbruch der Aktie.

Gut aufgestellt mit voller Pipeline

«Man darf nicht vergessen: Apple ist gut aufgestellt und hat eine volle Produkt-Pipeline», sagt etwa Bruno Winiger, Analyst bei der Bank Julius Bär B”rsenkurs. Seines Erachtens ist auch der jüngste Kurstaucher im September von 413 auf 372 Dollar nicht so sehr auf Spekulationen um den Gesundheitszustand des Apple-Gründers zurückzuführen, sondern auf die allgemeine negative Wirtschaftslage.

«In absehbarer Zeit werden die Geschäftsresultate von Apple am relevantesten sein für den weiteren Kursverlauf. Und diese werden wohl den Erwartungen entsprechen», glaubt Winiger. Diesbezüglich werde auch das Patent-Scharmützel mit Samsung und das deshalb drohende Verkaufsverbot für iPhones in Italien und Frankreich nicht viel ändern. Nach Ansicht des Experten sei abzusehen gewesen, dass sich Apple gegen die Android-Konkurrenz zur Wehr setze und die beiden Systeme aneinander geraten. «Ich glaube nicht, dass es zu einer Eskalation des Streites kommt, sondern dass er im Sand verläuft. Denn eine Eskalation wäre für beide Firmen hinderlich», sagt Winiger.

Bleiben die Schlüsselleute?

Mittelfristig stellen sich jedoch sehr wohl Fragezeichen für die Weiterentwicklung des Titels. «Die Leistungen von Apple waren schon immer eine Gruppenleistung und nicht das Werk von Steve Jobs allein. Zentral wird deshalb sein, ob es Apple gelingt, die Schlüsselleute weiter im Unternehmen zu halten», so Winiger. Nur so könne der Konzern in den nächsten ein bis zwei Jahren beweisen, dass er auch ohne den Gründer innovative Produkte auf den Markt bringen könne.

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