Trendwende

25. Oktober 2012 13:50; Akt: 25.10.2012 14:10 Print

Facebook verdient jetzt auch auf Mobilgeräten

Der Trend Richtung Smartphones greift jetzt auch bei der Werbung. Facebook erzielte im 3. Quartal 14 Prozent der Einnahmen mit Werbung auf Mobilgeräten. Die Aktie sprang nach oben.

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«Ich will den Mythos zerstreuen, dass Facebook auf Mobilgeräten kein Geld verdienen kann», sagte Unternehmenschef Mark Zuckerberg.

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Nach dem turbulenten Börsengang von Facebook und dem Absturz der Aktie haben die Anleger erstmals wieder Vertrauen in das Online-Netzwerk signalisiert. Die zunehmenden Werbeeinnahmen von Facebook auf mobilen Endgeräten haben die Aktie des sozialen Netzwerks am Dienstag im nachbörslichen Handel um 9,7 Prozent auf 21,40 Dollar nach oben schiessen lassen, nachdem sie im regulären Handel bereits im Plus geschlossen hatte.

Dabei sah die Bilanz für das dritte Quartal nicht sonderlich rosig aus. Facebook meldete zwar einen Umsatzsprung von 32 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar (974 Millionen Euro). Gleichzeitig verbuchte Facebook von Juli bis September aber einen Verlust von 59 Millionen Dollar (45,6 Millionen Euro) oder zwei Cent pro Aktie, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Vor einem Jahr, noch vor dem Börsengang, lag der Gewinn bei 227 Millionen Dollar. Bereinigt um Sonderausgaben erzielte Facebook im dritten Quartal dann aber einen Gewinn von 311 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Aktie, und lag damit einen Cent über den Erwartungen von Analysten. Auch der Umsatz übertraf die Prognosen.

Werbung auf mobilen Geräten nimmt deutlich zu

Besonders der Anstieg der Werbung, und hier vor allem auf mobilen Geräten, erfreute die Anleger. Die Werbeumsätze stiegen auf 1,09 Milliarden Dollar, das waren 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Sie machten etwa 86 Prozent der Gesamtumsätze aus. Das Unternehmen erklärte, 14 Prozent der Einnahmen aus Werbung seien über mobile Geräte erzielt worden. «Ich will den Mythos widerlegen, dass Facebook kein Geld durch mobile Geräte verdienen kann», erklärte Vorstandschef Mark Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten. So habe das vielleicht zu Jahresbeginn ausgesehen. Nach nur sechs Monaten sei das Unternehmen jedoch an einem Punkt, an dem ein deutlicher Anteil der Werbeeinnahmen auf mobile Geräte zurückzuführen sei.

Auch die Einnahmen aus Gebühren stiegen um 13 Prozent auf 176 Millionen Dollar. Darin enthalten waren zum Beispiel die Anteile von Facebook an virtuellen Gütern, die Nutzer in den Spielen des sozialen Netzwerks kaufen.

Die Zahl der Nutzer von Facebook stieg laut dem Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 1,01 Milliarden. Davon verwendeten 604 Millionen Mobilgeräte, um auf das Netzwerk zuzugreifen. Zuckerberg erklärte in einer Stellungnahme, diese Nutzer seien aktiver. Die Bindung könne mit neuen Produkten und Verbesserungen der Plattform weiter gesteigert werden.


(dapd)