Martin Senn

04. März 2016 10:47; Akt: 04.03.2016 10:51 Print

Ex-Zurich-Chef verdient 6 Millionen weniger

Das katastrophale Geschäftsjahr 2015 des Versicherungskonzerns Zurich hinterlässt Spuren im Portemonnaie der Konzernleitung.

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Räumte 2015 seinen Posten: Marin Senn spricht am 43. St. Gallen Symposium. (Mai 2013) (Bild: Keystone)

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Martin Senn, der ehemalige Chef des Versicherungskonzerns Zurich, hat 2015 2,5 Millionen Franken verdient. 2014 betrug der Lohn des Konzernchefs, der Anfang Dezember 2015 überraschend seinen Posten räumte, noch 8,5 Millionen Franken. Wie im Vorjahr betrug Senns Grundgehalt 1,6 Millionen Franken, dazu kamen Aktienanteile, Pensionskassengelder und sonstige Vergütungen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Hätte Senn seine Leistungsziele zu 100 Prozent erreicht, wäre er auf ein Einkommen von 6,1 Millionen Franken gekommen. Wegen des schlechten Jahresergebnisses 2015 ging Senn aber beim langfristig ausgelegten Zuteilungsprogramm von Aktien leer aus. Dies verminderte sein Einkommen um 3,6 Millionen Franken.

Die Vergütung der gesamten Konzernleitung hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Sie beläuft sich real auf 22,6 Millionen Dollar nach 55,4 Millionen Dollar im Vorjahr.

Naturkatastrophen belasten Zurich

Der Versicherungskonzern hat ein miserables Geschäftsjahr hinter sich. Grossschäden und Naturkatastrophen belasteten das Ergebnis der Zurich. Das Verhältnis von Schadenleistungen und administrativem Aufwand zum Prämienvolumen (Combined Ratio) kletterte über die Schwelle von 100 Prozent und damit in den unrentablen Bereich.

Der operative Gewinn brach um fast 40 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar ein. Der Konzerngewinn sank um rund 50 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Nun tritt das Unternehmen auf die Kostenbremse und streicht 8000 Stellen.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JR am 04.03.2016 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Kerl

    Man muss ja direkt Erbarmen haben mit ihm.

    einklappen einklappen
  • DieFeuerlilie am 04.03.2016 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Am Existenzminimum, aber..

    .. ach doch.. ich würde es 'hinnehmen', 6 Mio. weniger zu verdienen. Wenn am Ende noch 2.5 Mio übrigbleiben. Klar, ist das wenig, aber damit sollte man überleben können. |Ironie off|

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  • Dahlia am 04.03.2016 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitleid erwünscht?

    Ganz tragisch... MITLEID? Nö!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Geissenpeter am 06.03.2016 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Kerl

    damit kann er doch nicht leben. Wer bügelt jetzt seinen Anzug und wer kocht ihm seinen Kaviar wenn es das überhaupt noch gibt? Armer Kerl.

  • chrigu am 05.03.2016 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Probleme hat die Welt  

    Nei der arme mann.

  • Phil26 am 05.03.2016 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer auf dem Buckel der kleinen!!

    Schon verrückt, der bekommt in einem Jahr mehr Pensionskassengeld einbezahlt als die meisten Arbeiter in ihrem Arbeitsleben je ausbezahlt bekommen.

  • Martin Frey am 05.03.2016 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht "verdient"

    Er hat nicht weniger verdient, er hat weniger bekommen! Von "Verdienen" kann bei den Summen nicht geredet werden. Und warum werden solchen Abzockern noch zusätzliche Beträge in die PK eingezahlt? Davon kann die wirklich arbeitende Bevölkerung nur träumen! Sorry, das ist und bleibt Diebstahl am Aktionär!

    • Darkwing Defekt am 05.03.2016 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martin Frey

      und am Kunden...

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  • Hell Vetia am 04.03.2016 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Tropf

    Wenn ich Zeit habe, organisiere ich eine Mitleidswelle und richte ihm ein Spendenkonto ein!