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TV-Werbung

Drei Millionen für 30 Sekunden

von Sandro Spaeth

Alljährlich setzt der Super Bowl neue Massstäbe in der Fernsehwerbung - ästhetisch und finanziell: Beim Spiel der Spiele im American Football kosten 30 Sekunden Werbung dieses Jahr drei Millionen Dollar.

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Dieser 30 Sekunden Super-Bowl-Spot eines vergangenen Jahres würde in diesem Jahr 3 Millionen Dollar kosten. (Quelle: YouTube)
Ben Roethlisberger (R) - Quarterback der Pittsburgh Steelers - hat Schweizer Wurzeln
Ben Roethlisberger (R) - Quarterback der Pittsburgh Steelers - hat Schweizer Wurzeln (Bild: Keystone)

100 Millionen Zuschauer werden am 1. Februar beim Endspiel der National Football League vor ihren Bildschirmen sitzen. Damit ist die Super Bowl das grösste Fernsehereignis in den USA und lässt die Kosten für TV-Spots explodieren. Trotz enormen Preisen und Wirtschaftsflaute ist die Werbezeit im Spiel zwischen den Arizona Cardinals und den Pittsburgh Steelers bereits verkauft.

Ein Grund dafür ist allerdings, dass viele Werbeverträge noch vor Ausbruch der Krise unterzeichnet wurden. Die teure Werbung können sich nicht mehr alle leisten: Beispielsweise verzichten FedEx, Garmin und der angeschlagene Autokonzern General Motors auf TV-Spots anlässlich des Football-Events. Laut welt.de wird auch Play Boy Enterprises zum ersten Mal seit 9 Jahren auf seine legendäre Party zum Spiel verzichten.

In der Schweiz günstiger

Im Vergleich zu den 3 Millionen Dollar für einen 30-Sekunden-Spot ist Fernsehwerbung in der Schweiz beinahe zum Schnäppchenpreis erhältlich. Beim Endspiel der Fussball-EM kosteten 30 Sekunden Werbung auf SF2 vor Spielbeginn 39 250 Franken. Vor der zweiten Halbzeit betrug der Preis bereits 60 250 Franken.

Bei der Lauberhorn-Abfahrt schlug ein Werbeblock vor Rennbeginn mit 16 250 Franken zu Buche. Teurer wurde es nach 15 Fahrern: Ein Spot kostete bereits 42 250 Franken. «Der Preis für einen Werbeblock hängt von der prognostizierten Anzahl Zuschauer, von der Tageszeit der Ausstrahlung und von der Jahreszeit ab», sagt Peter Kaufmann, Leiter PR und Sponsoring bei der Firma Publisuisse, die TV-Werbung fürs Schweizer Fernsehen vermarktet. Kaufmann: «Grundsätzlich sind TV-Spots im Sommer günstiger als im Winter. Wegen des schönen Wetters werden weniger Zuschauer erwartet.»

Zielgruppe: 15- bis 59-Jährige

Basis für die Berechnungen der Werbepreise sind die Zuschauerzahlen der Gruppe der 15 bis 59-jährigen Personen. Laut Kaufmann sahen den Werbeblock auf SF2 in der Pause des EM-Finals aus der Zielgruppe 756 000 Personen. Diese Angaben sind jedoch massiv tiefer als die von SF für die eigentliche Sendung ausgewiesene Quote. Grund: Die Berechnung des Fernsehsenders für die effektive Einschaltquote beruht auf Zahlen der Personengruppe ab 3 Jahren.

Die besten Super-Bowl-Werbespots des letzten Jahres

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(Quelle: YouTube)

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