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Lohnrunde 2013
16. September 2012 23:45; Akt: 16.09.2012 23:46 Print
Zwei Drittel der Angestellten unzufrieden
von Elisabeth Rizzi - Die Lohnrunde 2013 kommt in die heisse Phase: Mehr als die Hälfte der Angestellten ist unzufrieden mit dem Gehalt und wird versuchen, für 2013 mehr Geld zu fordern.

Mehr als die Hälfte der Angestellten will beim Chef anklopfen und für 2013 mehr Lohn fordern. (Bild: Colourbox)
In den nächsten Monaten müssen sich die Arbeitgeber warm anziehen. Denn Herbst ist die alljährliche Zeit der Lohngespräche. Trotz eingetrübter Wirtschaftsaussichten, werden die Chefs heuer nicht geschont.
Infografik Die Lohnschere öffnet sichLaut einer von 20 Minuten bei Marketagent in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage sind 62 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz unzufrieden mit ihrem Lohn. Sie finden, dass sie zu wenig verdienen für das, was sie an ihrem Arbeitsplatz leisten.
Die Hälfte hat verglichen
Diese Aussage ist kein unqualifizierter Stammtisch-Frust. Die Befragten wissen sehr genau, wie viel sie verdienen könnten. 51 Prozent von ihnen haben im letzten Jahr ihr eigenes Salär mit den Löhnen derselben Branche, Funktionsstufe und gleicher Qualifikation verglichen etwa auf dem Lohnrechner des Bundes.
Entsprechend vehement werden sie heuer in den Lohngesprächen auftreten. 58 Prozent der Befragten geben an, eher (38 Prozent) bzw. auf jeden Fall (21 Prozent) für 2013 aktiv mehr Lohn zu fordern.
Absicherung-Massnahme
Für Matthias Mölleney, Leiter des Center for Human Resources Management & Leadership an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) ist das nicht erstaunlich: «Gerade in wirtschaftlich schwierigen oder unsicheren Zeiten bekommt der Lohn eine höhere Bedeutung», sagt er. Das gelte vor allem im Sinn einer Absicherung gegen drohende Einschnitte.
Dafür spreche auch die aktive Beschäftigung mit Vergleichslöhnen. «Es geht vielen Angestellten dabei auch um eine berufliche Standortbestimmung und darum abzuschätzen, wie gut ihre Chancen sind, bei allfälligen Problemen der Arbeitgeber wechseln zu können», so Mölleney.
«Grosser Unzufriedenmacher»
Für Norbert Thom, emeritierten Personalprofessor der Uni Bern, ist die Vergleicherei ein Warnschuss für die Arbeitgeber. Fast jeder, der sich mit anderen vergleiche, habe das Gefühl, der eigene Lohn sollte höher sein. «Wenn der Lohn aber nicht stimmt, ist das ein grosser Unzufriedenmacher», sagt er. Könne ein Betrieb keine Lohnerhöhung zahlen, sollten deshalb andere Anreize gesucht werden, um die Unzufriedenheit zu kompensieren, zumal Lohn allein selten die Bschäftigten zufrieden mache.
Thom nennt als Alternative etwa ein gutes Betriebsklima mit anständigem Verhalten von Vorgesetzten und Kollegen, Weiterbildungsmöglichkeiten, günstige Arbeitszeitregelungen oder auch General-Abo, Rabatte, Handykosten-Übernahme etc.
Solche Anreize können auch die Motivation jener steigern, die nicht für mehr Lohn kämpfen werden. Nannten doch die Unzufriedenen als zweitwichtigstes Argument (nach keine Begründung gefunden) die schlechte wirtschaftliche Situation ihrer Arbeitsstelle als Grund für einen Verzicht auf höhere Lohnforderungen.
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Alle 8 Kommentare

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gutes Arbeitsklima als Alternative? ;-)
Man kann eigentlich machen was man will. Als Klein- oder Mittelverdiener ist man immer der "Lackaffe" Bekommt die Konzernleitung 2% zum Verteilen, wirken sich 2% auf ein Managergehalt von 2 Mio natürlich positiver aus, als bei einer Putzfrau mit Fr. 3300.-. Der nächste Punkt ist schon wie erwähnt, das Vitamin B und die grosse Klappe bei den Vorgesetzten. Oben steht noch, andere Anreize wie Arbeitszeitregelung, Rabatte, Handykosten, Generalabo, gutes Arbeitsklima? Wo bitteschön gibts denn sowas noch?
Statt Lohnerhöhungen die Steuern senken
Hey Leute, das Problem sind die Steuern. Schreit auf. Reklamiert die Steuern und Abgaben. Die Verbrecher sind Politiker und Beamte. Die beklauen das Volk. Dort verliert der Bürger sein Geld. Es ist nich hinnehmbar... dass die nicht die Aufgabe haben, jedes Jahr kontinuierlich die Steuern zu senken müssen. Dieser Steuersenkungsauftrag müssen die Politiker kriegen. Denn das wäre unsere beste Lohnerhöhung die wir bekommen könnten. Jeder Franken der ein Fleissiger erhält ist eine Bestrafung, ja die Steuerprozente steigen und betreffen den ganzen bisherigen Lohn auch. Eventuell bleibt weniger vor.
Zu alt
Nun ja, bei mir ist es so, dass man immer wieder sagt, es werden x% an Lohnerhöhungen ausbezahlt. Nun meine letzte Lohnerhöhung ist 7 Jahre her, es heisst immer ... du bist schon über 40 Jahre alt, es gibt somit nichts mehr. Was soll man dazu sagen