Logistikinfrastruktur

10. März 2010 13:23; Akt: 10.03.2010 13:27 Print

Swisslog-Umsatz fällt um 17 ProzentSwisslog-Umsatz fällt um 17 Prozent

Weil in der Krise weniger Förderausrüstungen für Lagerhallen bestellt wurden, ist der Umsatz der Swisslog 2009 um 17 Prozent auf 650 Mio. Fr. zurückgegangen. Und dies obwohl der Verkauf von Logistiksystemen für Spitäler sich mit einem Minus von 3 Prozent ziemlich stabil hielt.

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Wegen Preisdrucks auf dem Markt verringerte sich der Betriebsgewinn der Geschäftseinheit für Spitallogistik aber dennoch, wie Swisslog am Mittwoch bekannt gab. Gemessen am Auftragseingang für Rohrpost- und Medikamentenmanagament-Systeme, der nicht wesentlich einsackte, blieb das Spitalgeschäft von der Krise aber weitgehend verschont.

Das Unternehmen mit Sitz im aargauischen Buchs plant denn auch, seine Produktepalette für Spitäler weiter auszubauen und mit der Übernahme von anderen Anbietern seine Position in diesem Markt auch in Europa zu stärken. Bei Rohrpost-Systemen für Krankenhäuser ist Swisslog nach eigenen Angaben Weltmarktführer.

Weniger glimpflich davon kam die Swisslog-Division, die Logistiksysteme in Lagerhäuser einbaut. Deren Umsatzeinbruch um fast einen Viertel führte zum Abbau von 100 Stellen. Im Weiteren sei der Preisdruck in den wenigen trotz Krise durchgeführten Projekten gestiegen, sagte Swisslog-Chef Remo Brunschwiler vor den Medien.

So sank der Gewinn dieser Division, die rund 60 Prozent des Umsatzes der Swisslog erwirtschaftet, noch stärker als der Umsatz. Der ganze Konzern erreichte schliesslich einen Betriebsgewinn von 28 Mio. Franken, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 20 Prozent entspricht.

Weil der Gewinn im Vorjahr durch den Verkauf der hauseigenen Beratungsdivision belastet worden war, stieg der Reingewinn im 2009 dennoch um 58 Prozent auf fast 18 Mio. Franken. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 2 Rappen pro Aktie erhalten.

Wieder mehr Grossprojekte

Mit einem besonderen Phänomen konfrontiert ist Swisslog bei ihren Lieferanten: Diese entwickeln sich zunehmends zu Konkurrenten und stellen nicht bloss Anlagen her, sondern komplette Systeme zu deren Steuerung und Betrieb. Daher hat sich das Unternehmen für 2010 auf die Fahne geschrieben, einen noch grösser Anteil der Anlageelemente selbst herzustellen.

Zudem scheint sich auch der Markt bei den Grossprojekten wieder etwas erholt zu haben. Nachdem im 2008 der Auftragseingang stark zurückgegangen und letztes Jahr mit vier Grossprojekten bereits wieder etwas höher ausgefallen war, hat Swisslog dieses Jahr bereits einen Grossauftrag von Haribo akquirieren können. Und Unternehmenschef Brunschwiler rechnet mit weiteren zwei bis vier Aufträgen.

(sda)

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