Fliegen ohne Check-in

10. Juli 2016 09:19; Akt: 10.07.2016 09:19 Print

Flatrate-Airline Surf Air kommt in die Schweiz

von K. Wolfensberger - Spontan mit dem Privatjet nach Cannes? Eine neue Luxus-Airline will das ermöglichen – gegen einen monatlichen Mitgliederbeitrag.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Flatrate-Airline Surf Air kommt in die Schweiz. Sie bezeichnet sich selbst als «All You Can Fly»-Membership-Airline und bietet Unternehmens- und Privatkunden die Möglichkeit, unbegrenzt zu fliegen. Der Service mit einem monatlichen Mitgliederbeitrag von 3250 Euro startet im Oktober.

Umfrage
Gesetzt der Fall, Sie hätten das nötige Kleingeld: Würden Sie Ihrer Freundin/Ihrem Freund eine solche Flatrate schenken?
40 %
17 %
39 %
4 %
Insgesamt 890 Teilnehmer

Die Flüge sollen mit Privatjets durchgeführt werden. Zielpublikum sind Manager. Der Flugplan umfasst nebst Zürich die Airports London Luton, Cannes und Genf. Darüber hinaus werde es Wochenend-Flüge zu anderen Zielen geben, so die Airline in einer Mitteilung. Weitere regelmässige Flüge zu anderen Orten wie etwa Berlin, Dublin, Paris, Amsterdam und Barcelona sollen 2017 folgen.

1300 Euro Aufnahmegebühr

Nebst dem monatlichen Mitgliederbeitrag von 3250 Euro müssten Mitglieder auch eine einmalige Aufnahmegebühr von 1300 Euro zahlen. Damit können sie dann unbegrenzt die angebotenen Flüge nutzen und darüber hinaus Freunden oder Familienmitgliedern Gästepässe ab 750 britischen Pfund (950 Franken) pro Hinflug anbieten.

Surf Air wurde 2013 in Kalifornien gegründet und bedient mehrere Flughäfen in dem amerikanischen Bundesstaat. CEO Simon Talling-Smith sagt, er wolle mit seinem Modell die Zukunft des Fliegens definieren. In Kalifornien werde sein Angebot bisher rege genutzt.

Bisher 3000 Mitglieder

Surf Air hat laut eigener Aussage bisher 3000 Mitglieder in den USA. In Europa wird Surf Air die privaten Terminals der grossen Flughäfen nutzen. Somit spare der Kunde auf einer durchschnittlichen Strecke gut zwei Stunden pro Weg. Grund: Es ist weder ein Check-in noch eine Gepäckaufgabe nötig.

Bei Surf Air fungieren Flugpässe als Tickets. Der Unterschied zu normalen Airlines: Jedesmal, wenn man einen Flugpass benutzt, erhält man ihn zurück. Es handelt sich quasi um ein unendliches Ticket. Mit einer Standard-Mitgliedschaft erhält man zwei Pässe, die man für Hin- und Rückflug verwenden kann. Sobald man den ersten Flug angetreten hat, kann man den nächsten Flug buchen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimmy Neutral am 10.07.2016 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefällt mir

    Vor allem weil sie schweizer Flugzeuge verwenden.

    einklappen einklappen
  • Pilot am 10.07.2016 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Fliegerhorst

    Rufen Sie beim nächsten Fliegerhorst/Club an, fragen Sie ob jemand sie irgendwohin fliegen will, sie finden sofort einen Piloten, und ab geht's, ohne monatliche Kosten, Flatrate Flying gibt's bereits als Fractional Ownership, und Flatrate mit PC12 gibt's ohnehin nicht

    einklappen einklappen
  • Grumpy am 10.07.2016 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Noch ein Versuch

    Wie oft wurde dieses Geschäftsmodel schon versucht und ist gescheitert? Was in den USA funktioniert, muss in Europa und der Schweiz noch lange keine Erfolgstory sein. Fliegen in Europa ist massiv komplizierter als in den USA.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Brother Mercurius am 11.07.2016 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer's glaubt...

    Zum Preis eines GA. Trotzdem nicht meine Welt.

    • Michi am 11.07.2016 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Brother Mercurius

      Ein GA kostet jährlich ca 3600 Fr. Dieser Flugpass kostet monatlich 3600 Fr, was ca 43000 Fr. jährlich entspricht

    einklappen einklappen
  • Vielreiser am 11.07.2016 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FlyBnB

    Warum nicht private Direktflüge sharen. Kloten-Midland, -Trondheim, -Lappeenranta, -Klagenfurt und einige andere. Ich habe in meinem Jet manchmal einige wenige Plätze frei.

  • Patnuk am 10.07.2016 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz mit Potenzial

    Mit 15500 neuen Millionären in der Schweiz jährlich gibt es effektiv Potenzial.

  • Elvis.in.Action am 10.07.2016 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konkurrenzkampf

    Einen Betrag den ich niemals bezahlen könnte 3000.... Monatlich haha. Trotzdem like! Konkurrenzkampf ist immer gut für uns normalos!

  • Transporter am 10.07.2016 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Rauchen

    Ich fliege nur mit dem Privatjet, wenn ich dort Rauchen kann. Sonst kann ich ja gleich First bei Swiss oder einer anderen Billig-Airline buchen.

    • M. von Kohlen und Reibach am 11.07.2016 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Transporter

      First bei der Swiss ist in etwa Premium Economy bei anderen Airlines. Privatjet ja, dann aber bitte den Pilatus PC-24.

    einklappen einklappen