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Drohende Entlassung
17. November 2010 07:07; Akt: 17.11.2010 07:13 Print
33 Chileninnen protestieren in Bergwerk
33 Frauen haben sich in Südchile in 900 Metern Tiefe in einem stillgelegten Kohlebergwerk verbarrikadiert. Sie protestieren damit gegen den Verlust ihrer Arbeitsplätze.

Die Frauen protestieren gegen ihre Entlassung. (Bild: AFP)
Die Frauen forderten die Regierung am Dienstag (Ortszeit) auf, ihnen ebenso zu helfen, wie den 33 im Oktober unter grossem Aufwand nach mehr als zwei Monaten aus einer Kupfer- und Goldmine im Norden geretteten Kumpeln.
Bildstrecken Die Dunkelheit lässt nicht losDrama um verschüttete BergarbeiterChile sucht den Super-Kumpel Infografik Grubenunglück in ChileSollte die Regierung die Hilfe verweigern, drohten die Frauen mit einem Hungerstreik in dem Bergwerk in der Nähe der Stadt Lota. Zudem baten sie die katholische Kirche um Vermittlung in dem Konflikt.
Die Frauen hatten ebenso wie etwa 9500 weitere Menschen in der Region ihre Arbeit verloren, weil staatliche Hilfsprogramme für die Opfer des Jahrhundertbebens vom Februar ausgelaufen waren. Auch der Bürgermeister der von der Naturkatastrophe besonders betroffenen Stadt Talcahuana, Gastón Saavedra, kritisierte das Ende der Hilfsprogramme.
Folgenschweres Erdbeben
«Die durch das Beben verloren gegangenen Arbeitsplätze konnten noch nicht wieder neu geschaffen werden. Deshalb ist es gerechtfertigt, dass die Menschen protestieren, wenn sie nichts zu essen haben», sagte er.
Das Erdbeben mit einer Stärke von 8,8 war eines der heftigsten je registrierten Beben und hatte fast 500 Menschen das Leben gekostet. An Häusern und Infrastruktur entstanden in der ohnehin armen Region Schäden in Höhe von etwa 30 Milliarden Dollar. Die Arbeitslosenquote stieg in einigen Regionen auf fast 20 Prozent.
(sda)






























