Fast-Food-Riese kommt in die Schweiz

14. November 2017 11:30; Akt: 14.11.2017 11:58 Print

5 Gründe, KFC zu hassen – oder zu lieben

Nur wenige Fast-Food-Anbieter erhitzen die Gemüter so sehr wie KFC – nun kommt die Kette in die Schweiz. Was Hater dazu sagen – und was Fans entgegnen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Hot Wings und Zinger Burger gibts bald auch in der Schweiz: Die US-Fast-Food-Kette KFC wagt den Wiedereinstieg in den hiesigen Markt. Am 5. Dezember eröffnet in Genf die erste Filiale.

Umfrage
Fast Food ist ...

Wie bei anderen grossen Fast-Food-Ketten gehen die Meinungen der Schweizer Konsumenten über KFC weit auseinander – die einen lieben sie, die anderen hassen sie abgrundtief. 20 Minuten hat jeweils 5 häufige Argumente aus beiden Lagern zusammengestellt:

Das sagen die Hater:

«Das Poulet kommt aus Holland – geht gar nicht»
KFC will sein Pouletfleisch für seine Produkte vorerst hauptsächlich aus Holland beziehen. Das kommt bei den 20-Minuten-Lesern gar nicht gut an. «KFC, damit habt ihr euch den Einstieg in den Schweizer Markt hoffentlich richtig versemmelt», schreibt etwa Leser Hühnerbauer.

«Das Essen ist Schrott, macht einfach nur fett»
Leichte Kost sind die Menüs bei KFC tatsächlich nicht. Der Hot Bucket – so heisst der grösste bei KFC Deutschland erhältliche Kübel – enthält acht Hot Wings, acht Hähnchenfiletstreifen und zwei Saucen. Unterm Strich macht das gemäss eigenen Angaben von KFC 3629 Kalorien. Der Fettgehalt beläuft sich auf 215 Gramm. Der neue Double-Zinger-Burger hat 838 Kalorien und einen Fettanteil von 42 Gramm.

«Die Preise sind völlig überteuert»
Für Kritik sorgt auch die Preispolitik, die KFC in der Schweiz fahren will. Ein KFC-Menü kostet in der Schweiz 13 bis 14 Franken, also etwa doppelt so viel wie in Deutschland. «Und wieder einmal mehr werden wir zur Hochpreisinsel Schweiz», moniert Leserin Tanja Good.

«Die Arbeitsbedingungen sind unterirdisch»
Ein weiterer Vorwurf: Die KFC-Mitarbeiter werden abgezockt, verdienen zu wenig und müssen viele Überstunden leisten. «Die Angestellten werden zu sklavenähnlichen Bedingungen angestellt», wirft Leser Driver der Fast-Food-Kette vor. Auf Anfrage von 20 Minuten sagt ein KFC-Sprecher: «Die Anstellungsbedingungen von KFC Schweiz richten sich nach den von Gastro Suisse vorgegebenen Richtlinien und basieren auf einem Tarifvertrag, der für alle Angestellten gleichermassen gültig ist.» Auf diese Weise werde Lohndumping, auch für ausländische Arbeitskräfte, verunmöglicht.

«KFC tritt das Tierwohl mit Füssen»
Der Fast-Food-Gigant wird immer wieder mit harscher Kritik wegen seiner Geflügel-Haltung konfrontiert. Die Tiere werden zu Tausenden zusammengepfercht, ihr Leben dauert nur 35 Tage, getötet werden sie in der Gaskammer – das sind nur einige Punkte, die KFC um die Ohren gehauen werden. Die Fast-Food-Kette entgegnet, man nehme das Thema artgerechte Tierhaltung sehr ernst. «Wir machen bei der Auswahl unserer Fleischlieferanten keine Kompromisse und arbeiten nur mit Zulieferern zusammen, die nachweislich alle nach EU-Recht geltenden Gesetze einhalten oder übererfüllen.»

Das sagen die Fans:

«Das Essen ist einfach fein»
Saftiges Fleisch, knusprige Kruste: Der Hauptgrund, KFC zu lieben, ist für die meisten das Essen. «Ich liebe die Burger und Filetstücke, die es dort gibt – so saftig und zart», schreibt 20-Minuten-Leser Peter.

«Endlich mal richtig grosse Portionen»
Hungrig verlassen muss man einen KFC sicher nicht: Der Hot Bucket beispielsweise ist stolze 1282 Gramm schwer, der Original Bucket immerhin noch 1078 Gramm. «Endlich was Richtiges zu essen – auch hier in der Schweiz», schreibt Leser Streichler.

«KFC-Food hat das gewisse Etwas»
Fans der KFC-Menüs schwärmen vom einzigartigen Geschmack der Hot Wings, Burger und Hähnchenfiletstreifen. KFC macht derweil ein grosses Geheimnis um sein Originalrezept. Vergangenes Jahr behauptete die «Chicago Tribune», die Gewürz- und Kräutermischung aufgedeckt zu haben. Die Schlüsselzutat ist offenbar weisser Pfeffer.

«Wenigstens gibts kein Plastikspielzeug»
KFC bietet zwar ein Kids Menu – aber in Plastik eingepacktes Spielzeug ist keines dabei. Gut so, finden viele Konsumenten: «Wenigstens werden die Kunden nicht mit billigem Plastik angelockt», heisst es in einem Leserkommentar.

«Man kann so viel trinken, wie man will»
Anders als in Ablegern anderer US-Fast-Food-Ketten betreibt KFC eine Refill-Politik – will heissen, man kann sein Getränk so oft wieder auffüllen, wie man will. Das Angebot gilt aber nur für freistehende Drive-through-Restaurants, wie ein KFC-Sprecher auf Anfrage von 20 Minuten sagt.

(vb)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amina123 am 14.11.2017 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falsche handlungen

    zwei dinge stören mich extremst : das poulet aus den niederlanden.warum? wir haben hier auch poulet.... und warum nach EU richtlinien in sachen tierschutz betreffs haltung? wir sind NICHT in der EU und haben strengere vorschriften! halter euch daran oder kommt nicht in die schweiz. und jeder,der hingeht,sollte sich diesbezüglich bewusst sein..... ;-(

    einklappen einklappen
  • Escobar am 14.11.2017 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lecker aber

    zu teuer, ein Witz (nicht mal CH Fleisch).

    einklappen einklappen
  • Beat Walti am 14.11.2017 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wird schwer für KFC

    Für KFC wird es sicher schwer in der Schweiz. Im Ausland punkten sie vor allem mit sehr tiefen Preisen. Da schaut der Kunde dann gern mal über die schlechte Fleischqualität hinweg. Der Fastfood-Trend ist aber lange vorbei. Zuwenige Schweizerinnen und Schweizer zahlen Fr. 15 für ein ungesundes Mittagsmenü, wenn sie für weniger Geld ein besseres Zmittag haben können.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Staubi 54 am 15.11.2017 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abfallfabrik

    Schon wieder so ein abfall produzierer, frage wie finde ich am schnellsten ein Fastfood anbieter, antwort ich Fahre dem Abfall hinterher wo andere zum Fenster hinausgeworfen haben

  • burger king am 15.11.2017 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mc donals

    und macht das mcdonals oder burgerking besser die zahlen ja auch hungerlöhne und das menü kostet auch 13 fr und keiner beklagt sich ausserdem beziehen nur wenige fast food restaurands ( IMBISS) das poulet fleisch aus der schweiz

  • Arber Sülyemani am 15.11.2017 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Setzt den Dickmachern ein Ende

    Der Trend dickmachendes Fastfood zu essen geht zu Ende. Man sieht es am HB Züri - die Stores mit gesundem und kalorienarmen Angebot boomen in der Mittagspause. Fett und Zucker müssen nicht sein - man könnte es auch gesund herstellen, aber dann würde es schlichtweg nicht so viel Gewinn einbringen - und das stört mich bei den Preisen. Ich werde mich dort nicht sehen lassen.

  • hellosunshine1 am 15.11.2017 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Puuh!

    Die Tiere... Ich möchte nicht sehen in welchen erbärmlichen Zustand die sind. Die Tiere tun mir extrem leid!! Sicher noch schlimmer als bei MC oder Burgerking, obwohl es dort schon extrem schlimm ist. Aber hauptsache ganz billig viel Fleisch! Schämt euch und alle die dort essen werden.

  • Broetli am 15.11.2017 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einmal ganz ok

    Ein weiterer Besuch muss jedoch nicht sein, gibt so viele bessere Fast Food Ketten.