Massenentlassung befürchtet

06. November 2017 12:32; Akt: 06.11.2017 17:25 Print

ABB-Umbau in Genf bedroht 150 Stellen

Eine Restrukturierung von ABB Sécheron könnte zu zahlreichen Entlassungen führen. Die Konzernleitung rechtfertigt den Schritt mit dem internationalen Druck.

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Konzernleitung hält am Standort fest: Ein Protestplakat der Unia am Tor der ABB Sécheron in Genf. (31. Oktober 2017) (Bild: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

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Der ABB-Konzern will seinen Standort in Genf nicht schliessen, aber Restrukturierungen vornehmen. Nach Angaben einer mit dem Dossier vertrauten Quelle vom Montag sollen etwa 100 Stellen betroffen sein. Hinzu kommen sollen 50 Temporär-Arbeitsplätze.

Wie die Quelle weiter preisgab, sollen die Stellen bei ABB Sécheron über zwei Jahre verteilt abgebaut werden. Der Bahn-Markt sei wegen der Konkurrenz aus China in einer komplizierten Lage, hiess es. Auf die Preise drücke auch die Annäherung wichtiger Akteure der Branche in Europa.

Festhalten am Standort

Gerüchte um eine Verlagerung von bis zu 180 Stellen von ABB Sécheron nach Polen gibt es schon länger. Eine zweite Quelle bestätigte am Montag, dass von der Restrukturierung 150 Arbeitsplätze betroffen seien, darunter 50 Temporärstellen. Eine Konsultationsfrist sei am Laufen. Komme es zu Entlassungen, gebe es «soziale Massnahmen».

ABB Sécheron soll am Standort Genf festhalten. Die mit dem Dossier vertraute Quelle gab an, dass das Projekt für den Elektro-Bus TOSA für die Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) nicht in Frage gestellt sei. In Genf bleiben sollen unter anderem die Forschung und die Produktionslinie für kleine Serien.

Werkchef überraschend zurückgetreten

Am vergangenen Dienstag protestierten angesichts der Gerüchte über Verlagerungen ins Ausland rund 130 Beschäftigte von ABB Sécheron mit einer Kundgebung und Arbeitsniederlegungen und kritisierten mangelnde Kommunikation des Managements. Zuvor war der Chef des Genfer Werks, Jean-Luc Favre, überraschend zurückgetreten.

Die Gewerkschaft Unia gab vergangene Woche bekannt, dass ABB für Montag ein Treffen zwischen Arbeitnehmervertretern und den ABB-Personalverantwortlichen angesetzt habe. In der Genfer ABB-Fabrik arbeiten rund 250 Mitarbeiter, davon rund 50 Temporär-Angestellte.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thorens am 06.11.2017 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abb baut stellen ab

    Und flüchtlinge bekommen gratis flüge in der schweiz uns wird alles genommen was wir aufgebaut haben mit schweis und körper bald muss es zum ein knall kommen

  • rtl am 06.11.2017 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    abbau ch

    nur weiter so kündigungen hier kündigungen da und dort darunter leiden dann die 50 plus so wie ich und noch viele andere ausgesteuerte bleibt oft das gesparte aufbrauchen und ab ins sozialamt betteln gehen arme ch wenn es so weitergeht

  • Byrus am 06.11.2017 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Aktionäre

    Internationaler Druck der Aktionäre, die mehr Gewinn sehen wollen ... natürlich auf Kosten der Arbeiter, und der Qualität.

Die neusten Leser-Kommentare

  • rtl am 06.11.2017 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    abbau ch

    nur weiter so kündigungen hier kündigungen da und dort darunter leiden dann die 50 plus so wie ich und noch viele andere ausgesteuerte bleibt oft das gesparte aufbrauchen und ab ins sozialamt betteln gehen arme ch wenn es so weitergeht

  • Thorens am 06.11.2017 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abb baut stellen ab

    Und flüchtlinge bekommen gratis flüge in der schweiz uns wird alles genommen was wir aufgebaut haben mit schweis und körper bald muss es zum ein knall kommen

  • Werner Wenger am 06.11.2017 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausland müsste teurer werden!

    Letzte Woche Meyer Burger Thun, heute Genf, morgen? Vielen Firmen wird es in nächster Zeit so gehen. So lange die Lohnkosten in der Schweiz so viel höher sind, als im Ausland werden Auslagerungen kommen. Dazu kommt die Auslagerung der Kaufkraft in des Ausland, sprich ennet der Grenze einkaufen!

  • Siller Beobachter am 06.11.2017 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt soll Schluss sein

    Man wünscht und hofft, dass diese mehrere Kündigungswelle in unserem Land aufhört.

  • Leoni am 06.11.2017 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aua

    Ohhh seht ihr wie die Firmen zugrunde gehen??? Schön eine Firma nach der anderen...jetzt wird es aber mal Zeit sich ernsthafte Gedanken zu machen. Arbeitslose gibt es ja sowieso keine....