Energietechnik

14. Dezember 2012 07:59; Akt: 14.12.2012 07:59 Print

ABB krempelt Division um – für 350 Millionen

Die ABB organisiert ihre Division Energietechniksysteme neu. Der Grund: Die Erträge blieben trotz grosser Investitionen hinter den Erwartungen zurück. Das ganze soll 350 Millionen Dollar kosten.

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Der Technologiekonzern ABB richtet seine Division Energietechniksysteme neu aus und will damit eine höhere Wertschöpfung bei geringerem Risiko erreichen. Die Restrukturierung wird das Unternehmen noch in diesem Geschäftsjahr rund 350 Mio. Dollar kosten.

Der Grund für die Anpassungen sei die schwankende Performance dieser Division. Die Erträge seien trotz beträchtlicher Investitionen in den letzten drei Jahren hinter den Erwartungen zurückgeblieben, teilte ABB am Freitag mit.

Neue Schwerpunkte

In der Division Energietechniksysteme fasst der Technologiekonzern Systeme und Dienstleistungen für die Stromübertragung, Stromverteilung und für Kraftwerke zusammen. Das Angebot wurde ausserdem durch Zukäufe von Softwarefirmen erweitert, die im Bereich Steuerung von Energienetzen tätig sind. Unter anderem kaufte ABB 2010 das US-Softwareunternehmen Ventyx für eine Milliarde Dollar.

Neu sollen die Schwerpunkte in dieser Sparte auf Produkte, Systeme, Dienstleistungen und Softwaretätigkeiten, welche allesamt höhere Margen aufweisen, verlagert werden. «Durch die Neupositionierung können wir die Ziele für die Rentabilität und den Kapitalrückfluss der Division anheben», lässt sich Konzernchef Joe Hogan in der Mitteilung zitieren. Die Wachstumsziele müssten dagegen nach unten korrigiert werden.

Kostenpunkt: 350 Millionen Dollar

Bis Ende 2013 werde die Ebitda-Marge voraussichtlich tiefer ausfallen. Bis 2015 soll sie indes von bisher 7 bis 11 Prozent auf 9 bis 12 Prozent angehoben werden. Alle anderen festgelegten Ziele für den Konzern bis 2015 seien nicht betroffen.

ABB rechnet damit, dass diese Massnahmen den operativen Gewinn in der Division Energietechniksysteme um 350 Mio. Dollar mindern werden. Rund 100 Mio. Dollar kostet die Umstrukturierung. Der restliche Betrag falle durch Schliessungen einiger lokaler Einheiten sowie Budgetüberschreitungen bei gewissen Projekten an, teilte ABB weiter mit.

(sda)