Swiss Real Estate Offer Index

05. Januar 2018 10:35; Akt: 05.01.2018 10:35 Print

Wohneigentum wird immer erschwinglicher

Die Preise für Wohneigentum sinken weiter und erreichten im Dezember das Jahrestief 2017. Auch dieses Jahr dürfte es vorerst so weitergehen.

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2017 sind die Preise für Wohneigentum stark gesunken. Derzeit kostet ein Quadratmeter Eigentumswohnung rund 6900 Franken. Im Juli 2017 waren es laut Swiss Real Estate Offer Index noch über 7350 Franken. Insgesamt sanken die Preise um 4 Prozent und erreichten im Dezember den Tiefstand des Jahres. Auch bei den Mietpreisen verzeichnet der SREOI einen Rückgang. Dieser ist mit einem Minus von 1,2 Prozent im Jahresvergleich allerdings weniger stark als beim Wohneigentum. Zudem zeichnet sich ein starker Unterschied zwischen verschiedenen Regionen ab: In der Genferseeregion stiegen die Mieten um 1 Prozent, in Zürich um 0,4 Prozent, während sie in der Zentralschweiz um 1,6 Prozent und im Tessin um 2,8 Prozent sanken. 20-Minuten-Leser berichten von ihrer Wohnsituation und wie viel Platz sie haben: Pedro M. aus Kuba: «Es ist schon schön, 50 Quadratmeter pro Kopf zu haben.» Für André N. ist die Miete in Zürich-Wiedikon zu hoch: «Wir bezahlen 1350 Franken für das eine Zimmer – das ist eine absolute Frechheit.» Die Katzen von Alex L. haben ihren eigenen Wintergarten. Laut der Herbstausgabe des Immo-Monitorings von Wüest Partner sind es bei den Schweizern im Schnitt 48,4 Quadratmeter pro Kopf, mehr als doppelt so viel wie bei Kosovaren. Bei grossen Wohngemeinschaften ist die Wohnfläche pro Kopf tendenziell kleiner. Neben der Haushaltsgrösse hat auch der Bruttolohn einen grossen Einfluss auf den Flächenverbrauch. In US-amerikanischen, britischen und niederländischen Haushalten seien die Einkommen besonders hoch. Die Top 3 der Wohnflächenverbraucher bilden die Niederlande, Grossbritannien und die Schweiz. Bei den fünf Nationalitäten mit den durchschnittlich grössten Wohnflächen ist laut Wüest Partner mehr als ein Drittel der Personen ledig.

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Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sinken ungebremst. Im vergangenen Jahr nahm der Preis für Wohneigentum insgesamt um 4 Prozent ab und erreichte im Dezember das Jahrestief, wie der Swiss Real Estate Offer Index (SREOI) von Immoscout24 zeigt.

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Derzeit kostet ein Quadratmeter Eigentumswohnung rund 6900 Franken. Im Juli 2017 seien es noch über 7350 Franken gewesen. Die sinkenden Preise erklärt Martin Waeber, Direktor Immoscout24, mit niedrigen Zinsen, hohen Preisen für Anlageimmobilien und höheren Leerständen. Laut Waeber dürften diese Faktoren auch Anfang 2018 einen grossen Einfluss auf die Preisentwicklung haben.

Trotz der sinkenden Preise für Wohneigentum sei zu bezweifeln, dass es deswegen merklich mehr Eigenheimbesitzer geben werde, sagt Waeber. Dies, weil die Messlatte der Banken bei der Vergabe von Hypotheken nach wie vor hoch liege.

Auch Mieten sinken

Auch bei den Mietpreisen verzeichnet der SREOI einen Rückgang. Dieser ist mit einem Minus von 1,2 Prozent im Jahresvergleich allerdings weniger stark als beim Wohneigentum. Zudem zeichnet sich ein starker Unterschied zwischen verschiedenen Regionen ab: In der Genferseeregion stiegen die Mieten um 1 Prozent, in Zürich um 0,4 Prozent, während sie in der Zentralschweiz um 1,6 Prozent und im Tessin um 2,8 Prozent sanken.

«Weniger Zuwanderung sowie die erhöhte Bautätigkeit könnten den Mietern weiter in die Hände spielen», prognostiziert Waeber von Immoscout24. Darunter würden Anlageimmobilien allerdings nicht leiden, da es derzeit wenig Alternativen gebe.

(rkn)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas am 05.01.2018 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry und wo?

    Eigentumswohnungen kosten in einigermassen attraktiven Gegenden locker 1 Mio für die 4.5 Zimmerwohnung, für den Mittelstand ist das nicht realistisch.

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  • Peter R. am 05.01.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Klartext

    Zitat: "Wohneigentum wird immer erschwinglicher" Ich lache mich nun aber schief. Wieso sollte es? Das ist sicher nicht die Absicht der Politik und Bauwirtschaft, denn alles andere wie z.Bsp. Steuern/Gebühren/KK-Prämien/staatliche Zwangsabgaben/Subventionen/Lenkungsabgaben/CO2 Abgabe/Energiesteuern/Netzgebühren/SBB Tarife/Notariatsgebühren/Richtergebühren etc. reissen immer grössere Löcher in ein Haushaltsbudget von einem Lohnempfänger mit Lohnausweis. Wo soll nun genau was erschwinglicher werden? Man erleuchte mich doch bitte.

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  • Leser am 05.01.2018 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Medianlohn-Vergleich

    Bei dem Vergleich des Medianlohnes der verschiedenen Länder habe ich so meine Zweifel. Polen, Frankreich, Deutschland, Niederlande, USA und UK liegen weit über der Schweiz. Es heisst doch immer, dass wir hier so hohe Löhne hätten. Somit wäre dies ja falsch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sepp am 07.01.2018 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    4.5 Zimmer für 509.000 Franken

    Ich habe eine neugebaute Eigentumswohnung in Klingnau AG gekauft für 509.000 Franken. Nettowohnfläche 97 m2 und der Grundriss ist optimal. 4.5-Zimmerwohnung mit WC/Bad und WC/Dusche inkl. Reduit. Der Balkon ist quadratisch und gedeckt (13 m2). Wie findet ihr den Preis?

  • Heinz Alzheimer am 06.01.2018 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentum? Nein Danke.!

    War bis vor kurzem Hauseigentümer und froh wieder Mieter zu sein. Werde mein Geld anders anlegen und bei Pensionierung aus der CH verschwinden. Solange der Eigenmietwert besteht ist Eigentum mit Sklaverei gleichzusetzen. Dazu kommt die Gebäudeversicherung, Liegenschaftssteuer etc. Hat man die Hütte abbezahlt und keine Hypothek mehr kommt der Staat wieder mit der Vermögenssteuer.

    • THINK am 06.01.2018 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz Alzheimer

      Vermögensteuer ist aber das kleinere Problem . Ein nettes Häuschen mit Umschwung ist aber auch etwas feines. Keine Nachbarn welche nerven. Eine Eigentumswohnung würde ich mir nie kaufen bei dem Ärger welcher heute mit Rücksichtslosen Mitbewohnern droht da Erziehung aus der Mode gekommen zu sein scheint. Und dann noch der Baustandard in der Schweiz welcher nicht angemessen ist bei den Preisen hier !

    • Eigenmietwert ist ausgleichende Gerechti am 06.01.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz Alzheimer

      Tja und wir Mieter sind alle Sklaven von Hauseigentümern die den Hals nicht voll genug kriegen können.Alle müssen fürs wohnen zahlen,ist einerlei ob das via Eigenmietwert oder Miete der Fall ist.

    • THINK am 06.01.2018 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eigenmietwert ist ausgleichende Gerechti

      Aber man bekommt sogar ein Mietwert berechnet für Immobilien im Ausland und das ganz ohne Mieteinnahmen..... Gerecht?

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  • Linda am 06.01.2018 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Astronomische Preise

    Sind es Preise Preise für Multimillionäre "gesunken"? Für Normalbürger die Preise sind immer noch astronomisch...

  • Nobody am 06.01.2018 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Verückt

    Die reichen geschäftsleute die solche wohnungen verkaufen in einem dimension hohen preis, haben alle einen knall da wird sooo vill vertuscht heutzutage bei den bauarbeiten das für eine wohnumg 100'000 CHF schon zu vill währe.

    • THINK am 06.01.2018 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nobody

      Die Immobilie muss nur optisch schön sein. Dann kaufen die Leute heute wie es aussieht alles zu fast jedem Preis. Aus einer ringhörigen Wohnung kann ich als Mieter schnell ausziehen , habe ich die Wohnung zum hohen Preis gekauft wird es kompliziert. Aber ringhörige Wohnungen sind in der Schweiz ja fast schon Standard. ( selbst Neubauwohnungen in Zürich welche über 5000 Franken Miete kosten) Aber was teuer ist muss doch gut sein .....

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  • Frank Barella am 06.01.2018 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mieter

    ich arbeite in der Stadt Zürich mit monatlich 5500.- Lohn, wenn ich eine bezahlbare Wohnung finden würde (AG/TG/SG) hätte ich einen zu langen Arbeitsweg, ist es mir nicht Wert..und bis ich das Eigenkapital von 70-80000.- zusammen hätte müsste ich auf Partys, tolle Ferien und lässiges Auto verzichten, dauert mir zu lange..etwas zu erben gibt es bei mir nicht und Lotto spielen ist nicht mein Ding..werde wohl noch länger Mieter bleiben..ich mag es aber allen Sparfüchsen und Wohlhabenden gönnen die sich Ihre Träume verwirklichen können, würde ich auch machen wenn ich wollte/könnte..!!