1 Prozent Wahrscheinlichkeit

10. Dezember 2017 17:51; Akt: 10.12.2017 17:56 Print

Acht gewagte Prognosen für das kommende Jahr

von R. Knecht - Prognosen sagen normalerweise wahrscheinliche Entwicklungen voraus. Dieser Wirtschaftsausblick zeigt, was unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist.

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Was könnte das neue Jahr für die Wirtschaft bringen? Die dänische Saxo Bank bietet den etwas anderen Ausblick: Sie legt Prognosen vor, die mit nur 1 Prozent Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Die «ungeheuerlichen Prognosen» sollen für den Weltmarkt eine Warnung vor falscher Risiko-Einschätzung sein. Der chinesische Internet-Konzern Tencent wird im kommenden Jahr noch einmal zulegen. Der Wert der Aktie des Unternehmens wird im Verlauf von 2018 um 100 Prozent zunehmen und damit eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar erreichen. Damit löst der chinesische Konzern Apple als weltweit grösstes Unternehmen ab. Zwar erreicht der Bitcoin-Kurs 2018 ein Rekordhoch von 60'000 US-Dollar, bis Ende Jahr stürzt die Kryptowährung aber zu Fall. Russland und China verbieten Kryptowährungen, worauf dem Bitcoin-Phänomen «der Boden unter den Füssen weggerissen» wird. Daraufhin fällt der Bitcoin rasant auf etwa 1000 Dollar. Bei mehr als 60 Unternehmen auf der «Fortune»-500-Liste werden 2018 Frauen an der Spitze stehen. Der Grund dafür hat allerdings nichts mit Chancengleichheit zu tun. Frauen erreichen im Schnitt ein höheres Bildungsniveau als Männer. Um dieses Potenzial auszuschöpfen und damit Wachstum zu ermöglichen, sorgen die Aktionäre 2018 dafür, dass die «Old Boys Clubs» aufgemischt werden. An den Aktienmärkten kommt es zu einem Crash, der an den von 1987 erinnert. Das Ganze beginnt mit einem spektakulären Einbruch des amerikanischen Börsenindexes S&P 500 um 25 Prozent. Viele Investmentfonds werden komplett verschwinden. Es gibt aber auch Gewinner: Ein bisher unbekannter Händler realisiert einen Gewinn von 1000 Prozent und wird zur Legende. Wegen einer unüberwindbaren Kluft zwischen den alten Kernmitgliedern und den skeptischen Jungmitgliedern der EU fällt der Euro Ende 2018 in Richtung Dollar-Parität ab – ein Sturz von rund 20 Prozent. Der politische Schwerpunkt Europas wird sich im Verlauf des Jahres von Deutschland und Frankreich in Richtung Osteuropa verlagern. Im Vorfeld der amerikanischen Zwischenwahlen 2018 wird die amerikanische Notenbank (Fed) zum Sündenbock für die schwache Konjunktur, den aufgewühlten Anleihenmarkt und die Verschärfung der Ungleichheit im Land. Darum ergreift das Finanzministerium Notstand-Befugnisse und zwingt die Fed, die Zinsen von US-Staatsanleihen mit langen Laufzeiten auf 2,5 Prozent zu begrenzen. Diese Geldpolitik gab es zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Shanghai International Energy Exchange lanciert Rohöl-Termingeschäfte auf Yuan-Basis. Die globale Macht und Reichweite der USA nimmt weiter ab und der Wert des chinesische Yuan schnellt im Vergleich zum Dollar um 10 Prozent in die Höhe. Erstmals kostet ein Dollar weniger als 6 Yuan. Weil die Zinsen weltweit steigen, kommt es zu einem «sagenhaften Einbruch des Yen». Während ein Dollar Ende 2017 noch rund 110 Yen kostete, wird der Preis schon bald bei 150 Yen sein. Der Zentralbank wird es allerdings gelingen, den Kurs wieder auf 100 Yen pro Dollar zu senken. Wenn Sie Anfang 2018 im Januarloch zu versinken drohen, finden Sie hier schon mal einige Tipps. Zum Beispiel könnten Sie endlich den Schrank ausräumen – dann ist da auch mehr Platz für die neuen Errungenschaften aus dem Nach-Weihnachtsverkauf. In einem gut sortierten Kleiderschrank hat es aber nicht nur Platz für mehr, Sie haben auch einfach eine bessere Übersicht über Ihre Besitztümer. So ist die Chance kleiner, das ein Teil monatelang verloren geht. Und alles, was Sie wirklich nicht mehr wollen, das können Sie ja ins Brocki oder in die Kleidersammlung bringen. Auch möglich: Sie laden ein paar gute Freunde mit der gleichen Grösse ein und lassen sie in Ihren Sachen wühlen. Eine einfache Methode um Ihrem Schlafzimmer einen ganz neuen Look zu verpassen: Kaufen Sie ein neues Set Bettwäsche, mehr Kissen oder einen anderen Überwurf. Das Bett nimmt häufig einen grossen Teil des Schlafzimmers ein, entsprechend wichtig sind die Farbgebung und das Material, um sich dort wohlzufühlen. Und falls Ihr Schlafzimmer klein und/oder dunkel ist, probieren Sie doch mal den Spiegeltrick: Ein Spiegel über dem Kopfende des Bettes (oder gegenüber eine Lichtquelle) vergrössert und hellt optisch auf. Gehen Sie nun das nächste Zimmer an: die Küche. Macht die Aufteilung, so wie sie ist, Sinn? Müssen die Weingläser (die Sie ja doch regelmässig brauchen) wirklich im obersten Regal stehen, an das Sie so schlecht rankommen? Sind die Pfannen nah genug beim Herd? Oder, falls Sie viel zu wenig Platz haben: Gibt es eine Möglichkeit, die Pfannen oder wenigstens die Schöpfkellen aufzuhängen? Falls Ihnen die ganze Küche zu anspruchsvoll ist, dann fangen Sie mal mit einer Schublade an. Für Anfänger darf das die Besteckschublade sein, Fortgeschrittene wagen sich an die berüchtigte Krimskrams-Schublade. Sortieren Sie aus, legen Sie zusammen, was zusammengehört. Stellen Sie doch auch mal etwas um. Warum das hübsche Kommödli nicht mal ins Badezimmer stellen und Kosmetika und Hygieneartikel darin lagern? Vielleicht sieht das leicht heruntergekommene Tischchen im Keller mit ein paar Blumen darauf gleich richtig nett aus. Auch Teppiche machen einen grossen Unterschied: Legen Sie den Wohnzimmerteppich mal an einen anderen Ort. Übrigens: Vielleicht wäre es auch an der Zeit, die schon leicht gammlige Duschmatte auszutauschen. Mit Bildern können Sie in einem Raum viel verändern – und das, ohne das eigentliche Bild zu ändern. Kaufen Sie Bilderrahmen (oder bemalen alte neu, zum Beispiel in Gold) und ... ... machen Sie eine Motivationswand mit Bildern von Freunden, Familie und anderen Dingen, die Sie glücklich machen. Zitate gehen natürlich auch. Oder direkte Aufforderungen an den Betrachter, wie in diesem Beispiel. Und auch hier gilt: Wenn Sie einen kleinen Raum vergrössern wollen, probieren Sie es mit Spiegeln. Das muss nicht ein grosser sein, auch mehrere kleine können einen schönen Effekt erzeugen.

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Was wird sich 2018 an der Börse tun? Wie geht es mit dem Bitcoin weiter? Und bleibt Apple auch im kommenden Jahr das wertvollste Unternehmen der Welt? Diese und ähnliche Fragen stellen sich die Finanzinstitute zurzeit.

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Die dänische Saxo Bank bietet allerdings den etwas anderen Ausblick: Sie legt Prognosen vor, die mit nur 1 Prozent Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Die «ungeheuerlichen Prognosen» sollen für den Weltmarkt eine Warnung vor falscher Risiko-Einschätzung sein.

• Tencent stösst Apple vom Thron
Der chinesische Internet-Konzern Tencent wird im kommenden Jahr noch einmal zulegen. Der Wert der Aktie des Unternehmens wird im Verlauf von 2018 um 100 Prozent zunehmen und damit eine Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar erreichen. Damit löst der chinesische Konzern Apple als weltweit grösstes Unternehmen ab.

• Bitcoin stürzt ab
Zwar erreicht der Bitcoin-Kurs 2018 ein Rekordhoch von 60'000 US-Dollar, bis Ende Jahr stürzt die Kryptowährung aber ab. Russland und China verbieten Kryptowährungen, worauf dem Bitcoin-Phänomen «der Boden unter den Füssen weggerissen» wird. Daraufhin fällt der Bitcoin rasant auf etwa 1000 Dollar.

• Frauen landen in den Chefetagen
Bei mehr als 60 Unternehmen auf der «Fortune»-500-Liste werden 2018 Frauen an der Spitze stehen. Der Grund dafür hat allerdings nichts mit Chancengleichheit zu tun. Frauen erreichen im Schnitt ein höheres Bildungsniveau als Männer. Um dieses Potenzial auszuschöpfen und damit Wachstum zu ermöglichen, sorgen die Aktionäre 2018 dafür, dass die «Old Boys Clubs» aufgemischt werden.

• Ein zweiter «Black Monday»
An den Aktienmärkten kommt es zu einem Crash, der an den von 1987 erinnert. Das Ganze beginnt mit einem spektakulären Einbruch des amerikanischen Börsenindexes S&P 500 um 25 Prozent. Viele Investmentfonds werden komplett verschwinden. Es gibt aber auch Gewinner: Ein bisher unbekannter Händler realisiert einen Gewinn von 1000 Prozent und wird zur Legende.

• Euro bewegt sich zur Dollar-Parität
Wegen einer unüberwindbaren Kluft zwischen den alten Kernmitgliedern und den skeptischen Jungmitgliedern der EU fällt der Euro Ende 2018 in Richtung Dollar-Parität ab – ein Sturz von rund 20 Prozent. Der politische Schwerpunkt Europas wird sich im Verlauf des Jahres von Deutschland und Frankreich in Richtung Osteuropa verlagern.

• Fed verliert Unabhängigkeit
Im Vorfeld der amerikanischen Zwischenwahlen 2018 wird die amerikanische Notenbank (Fed) zum Sündenbock für die schwache Konjunktur, den aufgewühlten Anleihenmarkt und die Verschärfung der Ungleichheit im Land. Darum ergreift das Finanzministerium Notstand-Befugnisse und zwingt die Fed, die Zinsen von US-Staatsanleihen mit langen Laufzeiten auf 2,5 Prozent zu begrenzen. Diese Geldpolitik gab es zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg.

• China stellt USA mit Rohöl-Handel in den Schatten
Der Shanghai International Energy Exchange lanciert Rohöl-Termingeschäfte auf Yuan-Basis. Die globale Macht und Reichweite der USA nimmt weiter ab und der Wert des chinesische Yuan schnellt im Vergleich zum Dollar um 10 Prozent in die Höhe. Erstmals kostet ein Dollar weniger als 6 Yuan.

• Japan wird Opfer der Inflation
Weil die Zinsen weltweit steigen, kommt es zu einem «sagenhaften Einbruch des Yen». Während ein Dollar Ende 2017 noch rund 110 Yen kostete, wird der Preis schon bald bei 150 Yen sein. Der Zentralbank wird es allerdings gelingen, den Kurs wieder auf 100 Yen pro Dollar zu senken.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benz am 10.12.2017 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Persönliche Prognose

    Das neue Jahr wird mit dem 1. Januar anfangen.

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  • Ex Perte am 10.12.2017 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Artikel 2016

    Mich würde derselbe Artikel vom letzten Jahr interessieren um zu prüfen ob irgendetwas davon auch nur ansatzweise eingetroffen ist.

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  • Der Irre mit dem Smartphone am 10.12.2017 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blick in die Zukunft

    Das schöne an Prognosen ist, das so viele in die Glaskugel schauen, das man im Nachhinein immer jemanden findet, der recht behalten hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Crypto Boy am 15.12.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bitcoin

    Bitcoin nur 60000 Fr.??? Er wird ein Hoch von 100000 Fr. erreichen aber sicher nicht auf 1000 Fr. abstürzen

  • Laura am 12.12.2017 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle warten gespannt

    auf das Jahr 2018! Was aber, wenn es bloss ein 2017S wird? ;)

  • sepp am 12.12.2017 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Notvorrat

    Meine Prognose, Notvorrat, Notvorrat und nochmals Notvorrat. Man wird diesen brauchen im Jahr 2018. Der Knall wird kommen.

  • Nodinero am 11.12.2017 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr Wahrscheinlich

    Werde nächstes Jahr Bitcoin kaufen. Nur schon dieser Umstand wird dazu führen, dass nach meinem Kauf die Währung abstürzen wird. Ist bis jetzt bei anderen Investitionen die ich gemacht habe passiert :(

  • Frau52 am 11.12.2017 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nostradamus

    Da lese ich lieber die Prognosen von Nostradamus. Hier dreht sich alles ums Geld und die Wirtschaft. Vergessen ging dabei der Planet auf dem wir leben. Da sind Erdbeben, Vorboten von Vulkanen die sich bereits im laufenden Jahr immer wieder mal bemerkbar gemacht haben. Wir werden sehen, und bevor wir uns mit der Zukunft auseinandersetzen, leben wir doch besser bewusst die Gegenwart und sind dafür dankbar.