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Giftige Vorfreude
26. November 2012 14:59; Akt: 26.11.2012 20:46 Print
Advents-Schoggi mit Mineralöl verseucht
Die Schokolade in verschiedenen Kinder-Adventskalendern in Deutschland enthält Mineralöl-Rückstände. Betroffen ist auch ein Produkt des Schweizer Herstellers Lindt.

Kinder-Adventskalender von Lindt im deutschen Online-Shop: Die Schokolade enthält gemäss der Stiftung Warentest in Deutschland geringe Mineralöl-Rückstände. (Bild: lindt.de)
24 mal vor Weihnachten ein Türchen öffnen und Schokolade essen – die Vorfreude aufs Christkind kann für viele Kinder nicht grösser sein. Diese Vorfreude wird nun getrübt: Die Stiftung Warentest hat in Deutschland in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen.
Migros-Schokolade wird teurerDie Migros erhöht die Preise bei Tafelschokolade ab 27. November. «Betroffen sind rund 60 Prozent des Tafelschokolade-Sortiments», heisst es im aktuellen «Migros-Magazin». So kostet eine 100-Gramm-Tafel Giandor neu 1.80 Franken statt 1.70. Die Tafel Les Adorables Frelitta verteuert sich um 16,6 Prozent auf 1.40 Franken. «Der Grund für die Preiserhöhung ist die steigende Nachfrage nach nachhaltig produzierten Rohstoffen und als Folge deren Verknappung», schreibt die Migros. Die Tafeln der M-Budget-Linie sind vom Preisaufschlag nicht betroffen. Bei Coop verzichtet man vorerst auf Preiserhöhungen bei Schokolade, wie «Blick.ch» schreibt.
Die Öle stammten wahrscheinlich aus dem Karton. Die Tester hätten sie bei Kalendern mit Kindermotiven nachgewiesen. Ein Teil der Stoffe stehe im Verdacht, Krebs zu erregen. Kinder sollten solche Schokolade nach Ansicht der Tester aus gesundheitlicher Vorsorge nicht essen.
Auch Lindt-Schoggi darunter
Die Schokostückchen von neun Produkten hätten sogar besonders kritische Stoffe enthalten, sogenannte aromatische Mineralöle, erklärte die Stiftung weiter. Darunter ist auch der «Adventskalender für Kinder» des Schweizer Herstellers Lindt.
In einer Stellungnahme verweist das Unternehmen jedoch darauf, dass es keine recycelten Kartonagen, sondern nur hochwertige Frischfasermaterialien einsetzt. Zudem verwende Lindt bei der Verpackung keine mineralölhaltigen Farben und Lacke. «Aufgrund dieser hohen Qualitätsanforderungen können wir deshalb die publizierten Resultate der Stiftung Warentext nicht nachvollziehen», sagt Sprecherin Nathalie Zagoda.
Liste im Netz
Weiter sind die Marken Rausch, die Kalender der Confiserie Heilemann, von Arko, die Riegelein «The Simpsons», die Feodora Vollmilch-Hochfein Chocolade, Smarties, der Hachez Adventskalender «Schöne Weihnachtszeit» sowie der Friedel Adventskalender betroffen.
Eine Liste mit Fotos der Kalender ist auf der Webseite der Stiftung Warentest zu finden.
Industrie streitet Gefahr ab
Der deutsche Bundesverband der Süsswarenindustrie erklärte, die Messwerte der Stiftung Warentest seien keine geeignete Grundlage für die Bewertung der Schokolade. Einen gesetzlichen Grenzwert für Mineralölbestandteile in Lebensmitteln gibt es laut Süsswarenindustrie nicht, weil die enthaltenen Spuren auch für Kinder gesundheitlich nicht relevant seien.
(egg/sda)
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Alle 52 Kommentare

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übertrieben
was für eine unnötige panikmache ohne witz... heut zu tage darf man ja fast gar nix mehr essen.... -.-
Machen Sie doch.
Dürfen dürfen Sie schon. Nur wollen würde ich nicht wollen :-)
Schoggi
Ja gut kaufe schweizer schoggi eh nur in Deutschland
Muss nicht immer schoggi sein...
Selber basteln!! Kleine geschenke statt Schoggi!!! Viel schöner!!