Insider-Information

21. September 2017 20:20; Akt: 21.09.2017 22:10 Print

Air Berlin geht wohl zum grössten Teil an Lufthansa

Die Verhandlungen über den Verkauf der insolventen Airline schreiten voran. Nun sind Insiderinformationen an die Öffentlichkeit gelangt.

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Der Gläubigerausschuss der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat sich einem Bericht zufolge auf exklusive Verhandlungen mit der Lufthansa über den Kauf des Ferienfliegers Niki festgelegt. Die Verhandlungen sollten zunächst bis Mitte Oktober weitergeführt werden und umfassten neben der Niki-Beteiligung weitere Slots und Maschinen von Air Berlin, berichtete die «Wirtschaftswoche» am Donnerstagabend unter Berufung auf das Unternehmensumfeld. Der Kauf von Langstrecken-Flugzeugen von Air Berlin hatte die Lufthansa zuvor bereits ausgeschlossen.

Zusätzlich sei der vorläufige Insolvenz-Sachwalter von Air Berlin von dem Gläubigerausschuss beauftragt worden, mit Easyjet über ein zweites, aber deutlich kleineres Air-Berlin-Paket zu verhandeln, berichtete das Magazin weiter. «Je nach Verlauf der Gespräche könnte noch ein drittes Paket geschnürt werden und an ThomasCook gehen», meldete die «Wirtschaftswoche» unter Berufung auf «Insider».

Flotte mit 144 Flugzeugen

Air Berlin gab am Abend bekannt, dass die Gläubigerausschüsse getagt und die vorliegenden Bieterangebote erörtert hätten. Die Entscheidung über die Zukunft von Air Berlin soll am Montag verkündet werden. Die Fluggesellschaft hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, am vergangenen Freitag endete die Frist für verbindliche Kaufangebote für Unternehmensteile oder die gesamte Airline.

Mehrere Unternehmen, darunter Lufthansa und der frühere österreichische Rennfahrer Niki Lauda gemeinsam mit Thomas Cook und dessen Tochter Condor, reichten Gebote ein. Eine Offerte soll Medienberichten zufolge auch die British-Airways-Mutter IAG abgegeben haben. Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will Air Berlin als Ganzes übernehmen. Insgesamt umfasst die Flotte von Air Berlin 144 Flugzeuge, darunter 17 Langstreckenflieger.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SG_Solothurn am 21.09.2017 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kartellrechtliche

    Lufthansa kann nur Teile von Air Berlin übernehmen, da es Kartellrechtlich Lufthansa nicht erlaubt ist Air Berlin (ihre grösste Konkurrenz) komplett zu übernehmen.

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  • Helvetier am 21.09.2017 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Air Berlin geht an Lufthansa

    Wieso wundert das mich nicht?? Vielleicht sollte eine offizielle WTO Ausschreibung stattfinden. Oder nicht???

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  • Cello . am 21.09.2017 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lufthansa

    Die wohl sicherste und verünftigste Lösung für Air Berlin.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Remy Studer aus Biel am 25.09.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Dr. Schlaumeier

    Wieso regt Ihr Euch über dieses Ausschreibungsverfahren eigentlich so auf. Wenn wir damals als es der UBS sehr schlecht ging, nachdenken. War es nicht der Staat der die Bank mit wahnsinns Milliarden gerettet(gebürgt) hat? Da hätte wir doch eigentlich auch darüber Lästern können ob es erlaubt sei als Staat einzugreifen? Ich weis bis heute nicht ob das erlaubt war?????Oder nicht?????? Es geht ja bei der Air Berlin nicht nur um die Flügzeuge. Es geht um die zu vergebenen Slots. Und da hat die Lufthansa sehr starkes interesse einzugreifen. Slots auch vorallem in Deutschland.

  • Martial2 am 22.09.2017 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlussstrich!

    Da hat die LH die Katze im Sack gekauft. Diese AB gehört liquidiert fertig....

  • Sulejka am 22.09.2017 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lufthansa

    war ja zu erwarten! Für diese Entscheidung hätte man nicht so ein langes Tamtam machen müsden, war doch zum vorne herein klar.

  • Swissgirl am 22.09.2017 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deutscher Machtausbau

    Macht endlich die Augen auf. Deutschland hat in der EU eine Machtposition inne und Deutschland greift ganz leise immer weiter. Dass andere Staaten und Firmen dabei bankrott gehen kümmert nicht. Es ist das eine was Merkel sagt, viel wichtiger ist was sie denkt und tut! Die EU ist dazu das Instrument.

    • Cécil am 22.09.2017 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissgirl

      wer zahlt befiehlt! ganz einfach ;-)

    • Arielle am 22.09.2017 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      @Swissirl und L. Palmwedler

      Es mögen noch so viele Daumen runter gehen - genau das sage ich seit die EU im heutigen Sinn besteht. Leider sehen das noch viel zu wenige Bürger unseres Landes so. Wir sollten endlich unsere Firmen und unser Hab und Gut besser schützen können!

    • Supermario am 22.09.2017 12:29 Report Diesen Beitrag melden

      Wer zahlt befiehlt :-)

      Mag sein, aber auch in der EU wird wohl der Spruch "wer zahlt befiehlt" ein klein wenig durchscheinen.

    • Peter Lüthi am 23.09.2017 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Arielle

      Danke für den Tipp. Ich stelle nun mein Hab und Gut in einen gesicherten Bunker. Sind Sie der Meinung dass wir die Schweizer Grenzen hermetisch abriegeln sollten? So im Stil von Nordkorea und dem früheren Albanien? Und von wem sollen wir unsere Firmen denn schützen? Vor den bösen ausländischen Investoren welche die armen Schweizer Firmen aussaugen und Arbeitsplätze auslagern. Vom Gegenteil gehen Sie ja nicht aus, weil Ihre Angst überwiegt. Dabei hat die Schweiz schon x-fach von ausländischem Geld, Ideen, Arbeitskraft und Know-How profitiert.

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  • shermanns am 22.09.2017 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    deutschland in der EU bevorzugt

    Als die ungarische MALEV am rand des bankrotts war, wollte der ungarische staat eingreifen. Das wurde von der EU untersagt, und die airline ging von einem tag auf den anderen bankrott. Full stop. Warum darf sich in DE die regierung bei airberlin einmischen?

    • Swissgirl am 22.09.2017 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @shermanns

      Da gilt halt Deutschland kommt zuerst. In Ungarn bedient jetzt sicher eine deutsche Airline die Ziele der Malev. Das nennt man Machtausbau.

    • Go for all am 22.09.2017 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissgirl

      Nein, Ryanair waren die ersten. Haben dann vom Staat Geld gekriegt, komische Welt.

    • Woody am 23.09.2017 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @shermanns

      Ich meine mich zu erinnern, dass die Swissair (ehemalige Svhweizer Airline) auch von einem auf den anderen Tag bankrott ging. Damals hätte der Schweizer ohne Einwirkung der EU helfen können - warum ist das nicht passiert?

    • Sarawak am 23.09.2017 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Woody

      Weil die UBS die Swissair der Lufthansa auf dem Silbertablett servieren wollte.

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