Hotel-Flair

23. Februar 2018 14:28; Akt: 23.02.2018 14:31 Print

Airbnb führt Luxuskategorie ein

Hotel-Flair mit Frühstück statt Schlafplatz auf der Couch: Die Internetplattform Airbnb hat zum zehnjährigen Jubiläum eine neue Wachstumsstrategie präsentiert

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Die Internetplattform Airbnb will fortan sämtlichen Bedürfnissen von Reisenden begegnen. Noch vor zehn Jahren hätten viele die Idee, dass Fremde in anderen Privatwohnungen übernachten, für «verrückt» gehalten, erklärte der Chef und Mitgründer des Portals, Brian Chesky. «Heute tun Millionen Menschen jede Nacht genau das.»

Airbnb will mit seinem am Donnerstag (Ortszeit) präsentierten neuen Kurs bis 2028 die Zahl von jährlich einer Milliarde Übernachtungsgästen schaffen. Das Portal vermittelt private Ferienzimmer bis hin zu ganzen Häusern in mittlerweile 81.000 Städten weltweit. Seit dem Gründungsjahr 2008 gab es mehr als 300 Millionen Buchungen, wie das Unternehmen mit Sitz in San Francisco angibt.

«Zusätzlicher Seelenfrieden» für Gäste

Auf den Weg gebracht hat Airbnb nun unter anderem die Kategorie «Plus» - dabei werden Komfort, Sauberkeit und Ausstattung der Zimmer vor Ort geprüft. Das Angebot richte sich an Gäste, die nach «wunderschönen Häusern, aussergewöhnlichen Gastgebern und zusätzlichem Seelenfrieden» suchten, erklärte Airbnb. Das Portal startete sein «Plus»-Angebot zunächst mit 2000 Unterkünften in 13 Städten.

Airbnb führte auch neue Suchkategorien ein, unter anderem «Bed and Breakfast» und «Boutique» - also kleine unabhängige und oft luxuriöse Hotels. Auch wer eine passende Location für seine Hochzeit oder die beste Unterkunft für eine Gruppenreise oder den Familienurlaub sucht, soll künftig auf dem Portal besser fündig werden.

Mit seiner neuen Strategie beschreitet das Portal immer mehr den Weg zu einem Hotelanbieter. Nicht zuletzt deshalb ist das Unternehmen vielen in dieser Branche ein Dorn im Auge. Ausserdem sehen sich Airbnb und ähnliche Portale immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, die knappe Wohnungssituation in Grossstädten zu verschärfen.

Konkurrenz für Hotelbranche

Wie die Zeitung «Die Welt» am Freitag berichtete, soll das «Plus»-Angebot demnächst auch nach Deutschland kommen. «Bis Ende dieses Jahres wollen wir Airbnb-Plus auch in Deutschland verfügbar machen», zitierte die Zeitung den Europachef des Unternehmens, Jeroen Merchiers.

Bei Gastgebern mit einem «Plus»-Status arbeiten Airbnb-Experten demnach eine Liste mit hundert Punkten ab, darunter auch das Internetangebot und die Qualität der Betten in der Unterkunft. Ausserdem soll sich ein Kundendienst rund um die Uhr um die Belange der Reisenden kümmern, die in der «Plus»-Kategorie gebucht haben.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Winkende Elle am 23.02.2018 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Schattenwirtschaft / Preistreiber

    Es wird Zeit, dass RNB für jedes Objekt eine jährliche Steuermeldungen macht. So einfach ist das.

  • Der Empörte am 23.02.2018 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocker

    Menschliche Gier in Reinkultur! Wie war das z.B. noch in Davos am WEF - für eine lapprige Luftmatraze am Boden CHF 1000.- pro Nacht? Und bitte nicht jetzt "der Markt bestimmt den Preis" und so Zeugs! Nein, Gier und Unverschämtheit bestimmt den Preis.

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  • papilio am 23.02.2018 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falscher Name!

    b&b heisst eigentlich bed and breakfast unter airbnb bekommst du jedoch nur das Bett bzw. die Wohnung angeboten und kein frisches Frühstück wie ursprünglich in GB. Oder zahl ich auch für air?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Domino am 24.02.2018 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spezielle Erfahrung

    AIRbnb hat mich belastet für einen Betrag, für den viele Leute einen Monat arbeiten. Ich habe AIRbnb vorher nicht gekannt und mich bei denen nie angemeldet, noch irgendwann einen Raum reserviert. Die Kreditkarte wurde auch nicht gestohlen. AIRbnb hat auf meine Reklamationen nur mit ausweichenden Antworten reagiert. Ich weiss bis heute nicht, wofür sie mich belastet haben. Meine Bank hat sich verdankenswerterweise für die Rückforderung des Betrages eingesetzt. Fazit: Hinter AIRbnb sind Kriminelle - oder das System kann mangels Kontrolle für krimnelle Machenschaften missbraucht werden.

    • gsundie am 26.02.2018 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      Solange kein Code -> Risiko Händlerin

      Jedes System, das Kreditkarten akzeptiert, kann missbraucht werden, auch ohne dass die KK gestohlen wird... :-/ Letzthin bekam ich ein Tel von der KK-Firma und wurde wegen Belastungen gefragt, die Karte wurde darufhin gesperrt. Auf meiner Abrechung waren mehrere Dutzend Belastungen von Amazaon - stecken hinter Amazon nun auch Kriminelle? Solange die KK-Firma weder Unterschrift noch einen Code hat, muss die verkaufende Firma gerade stehen fürs Risiko, nicht du und ich!

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  • Rolf am 23.02.2018 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Im eigenen Land keine fremden Anbieter

    erwünscht. Die Hotel-Suche sollte nur über ein CH-Portal geführt werden und nicht von div. Anbietern.

  • papilio am 23.02.2018 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falscher Name!

    b&b heisst eigentlich bed and breakfast unter airbnb bekommst du jedoch nur das Bett bzw. die Wohnung angeboten und kein frisches Frühstück wie ursprünglich in GB. Oder zahl ich auch für air?

  • Cédric am 23.02.2018 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meistens sehr schutzig

    Es wird nicht geputzt und NIEMAND kontrolliert.

  • kuulerboi am 23.02.2018 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Jetzt kann ich mein fettes Portemonaie leeren. Keinen Bock auf billig Absteigen.