Gebäude evakuiert

16. Januar 2013 08:59; Akt: 16.01.2013 14:14 Print

Fehl-Alarm legte Schweizer Luftraum lahm

Das Kontrollzentrum der Flugsicherheit Skyguide in Dübendorf musste heute morgen wegen eines Fehlalarms evakuiert werden. Der gesamte Luftraum in der Deutschschweiz war gesperrt.

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«Plötzlich ging gar nichts mehr», berichtet Leserreporter R. Er stand gerade auf dem Rollfeld in Zürich Kloten zum Abflug, als das Flugzeug stoppte. «Es wurde gesagt, dass wir nicht abfliegen können. Der genaue Grund wurde nicht genannt.» Die Situation sei verwirrend gewesen. «Eigentlich sollten wir zurück zum Gate. Aber der Pilot hatte überhaupt keine Lotsen mehr. Der war auch ratlos.»

Sonja Zöchling, Sprecherin von Zürich Airport, bestätigt gegenüber 20 Minuten Online, dass Flugzeuge weder starten noch landen konnten. Es habe ein Problem bei der Flugraumsicherung Skyguide in Dübendorf gegeben. Der Stillstand dauerte laut Zöchling von 08.53 bis 09.07 Uhr, danach konnte der Flugbetrieb wieder normal aufgenommen werden.

Skyguide entschuldigt sich

Wie die Medienstelle von Skyguide gegenüber 20 Minuten Online sagt, musste das Kontrollzentrum in Dübendorf wegen eines Fehlalarms für rund 30 Minuten evakuiert werden. Der Fehlalarm sei um 08.30 Uhr ausgelöst worden. «Betroffen war nicht nur der Flugverkehr in Zürich, sondern der ganze Flugbetrieb im Deutschschweizer Raum sowie das Grenzgebiet zu Deutschland», sagt Skyguide-Mediensprecherin Sonja Gartmann.
Dass ein Feueralarm der Grund für die Evakuierung gewesen sein soll, wurde bisher noch nicht bestätigt. Klar ist aber: Es war kein Bombenalarm. Mittlerweile konnten die Mitarbeiter wieder zurück ins Gebäude.

In einer Mitteilung entschuldigt sich die Flugsicherung Skyguide für den technischen Fehler und die daraus resultierenden Verspätungen im heutigen Flugverkehr. Für eine Evakuation des Flugsicherungszentrums bestehen Standardprozeduren. Die Flugzeuge, die sich im kontrollierten Luftraum befinden, werden an die Nachbarzentren weitergegeben beziehungsweise an den Tower für eine geordnete Landung. Es werden auch keine Startfreigaben mehr erteilt. Dank diesem geordneten Vorgehen sei die Sicherheit der Flugzeuge jederzeit gewährleistet.

So etwas noch nie erlebt

Der 14-minütige Unterbruch hatte nur geringe Auswirkungen auf den Flugverkehr in Zürich. «Die meisten Flieger waren 15 Minuten verspätet, bei zwei Maschinen, die schon auf der Piste waren, betrug die Verspätung 50 Minuten», so Zöchling von Zürich Airport. Der Betrieb laufe seit 9.07 Uhr wieder normal. Zöchling, die schon seit 27 Jahren beim Flughafen arbeitet, sagt: «Ich kann mich nicht erinnern, dass es zuvor je zu einem ähnlichen Stillstand gekommen ist.»

Auf dem Flughafen München gab es eine einzige Verspätung eines Fluges aus Zürich - die Maschine war 15 Minuten verspätet. Abflüge waren keine betroffen. Edgar Engert, Sprecher des Flughafens in München: «Der Flughafen war zu wenig lang geschlossen, um den Flugverkehr in München stark zu beeinflussen.» Die Störung sei über die Flugsicherung in Brüssel gemeldet worden. Auf dem Flughafen Friedrichshafen gab es wegen des Stillstandes in Zürich einen verspäteten Start eines Businessfliegers.

(bat/meg/feb/dwi/sda)

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