Arbeitnehmer-Wünsche

25. Mai 2016 21:48; Akt: 25.05.2016 21:48 Print

Angestellte wollen Fiffi mit ins Büro nehmen

von S. Spaeth - Firmenwagen, Gratisparkplatz, bezahlte Weiterbildung: Zusatzleistungen steigern die Zufriedenheit. Überraschend wichtig ist vielen Angestellten, dass der Hund mit ins Büro darf.

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Sogar das Weisse Haus hat einen: «Bo», der Büro-Hund von US-Präsident Barack Obama mit dem Leiter des Oval Office Brian Mosteller. (Archivbild) First Lady Michelle Obama geht mit Bo spazieren. Laut einer aktuellen Umfrage von Xing sind Frauen toleranter, was Tiere im Büro angeht. Jeder dritte Befragte stört sich am Geruch der Hunde. Barack Obama mit Bo im Weissen Haus. Darf der Hund mit ins Büro? 27 Prozent der Jobsuchenden würden laut der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu gerne den Hund mit an den Arbeitsplatz nehmen. Weil die Lohnbudgets beschränkt und die Fachkräfte knapp sind, versuchen die Firmen die Mitarbeiter auch über Extraleistungen zu ködern. Zu den Zusatzleistungen gehört beispielsweise die Möglichkeit, den Firmenwagen auch privat nutzen zu können... ...das betriebseigene Fitnesscenter... ...oder Gratis-Kaffee für alle Mitarbeiter. Wirklich wichtig sind den Jobsuchenden allerdings flexible Arbeitszeiten: 51 Prozent der Jobsuchenden wünschen sich laut Kununu diese Möglichkeit. Der von Schweizer Firmen am häufigsten angebotene Benefit ist ein Firmen-Parkplatz. 56 Prozent der Unternehmen bieten dies an, jedoch nur für knapp 9 Prozent der Jobsuchenden ist dies wichtig. 34 Prozent der Jobsuchenden hätten gerne die Möglichkeit, vom Homeoffice aus zu arbeiten. Laut der Erhebung gibt es in 36 Prozent der auf Kununu verzeichneten Schweizer Betriebe diese Möglichkeit. Laut Kununu suchen die Bewerber öfter Firmen, die ein flexibles Arbeiten ermöglichen. Finanzielle und materielle Anreize wie ein Firmen-Mobiltelefon oder vergünstigtes Essen würden weniger nachgefragt als früher.

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Weil die Lohnbudgets beschränkt und die Fachkräfte knapp sind, versuchen die Firmen die Mitarbeiter auch über Extraleistungen zu ködern. Diese gehen von Gratis-Kaffee über Firmenwagen bis zum betriebseigenen Fitnessstudio. «Ein Arbeitgeber soll zeigen, was er zu bieten hat. Im Idealfall schon auf der Website und in den Stelleninseraten», sagt der Human-Resources-Experte und Buchautor Jörg Buckmann zu 20 Minuten. Laut dem langjährigen Personalchef der VBZ sind hier viele Unternehmen im Hintertreffen: «Zusatzleistungen sind Teil der Offerte des Arbeitgebers im Deal Arbeit gegen Geld.»

Umfrage
Stören Sie sich daran, wenn Ihre Arbeitskollegen den Hund mit an den Arbeitsplatz nehmen?
6 %
4 %
23 %
14 %
31 %
22 %
Insgesamt 5403 Teilnehmer

Was sich Arbeitnehmer in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich wünschen, hat die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu aufgrund der Suchanfragen auf der Website erhoben. Ausgewertet wurden zwischen März 2015 und März 2016 über 55'000 Anfragen.

Home-Office und Hunde-Toleranz

Am wichtigsten sind den Arbeitnehmern flexible Arbeitszeiten: 51 Prozent der Jobsuchenden wünschen sich diese Möglichkeit, 55 Prozent der Schweizer Firmen geben an, solche anzubieten. Auf Rang zwei findet sich Homeoffice, was 34 Prozent der Jobsuchenden gerne hätten. Laut der Erhebung gibt es in 36 Prozent der auf Kununu verzeichneten Schweizer Betriebe die Möglichkeit, auch von zuhause aus zu arbeiten. Auf Rang drei der Wünsche landet die Toleranz gegenüber Hunden. 27 Prozent der Jobsuchenden würden laut der Kununu-Erhebung gerne den Hund mit an den Arbeitsplatz nehmen. Dies ist aber nur in 14 Prozent der Schweizer Firmen möglich.

Für Hundebesitzer stellt sich also die Frage: Soll man im Bewerbungsgespräch nach einem Plätzchen für Rex und Fiffi im Büro fragen? Oder sinken damit die Chancen auf den Job gleich gegen null? Für Buckmann ist klar: «Ich rate sofort nach der Hunde-Toleranz zu fragen. Spezielle Anliegen frühzeitig anzusprechen ist ein Gebot der Fairness.» Klar ist: Tiere im Büro sind ein heikles Thema, das zu Spannungen in Teams führen kann. Buckmann glaubt, dass sich viele Angestellte an den Hunden im Büro stören, das Problem aber nicht anzusprechen wagen. «Es will niemand als intoleranter Bünzli gelten.»

Wer auswählen kann, schaut auf Benefits

Für Arbeitnehmer werden laut Kununu-Geschäftsführer Ekkehard Veser zunehmend immaterielle Faktoren wichtiger, wenn sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden. «Wir sehen anhand der Suchanfragen auf unserem Portal, dass die Bewerber gezielter nach Firmen suchen, die ein flexibles Arbeiten ermöglichen», so Veser. Finanzielle und materielle Anreize wie ein Firmen-Mobiltelefon oder vergünstigtes Essen würden weniger nachgefragt als früher. Der von Schweizer Firmen am häufigsten angebotene Benefit ist ein Firmen-Parkplatz. 56 Prozent der Unternehmen bieten dies an, jedoch nur für knapp 9 Prozent der Jobsuchenden ist dies wichtig.

Dass sich Mitarbeiter über Benefits motivieren lassen, glaubt Buckmann nicht: «Der Effekt vieler solcher Leistungen hält meist nicht lange an.» Echte Motivation erreichen Firmen laut Fachleuten eher über spannende Arbeit und gute Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter. Wer allerdings aus verschiedenen Angeboten auswählen kann, schaut eher auf Zusatzleistungen, die ein Arbeitgeber zu bieten hat. «Benefits und Zusatzleistungen sind im Kampf um Talente nicht das Allerwichtigste, ein gutes Anstellungspaket kann aber das Zünglein an der Waage spielen», so Buckmann.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ursina am 25.05.2016 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Hunde beruhigen

    Und wie in NY für die Herren noch eine S..-Box zum relaxen. Unglaublich, was hier alles verlangt wird. Gratiskaffee, Parkplatz, Fitnesscenter, Schwimmbad, Restaurant etc. Na ja, Versicherung haben sowas, aber meist auch nur am Hauptsitz, wo es eine Teppichetage gibt. Alle andern schauen in die Röhre, und ein Zustupf für's die SBB-Billett auch nur für die Chefs, die so schon das 8-fache verdienen. Beschämend. Hingegen finde ich Hunde toll, die beruhigen, wenn es nicht mehrere in einem Büro sind.

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  • Sara am 25.05.2016 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dafür!

    Das würde mir sehr gefallen aber ich denke so weil ich Hunde sehr mag.

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  • Cavi33 am 25.05.2016 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als Platzhalter in den Pausen

    Anscheinend haben wir sonst keine Probleme beim arbeiten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rachel am 26.05.2016 23:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebst Du dein Tier ?

    Ich wuesste zu gerne, was die Tierverbaende dazu meinen wenn Fifi 8 Std in der Ecke in einem ueberheizten Buero sitzt. Liebt man sein Tier schaut man auch dass es sich wohlfuehlt und dass ist definitiv nicht der Fall am Arbeitsplatz ! Fehlte nur noch, dass dananch jeder mitbringt was er gerne hat. Katzen, Baby's etc. Wo kaemen wir den hin ?

  • Petra am 26.05.2016 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hunde-Haar-Allergie

    Es gibt auch Personen wie mich, die allergisch auf Hundehaare reagieren. Deshalb bin ich froh, dass niemand seinen Fiffi mitnimmt :-) Wenn ich ständig Atemprobleme, Schnupfen und beissende/tränende Augen hätte, könnte ich nicht arbeiten. Jedoch wenn es die Mitarbeiter (und die Kunden) nicht stört, warum nicht? Das steigert bestimmt die Motivation, zumindest des Besitzers..

  • Tierfreund am 26.05.2016 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stallbüro

    Eine Zumutung für alle anderen Mitarbeiter. Möchte ja nicht im Stall arbeiten. Als nächstes bringen die noch ihre Babys mit. Die Leute müssen ihre Probleme selber lösen. Sozialisierung der persönlichen Probleme nennt man das.

  • Madara Uchiha am 26.05.2016 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    toll

    nur wen es richtige hunde sind keine kleine barbie puppen. dazu sollten diese hunde manieren haben und ich wär happy :)

  • Thorsten am 26.05.2016 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn es kläfft oder zudringlich wird...

    ...möchte ich das Tier nicht in meiner Nähe haben. Vor allem große Hunde sind mir nicht geheuer.