«Nur» 54 Prozent plus

19. Oktober 2011 00:14; Akt: 19.10.2011 09:53 Print

Apple enttäuscht Analysten – Aktie sackt abApple enttäuscht Analysten – Aktie sackt ab

Es ist selten, doch im jüngsten Quartal ist es passiert: Der Elektronikkonzern Apple hat die Analystenerwartungen nicht erfüllt. Die Börse reagiert prompt.

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Die Kunden haben wohl zugewartet: Kurz vor der Lancierung des neuen iPhone 4S, hier in der Hand von Apple-Co-Gründer Steve Wozniak, gingen rund 3 Millionen Exemplare weniger über den Ladentisch als erwartet. (Bild: Keystone/AP/Paul Sakuma)

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Trotz neuer Rekordzahlen hat der US-Technologiekonzern Apple die Börsen enttäuscht: Zwei Wochen nach dem Tod seines Mitbegründers Steve Jobs legte das Unternehmen seine Quartalszahlen vor, die weit hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieben.

Apple meldete für das Ende September abgelaufene vierte Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen Anstieg des Umsatzes auf 28,3 Mrd. Dollar, der Gewinn stieg lediglich um 54 Prozent auf 6,6 Mrd. Dollar.

Analysten waren von einem Umsatz von 29,7 Mrd. ausgegangen. Die Aktien des wertvollsten Technologiekonzerns der Welt stürzten nach Bekanntgabe der Ergebnisse im nachbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent ab.

Warten auf iPhone 4S

Besonders das iPhone, der grösste Umsatzbringer des Unternehmens, verkaufte sich kurz vor dem Modellwechsel deutlich weniger als zuvor prognostiziert. Statt der erwarteten 20 Mio. gingen nur gut 17 Mio. Smartphones über die Ladentische.

Apple erklärte, die iPhone-Verkäufe hätten den Erwartungen des Konzerns entsprochen. Besonders im September hätten jedoch viele Kunden erst die Vorstellung des neuen Modells 4S abwarten wollen. Ein starker Anstieg der Mac-Computerverkäufe um 27 Prozent auf 4,9 Millionen Geräte konnte die Flaute beim iPhone nicht wettmachen.

Die Hoffnungen bei Apple ruhen nun auf dem neuen iPhone 4S. Das Smartphone wurde in den ersten drei Tagen vier Millionen Mal verkauft und übertraf so die Bestmarke des Vorgängers um das Doppelte.

Besonders erfolgreich war Apple zuletzt mit dem iPad: Im vierten Quartal wurden elf Millionen der Tablet-Computer verkauft, fast dreimal so viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

26 Mrd. Jahresgewinn

Insgesamt verzeichnete das Unternehmen aus Kalifornien im vergangenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben einen Umsatz-Anstieg um 85 Prozent auf mehr als 108 Mrd. Dollar. Zum ersten Mal in seiner Geschichte verkaufte Apple damit Geräte für insgesamt mehr als hundert Milliarden Dollar innerhalb eines Jahres.

Der Nettogewinn stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 26 Mrd. Dollar. Konzernchef Tim Cook erklärte, Apple habe ein bemerkenswertes Ergebnis erzielt. Das Unternehmen gehe «mit Schwung» der Weihnachtszeit entgegen und sehe sich mit seinen neuen Produkten auf dem richtigen Weg.

(dapd)

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  • Patrick M. am 19.10.2011 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Aktienhandel einschränken

    Wieso werden eigneltich Aktien im Sekundentakt gehandelt? Ursprünglich sollten Aktien lediglich Firmen zu Kapital verhelfen und dem Kapitalgeber eine gewisse Rendite. Wieso müssen wir diesen verrücktgewordenen Schattenmarkt überhaupt zulassen, der keinem auf der Welt ausser den Händlern und Banken etwas bringt? Wenn man eine Aktien bspw. frühestens nach einem Monat weiterverkaufen könnte, dann würde man dem Wahnsinn wenigstens etwas den Schwung nehmen.

    • Mr. Ethic am 19.10.2011 17:29 Report Diesen Beitrag melden

      Investmentbanker

      Die Aktien sind das kleinere Übel, viel schlimmer sind die Spekulationen via Derivate oder synthetischen Produkte. Da sollte man mehr regulieren. Das Aktienkapital an sich muss aber auf jeden Fall frei beweglich sein.

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  • Manuel Grämiger am 19.10.2011 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Riesen Theater um nichts

    Unglaublich, dass nun in vielen Kommentaren hier Apple noch verteidigt werden muss. Klar, hat das Unternehmen ein gutes Quartal hinter sich. Trotzdem laufen die Gesetze an der Börse anderst. Wenn Google, Microsoft, IBM oder HP trotz Milliardengewinnnen an der Börse "abstürzen" finden es alle gerechtfertigt, doch hier macht man ein riesen Theater drum herum. Wenn es so ist, dann ist es halt so!

  • Christopher Brun am 19.10.2011 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Analysten...Leute mit Macht

    Das sind genau die Leute,welche auch die letzten Jahre dafür verantwortlich gewesen sind,dass diese Aktie so gepusht wurde..diese Analysten verdienen damit Ihr Geld (und nicht wenig) und sitzen im gleichen Boot wie alle anderen kritisierten Menschen an der Börse...und natürlich geht es auch hier um Macht. Meiner Meinung nach geht der Tod von Jobs einher mit dem direkten Untergang dieser Firma..Ohne iGod wird Apple die Basis des Konzepts der letzten Jahre völlig weggezogen...Jedes Reich ist dem Untergang geweiht - es wird interessant zu beobachten sein, wie lange dies Apple noch halten kann

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