Luftraumsperre

11. Mai 2010 13:56; Akt: 11.05.2010 14:14 Print

Aschewolke verdüstert Swiss-BilanzAschewolke verdüstert Swiss-Bilanz

Der Vulkanausbruch auf Island hat Folgen auf das Geschäft der Swiss: Die Airline transportierte im April über 16 Prozent weniger Passagiere.

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Idylle statt startende und landende Flieger am Flughafen Zürich. Sämtliche Maschinen bleiben auf dem Boden. Die Triebwerke müssen vor der Asche geschützt werden. Am Flughafen in Zürich Kloten geht gar nichts mehr. Der Airport ist fast leer. Einige Wenige verweilten in der Wartehalle. Eine Swiss-Angestellte alleine auf weiter Flur. Der Schweizer Luftraum ist seit dem 17. April ab 0.00 Uhr gesperrt. Die Passagiere von Hunderten von Flügen in Zürich müssen am Boden bleiben. Unzählige Flüge sind gestrichen. Der verlassene Flughafen Zürich. Die gestrandeten Passagieren werden mit Mineralwasser versorgt. Die massiven Störungen im Flugverkehr nach dem Vulkanausbruch in Island dauern weiter an. So sah es in Zürich am 16. April um 08.30 Uhr aus: Sämtliche Flüge Richtung Norden waren annulliert. Auch in Helsinki wurden alle Flugzeuge gegroundet. Für die gestrandeten Fluggäste mussten die Fluggesellschaften Erfrischungen, Mahlzeiten und Unterkünfte zur Verfügung stellen. Passagiere wurden gebeten, sich im Internet zu informieren und bei ihren Fluggesellschaften nachzufragen. Vor den Bahnschaltern am Frankfurter Flughafen kam es am Freitag als Folge der Luftraumsperrung zu langen Warteschlangen. Grund für das monumentale Chaos im Flugverkehr sind gigantische Aschewolken des Eyjafjallajökull-Ausbruchs auf Island. Die Aschewolke zog sich seit Donnertagnachmittag wie ein Band Richtung Süden. Meteorologen befürchten, dass sie sich weiter auf Kontinentaleuropa ausbreiten könnte. Laut Experten spuckt der ausgebrochene Vulkan auf Island weiter Asche. Es gebe kein Anzeichen, dass sich die Aktivität unter dem Gletscher Eyjafjallajökull abschwäche. Die Vulkanasche kann Piloten die Sicht nehmen und die Triebwerke beschädigen. Tausende Flüge von und nach den britischen Inseln waren bereits am 15. April ausgefallen. Als erster wurde der Londoner Flughafen Heathrow geschlossen. Danach folgten Glasgow,... ... Belfast, ... ... und Schiphol in Amsterdam. Auch in Hamburg ... ... und Madrid warteten gestrandete Passagiere auf ihre Verbindungsflüge.

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Die Fluggesellschaft Swiss hat im April wegen der Luftraumsperre nach dem Vulkanausbruch in Island 16,1 Prozent weniger Passagiere transportiert. Im vergangenen Monat flogen 972 608 Passagiere mit Swiss, während es im Vorjahr noch 1 158 794 Fluggäste waren.

Die Lufthansa-Tochter konnte auch weniger Flüge durchführen. Diese nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,8 Prozent auf 10 052 ab. Die Auslastung der durchgeführten Flüge blieb aber hoch. Der durchschnittliche Sitzladefaktor (SLF) lag im April auf dem gesamten Streckennetz bei 80 Prozent und damit 2,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Auf den Interkontinentalstrecken stieg die Auslastung um 5,3 Prozentpunkte auf 84,8 Prozent. Im Europaverkehr verzeichnete SWISS mit 70,5 Prozent einen um 3,8 Prozentpunkte tieferen SLF. Der leichte Rückgang sei vor allem auf eine schwächere Auslastung unmittelbar nach der schrittweisen Aufhebung der Luftraumsperren zurückzuführen.

Die Konsequenzen des Vulkanausbruchs zeigten sich auch deutlich im Angebot an Sitzkilometern, das im April um 12,5 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert lag. Die verkauften Sitzkilometer lagen um 10 Prozent tiefer als im April 2009.

Im April verzeichnete Swiss WorldCargo einen volumenmässigen Frachtladefaktor von 82,2 Prozent. Damit lag der Wert des Frachtladegeschäfts mit plus 18,4 Prozentpunkten deutlich über dem Vorjahr (2009: 63,8 Prozent).

(sda)

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