Erfolgsfaktor Zuwanderung

25. September 2013 16:37; Akt: 25.09.2013 18:06 Print

Ausländer machen die Schweiz schlauer

von Laura Frommberg - Ohne Zuwanderung wäre die Schweiz deutlich weniger gut gebildet. Zu diesem Schluss kommt eine Credit-Suisse-Studie. Die besten Standorte sind Zug und Zürich.

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Zuwanderung ist gut. Zumindest gemäss Thomas Rühl von der Credit Suisse. Der Analyst ist Mitautor der am Mittwoch erschienenen Studie «Standortqualität der Schweizer Kantone und Regionen». Sie misst, wie attraktiv die Kantone für Unternehmen sind. Dafür untersuchte Rühl auch die Ausbildungsqualität.

«Interessant ist vor allem die Veränderung des Ausbildungsstandes in Folge von Migration», sagt Rühl. Wie die Studienautoren herausfanden, machen im Raum Genf Ausländer ein Viertel aller hochqualifizierten Kräfte aus. In Zürich sind es 21 Prozent, in der gesamten Schweiz 17.

Kritik an überlasteter Infrastrukur

Das sei, so der CS-Experte, ein wichtiger Faktor, wenn es um die Wirtschaftsattraktivität eines Standortes gehe. «Aus dieser Sicht ist Zuwanderung also deutlich zu begrüssen», folgert er. Vor allem in Genf kann man die vielen Spitzenkräfte brauchen. Denn trotz Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum schnitt der Westschweizer Kanton nicht gerade gut ab im Standortranking.

Genf landete auf Rang 15 aller Kantone. Die Region hat zehn Plätze eingebüsst, vor allem wegen ungünstiger Steuerbedingungen. Auf den ersten Plätzen sind Zug, Zürich und Basel. Sie punkten mit ihrer Verkehrsanbindung und den verfügbaren Beschäftigten. Für Zürich gibt es Kritik wegen überlasteter Infrastruktur.

Top-Aufsteiger Luzern

Ein Top-Aufsteiger ist Luzern – aus Steuergründen: Wegen der Senkung der Gewinnsteuer im letzten Jahr stösst Luzern von Platz 13 auf Platz 7 vor. Doch der Zentralschweizer Kanton profitierte nicht nur davon – die Autoren gewichteten erstmals auch neue Faktoren. «Früher waren die Distanzen zu Flughäfen unterrepräsentiert», erklärt Rühl. Dadurch, dass Luzern relativ nah am Flughafen Zürich liegt, profitierte es von der neuen Methodik massiv. Dank der neuen Autobahn A4 ist Luzern deutlich besser an den Grossraum Zürich angeschlossen.

Des einen Freud ist des andern Leid: «Bern wurde weniger attraktiv», so Rühl. Der Kanton landete auf Platz 18. Der Flughafen dort sei zu klein und die Verkehrsverhältnisse in der Stadt seien nicht ideal. Neben der Erreichbarkeit von Flughäfen untersuchten die CS-Experten auch die Reisezeiten in die Zentren mit ÖV und Auto. Stau wirkte sich negativ auf die Bewertung aus.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tina Stettler am 25.09.2013 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt nicht!

    Wir haben eines der besten Bildungssysteme. Bestens ausgebildete und schlaue Schweizer. Ich behaupte die Schweizer sind in den meisten Berufen und Tätigkeiten, welche sie ausüben, ihren ausländischen Kollegen weitaus überlegen. In gewissen Tätigkeiten, nimmt mit den ausländischen Beschäftigten die Qualität der Arbeit ab, dies vor allem bei handwerklichen Tätigkeiten.

  • Sam Sung am 25.09.2013 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Danke,Danke...

    Es ehrt mich als Ausländer, fairerweise muss man sagen, wir haben das "Schlausein" auch von den Schweizern gelernt. Also ein Dank den Schweizern.

    einklappen einklappen
  • Walter Portmann am 25.09.2013 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht übertreiben

    30000 ausländische Studenten an den Unis in der Schweiz ! Kein Wunder sollen die zur Steigerung beitragen, die eingenen Kinder haben ja keine Plätze mehr ! Und wer bezahlt das eigentlich alles ?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • haha am 25.09.2013 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hochqualifiziert? 

    Was heisst denn hier hochqualifiziert?^^ Das Abitur aus Deutschland würde noch so mancher Schweizer Sekschüler auch bestehen! Kleine vergessengegangene Randnotiz: Die Schweiz hat 23% ausländeranteil. Der Anteil hochqualifizierter ausländer beträgt nur 17%. Also von wegen, das Bildungsniveau wird angehoben..

  • hans von Atzigen am 25.09.2013 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz am Verblöden?

    Verblödung in der Schweiz??? Ja das macht sich immer ausgeprägter breit. Weniger bei der breiten angestammten Bevölkerung, jedoch sehr ausgeprägt bei den Tonangebenden Eliten in Politik, Wirtschaft und sehr ausgeprägt bei den Medien.

  • Beat F. am 25.09.2013 22:00 Report Diesen Beitrag melden

    Erst mal vor der Haustüre kehren...

    Wenn man sich die Rechtschreibung so mancher Eiferer hier ansieht, dann macht man sich schon Gedanken zur Bildung mancher Eidgenossen.... dabei haben wir doch angeblich eine hochwertige Bildung, viel besser, als im Ausland!

  • Rummi Fummi am 25.09.2013 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Können nicht Schuhe binden Doktoren

    nur weil dort die Ausländer mit den fetten Diplomen und keiner Erfahrung auf ihrem Gebiet hocken, ist die Schweiz noch keinen Sprutz besser gebildet, aber wenn Deutsche Deutsche bewerten, kommt das halt so

  • Unqualifizierter Eidgenosse am 25.09.2013 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Lach, lach, Herr Rühl

    Mit einer Studie lässt sich so ziemlich jede einfältige Aussage machen. Gerade im Kanton Genf wimmelt's nur so von hochqualifizierten Ausländern (CERN, Uni, Uno, Dell, HP, Dow Chemical, etc.). Dem Namen nach sind sie Deutscher und arbeiten bei der CS. Lesen Sie mal Schriftstücke, die von Ihren hochqualifizierten deutschen Arbeitskollen verfasst wurden. Da erleben Sie Ihr blaues Wunder.