Wohnungsbau

22. November 2012 14:34; Akt: 22.11.2012 14:53 Print

Bauboom in der Stadt Zürich hält an

So viele Wohnungen wie 2011 wurden in der Stadt Zürich seit den 1960er-Jahren nicht mehr gebaut. Nutzniesser dieser Entwicklung sind die örtlichen Baufirmen.

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Baustelle im Zürcher Kreis 11. (Bild: Keystone)

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In der Stadt Zürich wird weiter kräftig gebaut. Im vergangenen Jahr (2011) wurden 2307 Wohnungen fertig gestellt. Ein Ende des Baubooms ist nicht in Sicht, die Auftragsbücher der Firmen sind voll. Momentan befinden sich rund 4900 Wohnungen im Bau. Ein Viertel davon liegt im ehemaligen Industriequartier in Zürich-West, ein weiteres Viertel in Zürich Nord. Dort entstehen allein im Quartier Seebach 643 Wohnungen, wie Statistik Stadt Zürich am Donnerstag mitteilte.

Über 3000 Neubauwohnungen entstanden im Stockwerkeigentum, also jede fünfte. Der Wohnflächenverbrauch pro Person beträgt im Wohneigentum 57 Quadratmeter pro Person und liegt damit 12 Quadratmeter über den übrigen Neubauwohnungen.

Kreis 11 wächst

Die rege Bautätigkeit im Norden Zürichs wirkt sich auf die Wohnbevölkerung aus: So rechnet man damit, dass die Wohnbevölkerung im Kreis 11 von gegenwärtig rund 68'000 bis 2015 um über 7000 Personen anwachsen wird.

Nutzniesser dieser Entwicklung sind die örtlichen Baufirmen. Diese beurteilten die Geschäftslage im 3. Quartal 2012 als sehr gut, wie eine Konjunkturumfrage im Auftrag von Statistik Stadt Zürich zeigt. Die Firmen verfügen derzeit über Aufträge für fast zehn Monate, im Bauhauptgewerbe sogar für ein ganzes Jahr.

Noch mehr Aufträge werden für das Schlussquartal 2012 erwartet. Die Unternehmen beabsichtigten deshalb, den Personalbestand aufzustocken, heisst es in der Mitteilung.

Neubauwohnungen grosszügiger als früher

Auf Zürcher Boden sind zwischen 2001 und 2011 insgesamt 15'959 Wohnungen entstanden. Der Wohnungsbestand nahm in dieser Zeit um 5,8 Prozent auf 209'754 Einheiten zu. Die Hälfte der neu erstellten Wohnungen verfügt über vier oder mehr Zimmer.

Am meisten gebaut wurden 4-Zimmer-Wohnungen. Die rund 5500 neuen Einheiten weisen im Durchschnitt eine Wohnfläche von 118 Quadratmetern auf. Diese Fläche ist grosszügiger bemessen als früher: So lag der Durchschnittswert bei 4-Zimmer-Wohnungen in der Bauperiode zwischen 1991 und 2000 bei 111 Quadratmetern, zwischen 1981 und 1990 bei 106 Quadratmetern, wie Michael Böniger von Statistik Stadt Zürich auf Anfrage sagte.

Grosszügiger geplant wird heute auch bei den 3-Zimmer-Wohnungen. Die zwischen 2001 und 2011 entstandenen Wohnungen dieser Kategorie weisen durchschnittlich rund 96 Quadratmeter auf, während es in der vorherigen Dekade noch 88 Quadratmeter waren (1981-1990: 84). Deutlich tiefer liegt der Durchschnitt übrigens bei den städtischen 3-Zimmer-Wohnungen. Dort beträgt die Wohnfläche gerade einmal 74 Quadratmeter.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hans muster am 22.11.2012 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    billiger?

    werden die wohnungen dadurch billiger? natürlich nicht...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • hans muster am 22.11.2012 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    billiger?

    werden die wohnungen dadurch billiger? natürlich nicht...

    • Frank am 23.11.2012 11:41 Report Diesen Beitrag melden

      doch...

      relativ gesehen schon. Es gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Würde nicht so intensiv gebaut würden die Wohnungen viel teurer. So werden sie wohl nicht billiger, aber zumindest weniger teurer.

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