Neue Währung

03. Juni 2013 09:09; Akt: 03.06.2013 11:44 Print

Bitcoins erreichen die Tourismusbranche

Vermietungs-Portale entdecken die Internet-Währung Bitcoin. Der Zahlungsverkehr soll damit vereinfacht werden. Schweizer Touristiker stehen der E-Währung noch skeptisch gegenüber.

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Bitcoins für Schweizer Ferienhäuser? Erste Online-Vermittlungsportale versuchen es mit der Internet-Währung. (Bild: Keystone)

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Eine Berghütte in Österreich und eine Handvoll Hotels: Bis anhin hat sich das Interesse an der Internet-Währung Bitcoin im Tourismus in Grenzen gehalten. Das könnte sich nun ändern, wie die Branchenzeitschrift «Travel Inside» berichtet. Als eines der ersten bietet das deutsche Touristik-Portal unterkunft.de Vermietern und Gastgebern die Option an, mit Bitcoins zu bezahlen.

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Das Portal vermittelt über 20'000 Unterkünfte in Europa, Russland, China, Japan, Australien, Nordamerika und Nordafrika. Darunter sind auch zahlreiche Hotelzimmer und Ferienwohnungen aus der Schweiz.

Weltweite Zahlungen vereinfachen

Das Portal erhofft sich von der Bezahlung mit Bitcoins eine Vereinfachung der Zahlungsvorgänge weltweit sowie die Verminderung von Wechselkursschwankungen. «Unser Portal ist so angelegt, dass Menschen ohne grosse Bürokratie oder Barrieren miteinander in Kontakt kommen und auch an unkonventionellen Orten Ferien machen können. Deswegen probieren wir auch die Bezahlung mit Bitcoins aus», sagt Geschäftsführer Matthias Ziegler.

Auch 9flats, ein Spezialist für die Vermittlung von privaten Bed&Breakfast-Angeboten, ist auf den Bitcoins-Zug aufgesprungen. Aus dem gleichen Grund: «In der Vergangenheit hatten wir oft Schwierigkeiten beim Transfer von Geldern», sagt Stephan Uhrenbacher, Chef von 9flats. Die Gastgeber hätten mehrfach nach anderen Zahlungsmöglichkeit gefragt.

Nicht zum Geld anlegen

Uhrenbacher warnt aber auch vor den Tücken der Bitcoins: «Wir glauben, dass Bitcoin eine sehr gute Methode für den Transfer von Geldern ist, nicht aber ein sicherer Weg, um sein Geld anzulegen.» Der Wert Internet-Währung hat in letzter Zeit erheblich geschwankt. Noch Mitte April war von einer Euphorie die Rede, als für einen Bitcoin bis zu 203 Euro (252 Franken) gezahlt wurden. Momentan bewegt sich der Kurs bei knapp 100 Euro.

Daneben sind Bitcoins auch wegen Sicherheitsbedenken und der Gefahr einer Spekulationsblase in Verruf geraten. So kämpft der wichtigste Handelsplatz für Bitcoins, Mt. Gox, immer wieder gegen Hackerangriffe. Zurzeit wird die Währung zudem zunehmend von Spekulanten gehortet, Dadurch entsteht eine Blase.

Schweizer Touristiker vorsichtig

Für die Schweizer Touristiker ist der Bitcoin deshalb noch kein grosses Thema: «Ich bin gespannt, ob die Währung sich im Tourismus überhaupt durchsetzt», sagt Roland Schegg, Dozent an der Hochschule für Wirtschaft und Tourismus in Siders.

Bis anhin handle es sich wohl um einen Markt, der in besonderen Zirkeln eine Rolle spiele: «Es ist für gewisse Anbieter sicher auch gutes Marketing, wenn sie das Bitcoin-Angebot hervorheben können», urteilt er. Um die Auswirkungen der neuen Währung auf den Tourismus zu beziffern, sei es aber noch zu früh.

(egg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Süsse am 03.06.2013 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Fizzers

    Ich bezahle immer mit Fizzers . Klappt super.

  • blooper am 03.06.2013 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wer nutzt die neue Währung schon?

    Hier haben Leute angegeben dass sie bereits mir der neuen Währung bezahlen -?? Also ihr tauscht CHF in USD um und dann in BTC um mit BTC zahlen zu können? Oder habt ihr alle FPGA's oder ASIC's am laufen? Was kauft ihr denn mit bitcoins, Schutzhüllen fürs Handy?

  • royal_island am 03.06.2013 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht!

    ACHTUNG: Internetwährungen werden gerne für die Geldwäscherei benutzt daher lasst die Finger davon!

Die neusten Leser-Kommentare

  • smithy am 03.06.2013 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte keine Digitale Währung

    Bitcoins wurden scho einmal gehackt und vervielfacht! Alles was Digital ist, wird nie sicher sein!

    • LKTechnik am 03.06.2013 18:08 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte keine Noobs

      Du hast dich nicht wirklich informiert... Die bitcoins kann man gar nicht "Hacken" man kann nur andere peers im netz überzeugen das man geld besitzt was man nicht hat, und dies ist relative schweer

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  • Rechtsanwalt am 03.06.2013 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Haha...

    "Das Portal erhofft sich von der Bezahlung mit Bitcoins eine Vereinfachung der Zahlungsvorgänge weltweit sowie die Verminderung von Wechselkursschwankungen" - hinsichtlich des letzten Elements kann man eigentlich nur noch lachen...

  • Süsse am 03.06.2013 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Fizzers

    Ich bezahle immer mit Fizzers . Klappt super.

  • Ernst am 03.06.2013 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte auch keinn grosses Thema werden

    CH-Regierung sollte solche Machenschaften gesetzlich verbieten.

    • Josef Koller am 06.06.2013 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Verbieten-sofort

      Klar, ist ja auch eine Bedrohung für die Schweiz! Wenn jeder Bitcoins hat, dann braucht keiner ein Schweizer Nummernkonto, und die Schweizer müssen sich wieder vom Tourismus und Käseexport ernähren. Also verbieten - sofort!

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  • Fritz am 03.06.2013 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Finger weg!

    Lasst ja die Finger von Bitcoins. Ist knapp eine Woche her haben die Amis schon die virtuelle Währung LibertyReserve.com kassiert aus ähnlichen Gründen (Geldwäsche, fehlende Transparenz...).

    • herzmeister am 03.06.2013 16:14 Report Diesen Beitrag melden

      Finger hin!

      Das können die ja mal versuchen, das Bitcoin-System einzukassieren. Wurde mit dem FileSharing-Netzwerk BitTorrent auch versucht, aber vergeblich, da peer-to-peer und dezentral, genau wie Bitcoin.

    • J.K. am 03.06.2013 18:10 Report Diesen Beitrag melden

      Finger hin ++

      Jup Finger hin... hab mir gerade ein schönes neues Auto von meinen verdiensten im Trading gekauft...

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