Prämienanstieg

28. September 2011 23:43; Akt: 29.09.2011 08:37 Print

Bittere Pille für Innerrhoder und BaslerBittere Pille für Innerrhoder und Basler

von Alex Hämmerli - Bei der neusten Prämienrunde der Krankenkassen kommen junge Innerrhoder besonders schlecht weg. Trotz saftigem Aufschlag müssen sie aber bei weitem nicht so viel blechen wie die Basler.

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Die aktuelle Erhebung der durchschnittlichen Krankenkassenprämien zeigt zwar, dass es 2012 nur zu einer mässigen Prämiensteigerung von durchschnittlich 2,2 Prozent kommen wird. Doch einmal mehr bestehen zwischen den Kantonen und den verschiedenen Altersgruppen gewaltige Unterschiede. Mit Abstand am meisten müssen kommendes Jahr erneut die über 26-Jährigen Einwohner von Basel Stadt blechen: Erstmals in der Geschichte der Schweizer Krankenkassen beträgt hier die Durchschnittsprämie (inklusive Unfall) 500 Franken pro Monat. Aufs Jahr aufgerechnet rupfen die Krankenkassen den Baslern somit saftige 6005 Franken aus der Tasche. In Genf, wo die Kassen am zweitteuersten sind, sind es 5552 Franken.

In der Gruppe der über 26-Jährigen zahlen 2012 die Nidwaldner am wenigsten. Bei ihnen kommen im Schnitt 292.27 Franken im Monat zusammen, pro Jahr also 3507 Franken. Das sind fast 2500 Franken weniger als in Basel Stadt. Knapp darauf folgt der Kanton Appenzell Innerrhoden: Dort zahlt der Durchschnitts-Einwohner 3510 Franken. Allerdings ist dort der Prämienanstieg mit 5,5 Prozent auch am höchsten. Pro Monat zahlen die Innerrhodener 2012 gut 15 Franken mehr als im laufenden Jahr.

Innerrhoder zahlen deutlich mehr

Noch stärker steigen die Prämien bei den 18- bis 25-Jährigen Innerrhoder. Sie zahlen im kommenden Jahr 9,1 Prozent oder 22,22 Franken im Monat mehr als 2011. Damit kommen sie aber immer noch verhältnismässig gut weg. In der Alterskategorie zahlen sie mit 3190 Franken im Jahr am zweitwenigsten, nach den Nidwaldnern mit rund 3090 Franken. Am meisten berappen müssen die Basel-Städter Jugendlichen. Ihr Konto wird jährlich um 5402 Franken erleichtert.

Dasselbe Bild zeigt sich bei den unter 19-Jährigen: Mehr als 100 Franken pro Monat zahlen die, die in Basel Stadt, Genf oder im Waadtland wohnen. Am wenigsten zahlen die jungen Nidwaldner, Urner und Appenzeller.

Wieso die grossen Unterschiede?

Branchenkenner Felix Schneuwly erklärt gegenüber 20 Minuten Online die grossen Unterschiede zwischen den kantonalen Prämien: Im Grundsatz gelte, wo mehr medizinische Leistungen bezogen würden, bezahle man auch mehr. Soll heissen: Weil die Einwohner der Westschweiz sowie Städter kulturell bedingt mehr zum Arzt gehen und mehr Medikamente konsumieren, sind deren Prämien auch höher als etwa in einem ländlichen Kanton der Zentralschweiz.

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  • Markus R. am 29.09.2011 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Behandlung oder Heilung?

    Gemäss KVG müssen Leistungen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein. Doch es wird viel zu viel behandelt anstatt geheilt. Alles, was nicht zur Heilung führt sollte nicht mehr von der obligatorischen KK bezahlt werden müssen. Von mir aus wäre eine mehrklassige Medizin eh sinnvoller, kann dann ein jeder selber Entscheiden, was ihm seine Gesundheit wert ist. Oder noch besser, das Obligatorium wieder abschaffen. Ich bin schon lange frustriert über die Wohlfühlmedizin, die sich andere auf meine Kosten leisten.

  • Cecile am 29.09.2011 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich

    Das aller schlimmste finde ich, dass Arbeitslose keinen Rappen bezahlen und andere die den Minimallohn erhalten alles selber bezahlen müssen. Warum noch arbeiten?

    • kellerpeter am 05.04.2012 06:51 Report Diesen Beitrag melden

      verständlich

      Arbeitslose bezahlen, Sozialhilfeempfänger nicht. Ich arbeite nicht mehr (die letzten 10 Jahre temporär). Heute bin ich ein Sozialfall...und ja: Arbeit lohnt sich nicht mehr, da haben Sie leider recht.

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  • Päde am 29.09.2011 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Boni/Medikamentenpreise

    Ich denke, solange die Medikamentenpreise und die Löhne/Boni in gewissen Bereichen von Pharmaindustrien so hoch sind, wird sich in absehbarer Zeit auch nicht viel ändern...

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