Post-Chefin Ruoff

17. Dezember 2012 05:35; Akt: 17.12.2012 06:22 Print

Briefpost wird künftig mehr kosten

Weil das Volumen der Briefpost jedes Jahr um rund zwei Prozent zurückgeht, kündigt Post-Chefin Susanne Ruoff Preiserhöhungen an. Schuld sei vor allem die digitale Konkurrenz.

storybild

Die Schweizer Briefpost wird künftig teurer, sagt Post-Chefin Susanne Ruoss. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Verschicken von Briefen dürfte künftig mehr kosten: Die neue Post-Chefin Susanne Ruoff stellt in einem Interview mit der Zeitung «Nordwestschweiz» eine Erhöhung der Preise in Aussicht. Konkrete Zahlen nannte sie aber keine.

Umfrage
Was halten Sie von den Preisen für die Schweizer Briefpost?
12 %
40 %
48 %
Insgesamt 5567 Teilnehmer

«Man muss sich auch in Zukunft auf Preiserhöhungen einstellen», sagte Ruoff, die seit Anfang September an der Spitze der Post steht. Der Preis von einem Franken für einen A-Post-Brief decke die Kosten im Privatkundengeschäft heute nicht. Für nächstes Jahr seien bei den A- oder B-Briefen aber noch keine Preiserhöhungen vorgesehen.

Reaktion auf WhatsApp und Co.

Notwendig wird ein Aufschlag laut der Post-Chefin, weil immer weniger Briefe verschickt werden. Das Volumen der Briefpost gehe jedes Jahr um rund zwei Prozent zurück.

«Die Jungen von heute schreiben nur noch selten Briefe, sie kommunizieren per E-Mail, tauschen sich per Facebook oder Whatsapp aus und bringen Geschenke gleich selber vorbei», sagte Ruoff. Auf diese Entwicklung müsse die Post reagieren.

Briefpost wird nicht verschwinden

Ruoff glaube zwar nicht, dass die Briefpost eines Tages ganz verschwinden werde. Die Frage sei aber, wo sich das Volumen von heute fast fünf Milliarden Briefsendungen und Zeitungen pro Jahr dereinst einpendeln werde und wie weit die Gewinne sinken würden. «Davon wiederum hängen die Stückkosten und damit die Preise ab», sagte Ruoff.

Derzeit verlangt die Post für einen A-Post-Brief einen Franken, für einen B-Post-Brief 85 Rappen. Diese Preise waren letztmals vor neun Jahren erhöht worden.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Ausgewählte Leser-Kommentare

Jetzt sind wieder einmal die Jungen schuld? Also, wenn ich z.B. allein daran denke, wieviele Bewerbungen (z.B. für Lehrstellen) sie verschick(t)en, finde ich diese Rechtfertigung nicht fair. Auch sind es eher die Jungen, die diverse Belege, Bestätigungen, usw., verschicken müssen. Die Post würde besser (Verbilligungs-)Aktionen starten, denn nicht selten holt man mit der so verkauften Menge mehr heraus als mit einer Verteuerung. Und es gäbe mehr zufriedene Kunden. – Nella Müller

Dass die Post Marktanteile verliert ist Tatsache. Das hat wenig mit Preiserhöhungen für Briefe zu tun. Trotzdem scheint es mir zu einfach, wenn höhere Preise vom Post Management als Lösung des Problems gefordert werden. Ich denke, dass die Paketpost, deren Volumen eindeutig zunimmt, satte Gewinne einfährt und so in der Lage sein müsste, den Schwund bei der Briefpost zu kompensieren. Monopoldenken im Post Management hilft niemandem. In der Privatindustrie wären solche Ideen verpönt. Dort kämpft man eben um jeden Rappen! – Changi

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marcel am 17.12.2012 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Poststellen schliessen - ALLE

    Schliesst endlich die Poststellen. Die braucht ein moderner Mensch nciht mehr. Zudem sind die Dienstleistungen an der Tür durch den Pöstler viel praktischer.

  • Pesche G. am 17.12.2012 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schnecken-Post

    Der Briefwechsel geht nicht nur wegen den elektrischen Medien zurück. Die Post baut schon lange Leistungen ab. So werden zB Briefkästen nur noch am Abend geleert, und mein Massenversand (direkt auf der Post aufgegeben) kommt erst nach 5 Arbeitstagen bei den letzten Empfängern an. Aber eben, man hat ja Alternativen und lebt damit gut.

  • oblander am 17.12.2012 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    preise müssen angepasst werden!

    Zeit währe es.......

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcus Ballmer am 17.12.2012 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    @Marie

    Keine Ahnung, in welcher Schweiz Sie leben. In meiner Schweiz - da wo ich wohne - sind A-Post-Briefe anderntags immer beim Empfänger, B-Post spätestens nach 2 - 3 Tagen. Für Päckli klingelt der Pöstler ohne Ausnahme, kommt sogar abends nochmals vorbei, wenn man nicht zu Hause war. Vielleicht liegt's ja bei Ihnen gar nicht an der Post, wer weiss, wer weiss...

  • anonym am 17.12.2012 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht nur preiserhöhung

    habe jetzt überall nur gelesen dass die preise immer angehoben werden. auch schon mal bemerkt dass der grossbrief von 2.40 auf 2.00 franken gesunken ist?

  • Der Schlaue am 17.12.2012 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ja LOGISCH!

    Ja logisch! Je teurer die Briefe je weniger Kunden! Diese Ruoff sollte mal eine RICHTIGE Ausbildug machen. Erster Fehler...der zweite kommt sogleich....

  • Hansruedi Gabathuler am 17.12.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unvoreingenommen

    von den vorhergehenden Kommentaren: Ich denke, man würde in der Schweiz schon ein Freudefest feiern wenn die Post die Preise mal NICHT erhöht sondern LEDIGLICH stabil behält. Innovatives Unternehmen? Leider Fehlanzeige.

  • Marie am 17.12.2012 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Macht doch nichts!

    Schweizers zahlen ja gerne für weniger Service. Vor allem sind wir es ja von überall her gewöhnt. Für einen B-Postbrief 7 Tage warten, für einen A-Postbrief 3 Tage. Die Postboten klingeln schon gar nicht mehr für Briefe und Pakete; sie hinterlassen eine Abholungseinladung im Briefkasten. Ja, her mit den Preiserhöhungen!

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren