Keine Anzeichen

07. September 2010 22:47; Akt: 07.09.2010 22:54 Print

CS sieht keine Schweizer ImmobilienblaseCS sieht keine Schweizer Immobilienblase

von Elisabeth Rizzi - Die Ökonomen der CS glauben nicht an eine Immobilienblase – aber an ein langsameres Wachstum für 2011.

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Martin Neff, der Chefökonom der Credit Suisse, stellt sich gegen die Nationalbank SNB und die Finanzmarktaufsicht Finma: Im Gegensatz zu ihnen sieht er keine Anzeichen einer Immobilienblase. «Das Hypothekarvolumen in der Schweiz ist nicht wegen Immobilien­spekulationen und Tiefzins­angeboten der Banken gewachsen», sagte er gestern am CS-Jahresausblick.

Es bestehe ein tatsächlicher Nachholbedarf für Wohneigentum. «Das Volk der Mieter wird zu einem Volk der Käufer, weil derzeit historisch tiefe Zinsen und eine günstige Refinanzierung breiten Bevölkerungsschichten den Immobilienerwerb ermöglichen.» Die CS mache weder einen hohen Anteil spekulativer Immobilientransaktionen noch einen Angebotsüberhang aus. Und von den 724 Mia. Fr. Hypothekarforderungen in der Schweiz würden nur 13 Mia. Fr. zu einer riskanteren Belehnungsgruppe zählen.

Was die Konjunkturaussichten für 2011 betrifft, ist Neff allerdings zurückhaltend und warnt vor Überschwang: «Das Tempo der aktuellen Wirtschaftserholung überrascht. Aber der Aufschwung ist nicht nachhaltig.» Fürs kommende Jahr erwartet er ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) werde nur noch um 1,2% statt wie im aktuellen Jahr um 2,4% wachsen.

Allen voran wird gemäss dem Wirtschaftsexperten die Exportindustrie die derzeit rasanten Wachstumsraten nicht weiter halten können.

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