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Set-Top-Boxen
21. Oktober 2009 23:10; Akt: 21.10.2009 19:42 Print
Cablecom gibt nach
von Elisabeth Rizzi - Cablecom will künftig auf den Zwang zu eigenen Set-Top-Boxen verzichten. Der Konsumentenschutz bleibt trotzdem hart.
Mit Getöse gab Cablecom diese Woche bekannt, auf den Set-Top-Boxen-Zwang bei Digital-TV verzichten zu wollen. Bislang müssen Cablecom-Kunden für alle digitalen Kanäle eine unternehmenseigene Box mieten oder kaufen. «Der Druck war gross, dass sich Cablecom bewegt», begründet Mediensprecher Hans-Peter Nehmer das plötzliche Eingehen auf die Proteste von Konsumentenschützern. Eine Innovation ist das aber nicht. «Tatsächlich bieten andere grosse Kabelnetzbetreiber schon länger Empfangslösungen ohne Set-Top-Boxen», so Claudia Bolla, Geschäftsführerin des Branchenverbandes Swisscable. Es handelt sich um Verschlüsselungskarten, die mit einem Modul direkt ins Fernsehgerät eingeschoben werden.
Cablecom verzichtet auf den Set-Top-Boxen-Zwang beim Digital-TV.
Beim Konsumentenschutz hält sich die Begeisterung über das Einknicken der Cablecom in Grenzen. «Wir sind zwar erfreut über den Schritt. Aber wir halten an der bereits in Gang gesetzten Gesetzesrevision fest», bestätigt Konsumentenschützerin und Ständerätin Simonetta Sommaruga. Sie hatte aufgrund des Set-Top-Boxenzwangs bei Cablecom im Parlament eine Motion zur Befreiung der Fernsehkonsumenten eingereicht. Das Gesetz wird nun angepasst.




























