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Luxus-Produkte
05. Dezember 2012 07:35; Akt: 05.12.2012 10:51 Print
Chinesen planen Shoppingmeile in Basel
von Valeska Blank - Investoren aus China wollen im Raum Basel ein exklusives Einkaufscenter bauen – für ihre eigenen Landsleute. In Luzern und Interlaken dürfte man sich darüber nicht besonders freuen.

Macht Basel bald Luzern konkurrenz? Ein neues Luxus-Shoppingcenter soll Gäste aus Asien nach Basel locken. (Bild: Keystone)
Chinesische Touristen lassen in der Schweiz ordentlich Geld liegen. 350 Franken geben sie laut dem Tourismus Monitor pro Tag aus. Doch nicht alle Destinationen erhalten gleich viel vom lukrativen Kuchen. Während sich Destinationen wie Luzern, Interlaken und Zürich ob der explodierenden Wachstumsraten von chinesischen Besuchern die Hände reiben, wünscht sich Basel deutlich mehr Gäste aus dem Reich der Mitte.
Ein Luxus-Shoppingcenter soll nun die Stadt am Rheinknie für chinesische Touristen attraktiver machen. Wie Radio DRS am Dienstag berichtete, prüfen chinesische Investoren derzeit den Bau eines Einkauftempels im Dreiländereck. Zielgruppe: Die eigenen Landsleute. «Das touristische Potenzial bei den chinesischen Gästen ist in der Region Basel noch lange nicht ausgeschöpft», begründet Projektberater Marcel Tschudin die Standortwahl im Gespräch mit 20 Minuten.
Reisecars sollen in Basel halten
Der Schweizer hat bis vor Kurzem für eine Tochtergesellschaft von Louis Vuitton gearbeitet und hilft den chinesischen Investoren bei der Projektrealisierung. Ein Luxus-Shoppingcenter biete eine gute Gelegenheit, die asiatischen Touristen in Basel abzufangen. «Ihre Route in den Reisecars führte bisher meist an Basel vorbei.» Da Luxusprodukte bei den asiatischen Gästen zuoberst auf ihrer Einkaufsliste stehen, soll die Shopping-Meile international bekannte Labels beinhalten. «Wir denken da an Brands wie Louis Vuitton, Hermès oder Chanel», so Tschudi.
Bei Basel Tourismus weckt das Projekt grosse Hoffnungen. «Das Einkaufszentrum hätte einen positiven Effekt und könnte unseren eher kleinen Anteil am Wachstumsmarkt China erhöhen», sagt Marketingleiter Christoph Bosshardt. Basel sei als Etappendestination auf dem Weg nach Luzern und Interlaken ein attraktives Ziel.
Tourismusexperte ist skeptisch
Weniger euphorisch äussert sich Tourismusprofessor Urs Wagenseil von der Hochschule Luzern. Von der Shopping-Lust der Chinesen ist er zwar überzeugt. Dennoch bezweifelt er die Auslastung des geplanten High-End-Einkaufstempels ausschliesslich mit chinesischen Touristen: «Es braucht wohl mehr als nur diese Touristengruppen, um profitabel zu sein.»
Derzeit befindet sich das Shoppingcenter-Projekt in einer frühen Projektphase. Die chinesischen Investoren waren vor zwei Wochen in der Schweiz und haben die möglichen Standorte besichtigt. Diese befinden sich laut Tschudin teils auf Basler Stadtgebiet, aber auch Immobilien im grenznahen Deutschland und Frankreich sollen infrage kommen.
Basel zählte von Januar bis September dieses Jahres laut dem Bundesamt für Statistik nur knapp
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Alle 97 Kommentare

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Ist das wirklich nötig?
....natürlich sind Touristen in der Schweiz jeder Zeit willkommen, aber muss man deshalb gleich spezielle Einkaufshäuser für spezifische Nationalitäten bauen? Ich bin der Meinung dass wir auch ohne solchen Investitionen genügend für unsere Touristen zu bieten haben.......
Keine Sorge,
wir Schweizer nehmen von jedem Geld. Es spielt keine Rolle von wem und womit er es verdient hat. Und wer noch richtig viel bringt, wird neidisch verachtet und unfreundlich behandelt. Machen wir so weiter, unsere Verkaufsmasche scheint zu funktionieren. Sicherlich liebt und vergöttert uns man international dafür.
Chance mit Zukunft
China ist für die Schweiz eine Riesen-Chance. Wenn wir feststellen müssten, dass die Chinesen überhaupt keine Interessen hätten, in der Schweiz zu investieren, das wäre dann mega traurig für die Schweiz!