Preisanstieg

14. September 2017 08:26; Akt: 15.09.2017 09:07 Print

Das iPhone X ist doppelt so teuer wie das allererste

von Raphael Knecht - 1199 Franken, so viel muss man mindestens für das iPhone X hinblättern – wir blicken auf die Preise der Apple-Smartphones zurück.

Das iPhone X ist das teuerste Smartphone auf dem Markt. Telekomexperte Jean-Claude Frick erläutert die Hintergründe und gibt Tipps, wie man sich ein Exemplar sichern und finanzieren kann. (Video: 20 Minuten)
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Wer 2007 das allererste iPhone kaufen wollte, musste umgerechnet und unter Berücksichtigung der Inflation mindestens 597 Franken bezahlen. Apples neuestes Modell kostet doppelt so viel. Für 1199 Franken oder mehr werden Kunden ab dem 3. November das iPhone X kaufen können.

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Damit ist das Flaggschiff von Apple das teuerste Smartphone auf dem Markt, wie Telekom-Experte Jean-Claude Frick von Comparis im Video oben sagt. Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple, bezeichnet das iPhone X als «Zukunft des Smartphones». Wer an der Zukunft teilhaben will, muss also ordentlich zahlen. Für das Spitzenmodell des iPhone X mit 256 Gigabyte Speicher verlangt Apple 1389 Franken.

iPhone 8 ebenfalls teurer als Vorgänger

Auch beim günstigeren iPhone 8, das Ende September erscheinen soll, kommt es zum Preisanstieg. Es ist das erste Basismodell eines iPhones, das über 800 Franken kostet. Der Aufpreis ist bemerkenswert, weil die günstigsten Ausführungen der iPhones 3G, 4, 5, 6 und 7 laut der Schnäppchen-Plattform Cuponation bei der Lancierung jeweils für rund 750 Franken zu haben waren. Apple hat auf Anfrage von 20 Minuten noch nicht zu diesem Anstieg Stellung genommen.

Die Preise sind zwar hoch, in der Schweiz bekommt man iPhones laut Cuponation allerdings generell am günstigsten. Auch für das iPhone 8 gelten vergleichsweise gute Preise: In Deutschland kostet das Smartphone umgerechnet 917 Franken – 78 Franken mehr als in der Schweiz. Im Vereinigten Königreich verlangt Apple dafür umgerechnet 886 Franken, immer noch 47 Franken mehr.

Keine günstigere Ausführung

Eine Budget-Version des neuen Flaggschiffs hat Apple nicht angekündigt. Bei anderen Modellen gibt es aber solche Angebote. Das günstigste darunter ist das iPhone 4s, das es bereits bei der Lancierung für 449 Franken gab. Auch das iPhone SE kostete von Anfang an weniger als 500 Franken.

Vom iPhone 8 enthüllte Apple bislang nur eine Plus-Variante. Diese soll ab 959 Franken erhältlich sein. Auch das ist der bisher höchste Preis für ein Plus-Modell. Das iPhone 7 Plus kostete mindestens 899, das 6 Plus und 6s Plus 879 Franken.

Das Gigabyte wird günstiger

Die Kosten pro Gigabyte sind in den letzten Jahren allerdings stetig gesunken. Laut Cuponation kostete ein Gigabyte Speicher im iPhone 3G über 75 Franken. Beim iPhone 7 war es noch rund ein Sechstel: 11.50 Franken. Der Grund: Die Preise der Smartphones blieben konstant, während die Kapazitäten stiegen.

Nun rutscht der Preis eines Gigabytes unter 10 Franken: Beim iPhone 8 sind es rund 9.50 Franken. Ein Gigabyte auf dem iPhone X kostet allerdings noch 12 Franken. Cuponation berechnet diese Werte anhand sämtlicher Ausführungen eines Modells – die Kosten pro Gigabyte sind ein Durchschnittswert. Diesbezüglich ist das iPhone 8 laut Cuponation das «günstigste iPhone aller Zeiten», obwohl der Minimalpreis für ein iPhone-Basismodell noch nie so hoch war.

Der Luxus geht ins Geld

Apple-Fans können die Luxusversion des iPhone 8 Plus mit 256 Gigabyte für 1149 Franken kaufen. Wer dann noch Geld übrig hat, kann sich auch gleich die Applecare-Versicherung für 199 Franken besorgen. Das wäre dann ein Total von 1348 Franken für das achte iPhone.

Das dürfte für viele abschreckend sein. Frick empfiehlt, das Gerät über den Provider zu finanzieren. Wer ans Budget denken muss, könnte sich auch überlegen, ein iPhone 7 zu kaufen. Dieses kostet noch 659 Franken, also 100 Franken weniger als zum Marktstart und 180 Franken weniger als das günstigste iPhone 8.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jamie am 14.09.2017 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verkehrte Welt

    doppelt so teuer - halb so innovativ.

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  • Scientist am 14.09.2017 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geld

    Apple das reichste Unternehmen der Welt mit über 100Milliarden an Rücklagen. Zahlt aber kaum steuern. Das iPhone kostet keine 250$ in der Herstellung, wird aber immer teurer da die Gewinne ja immer wachsen müssen.

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  • Claude am 14.09.2017 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es eben

    Fakt ist eben schon, dass viele Menschen Sachen kaufen, die man nicht braucht, mit Geld, das man nicht hat, um Leuten zu imponieren, die man nicht leiden kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 15.09.2017 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverschämtheit diese Preise

    Nach xJahren iPhone bereite ich nun den Ausstieg vor, abzocken musste ich mich nun seit Jahren aber nun werde ich mit dem iPhone 6 mal weitermachen bis ich dann auf Samsung wechseln werde.

  • ChrisL am 15.09.2017 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Cost is fact, price is policy

    Wenn es Leute gibt, die es bezahlen, dann können sie es verlangen. So einfach ist die Rechnung.

  • Banker mit Cash&Bitcoins am 14.09.2017 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    schnäppli

    es sieht gut aus, hat ein paar neue Features, ich werde es kaufen weil ich es mir ohne Problem leisten kann. Kratzt mich nicht die Bohne ob es nun einigen zu teuer oder zu wenig innovativ ist. Euer Problem

  • Josef am 14.09.2017 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder selber schuld,

    der soviel Geld für ein Smartphone ausgibt. Andererseits auch schön zu sehen, wie man Leuten Geld aus der Tasche zieht und diese sich darüber freuen. Wenn ich etwas von Apple kaufen würde, dann höchstens seine Aktie. Aber bei dem hohen Preis für das neue iphone bin ich mir nicht sicher, ob das eine gute Idee wäre.

  • Helvetia am 14.09.2017 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cashcow

    Schon krass, dass die Preise von Modell zu Modell steigen, auch wenn nicht wirklich viel Innovation dabei ist. Da jedoch die wenigsten Abo-Kunden dem vollen Preis bezahlen müssen, funktioniert die Strategie für Apple zurzeit noch.