Vor dem Börsengang

11. Februar 2012 22:02; Akt: 11.02.2012 22:03 Print

Das sind die Geheimnisse von FacebookDas sind die Geheimnisse von Facebook

Das soziale Netzwerk Facebook wagt den Schritt an die Börse. Der Konzern musste deswegen lange gehütete Geheimnisse aufdecken. Überraschende Fakten aus der Akte Facebook.

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Facebook hat 2011 einen Umsatz von umgerechnet rund 3,4 Milliarden Franken generiert. 85 Prozent stammen aus Anzeigen, die auf der Seite aufgeschaltet werden. Einen weiteren grossen Batzen steuert die eigene Währung bei, mit der sich Nutzer etwa Vorteile in Online-Games erkaufen können. An Gewinn blieben rund 900 Millionen übrig. Der Firmenwert wird auf 90 Milliarden Franken geschätzt. Der Chef von Facebook, Mark Zuckerberg, fliegt ausschliesslich mit Privatjets. Dabei nimmt er auch gerne Freunde und Familienmitglieder mit. Der Spass kostete Facebook im vergangenen Jahr umgerechnet rund 640 000 Franken. Das ist in etwa so viel wie Zuckerbergs Grundgehalt. Grund für die Extrawurst: Der Chef sei wegen seiner Prominenz sonst in Gefahr. Ab 2013 verdient Zuckerberg nur noch einen Dollar pro Jahr. Das war auch bei Steve Jobs üblich. Und Google gibt seinen Chefs ebenfalls nicht mehr. Das wird Zuckerberg aber kaum beeindrucken: Sein Aktienpaket (er besitzt 28 Prozent) dürfte nach dem Börsengang sagenhafte 25 Milliarden Franken wert sein, schätzen Analysten. Etliche Investoren haben ihre Aktien-Stimmrechte an Zuckerberg übertragen, darunter etwa der Schweizer Klaus Hommels, Napster-Gründer Sean Parker, Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz oder Silicon-Valley-Financier Peter Thiel. Zuckerberg hält derzeit 57 der Stimmrechte und hat damit die volle Entscheidungsmacht. Auch nach dem Börsengang wird Zuckerberg den Konzern kontrollieren: Er erhält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen wert sind. Anleger bekommen mit Klasse-A-Aktien dagegen nur je eine Stimme. 438 Millionen Menschen nutzen Facebook pro Tag. Die Zahl der «Gefällt mir» Klicks und Kommentare beträgt 2,7 Milliarden. Facebook vermerkt im Risikobericht des Börsenprospekts, dass Medien grosse Macht über den Konzern haben: Risiko Nummer eins fürs Facebook-Business sei eine «unvorteilhafteMedienberichterstattung». Zudem fürchtet Facebook die Politik: «Gesetzgebern und Regulierern liegen Vorschläge vor, die unserem Geschäft ernsthaften Schaden zufügen könnten.» In Washington, wo der US-Staat über Datenschutz und Regulierung befindet, leistet sich Facebook daher teure Lobbyisten: Die Ausgaben für ihre Arbeit beliefen sich 2011 auf rund 1,3 Millionen Franken. Die Nummer zwei bei Facebook, Sheryl Sandberg, ist offenbar extrem wichtig für den Konzern: Das soziale Netzwerk bewertet die Möglichkeit, dass sie zu einem anderen Unternehmen abspringt, als grosses Risiko. Vorstandsfrau Sandberg verdiente 2011 fast 30 Millionen Franken. Die Online-Spiele der Firma Zynga (Farmville, Cityville, Zynga Poker etc. sind eine wahre Goldgrube für Facebook: Die Einnahmen machen mittlerweile rund 12 Prozent des Umsatzes bei Facebook aus - also gut 400 Millionen Franken. Und Zynga ist bei weitem nicht das einzige Game-Unternehmen, das auf Facebook präsent ist. Viele Facebook-Mitarbeiter, insbesondere Programmierer, besitzen stattliche Anteile an Facebook. Die Aktien dürften nach dem Börsengang eine Stange Geld wert sein. Facebook befürchtet daher, dass es schwierig sein könnte, «die Mitarbeitenden zu halten und weiter zu motivieren». Facebook sorgt sich nicht zu unrecht: Auch beim Google-Börsengang setzten sich etliche Mitarbeitende in den Ruhestand ab. Facebook besitzt fast vier Milliarden Franken an flüssigen Geldern, die jederzeit für Investitionen oder Übernahmen eingesetzt werden können. Im Vergleich zu Apple ist das allerdings wenig: Der iPhone-Produzent sitzt auf einer Kriegskasse von rund 90 Milliarden Franken!

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Facebook geht dieses Jahr an die Börse. Das genaue Datum ist noch unbekannt. Vor dem grossen Schritt aufs Handels-Parkett musste der Konzern aber etliche Fakten offenlegen – auch zu dessen Chef Mark Zuckerberg. 20 Minuten zeigt die spannendsten und überraschendsten Details aus dem fast 200-seitigen Börsenprospekt.

(ahi)

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  • Fritz W am 13.02.2012 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Seifenblase

    Wie kann eine Firma mit einem Umsatz von 3.4Mrd und einem Gewinn von 900Millionen 90Milliarden wert sein? Nächste Seifenblase inc.

    • Controller am 13.02.2012 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      Seifenblase? Nicht unbedingt

      Es kommt nicht auf den einen Umsatz oder Gewinn an, sondern vielmehr auf das Potenzial und die Marke. Wer weiss schon, wie viele Jahre man damit Geld verdienen kann....?

    • @ Fritz am 13.02.2012 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      Die Blase wird platzen

      Genau du sagst es, Wall Street sei Dank! Zuerst werden die fetten Bonis abgarniert und wenn dann alles Hopps geht in ein paar Jahren, dann ist das Geld schon lange weg und keiner wird zur Rechenschaft gezogen. Obamas Reförmchen war ein Witz, die Amis haben es noch nicht gelerent!

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  • elFlexor am 13.02.2012 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daten sind nicht wirklich sicher

    Jeder, der eine App für facebook programmiert hat weiss, dass es eine API gibt, mit der man mit einem Befehl fast alle Daten eines Users ausliest und speichern kann. Das heisst: alle posts, fotos, freunde, email, tel. nummern, like-verhalten und ortungsdaten etc. Auch die, die man vermeindlich 'gelöscht' hat. Die meisten Entwickler speichern mal alles auf Vorrat, da solche Daten für gutes Geld an Werbefirmen gehen können. Überlegt also was ihr auf fb hochladet, denn das Internet vergisst nie.

  • Beno Türlimann am 12.02.2012 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FB Geheimnisse

    Und wo sind die Geheimnisse zu lesen?

    • Susanne am 12.02.2012 15:22 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Das möchte ich auch gerne wissen!

    • Marco Hanhart am 12.02.2012 19:14 Report Diesen Beitrag melden

      Bei den Fotos...

      Ich würde mal bei der Fotosstrecke weiterblättern und den Text unter den Bildern lesen ;)

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