Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Haushaltsbudget
13. November 2012 14:31; Akt: 13.11.2012 14:45 Print
Den Schweizern ist das Auto teurer als das Essen
Schweizer Haushalte gaben im Jahr 2010 monatlich durchschnittlich 762 Franken für ein privates Auto aus. Für Essen und alkoholfreie Getränke waren es dagegen lediglich 654 Franken.

Lieber Auto fahren als gut essen. (Bild: Keystone)
Im Jahr 2010 hat das mittlere Bruttoeinkommen der Haushalte in der Schweiz 9619 Franken pro Monat betragen. Für die Mobilität gaben die Haushalte im Schnitt 910 Franken pro Monat oder knapp 10 Prozent des Budgets aus.
Der Löwenanteil der Mobilitätsausgaben wurde für ein privates Auto erbracht, insgesamt 762 Franken. Darin enthalten sind die durchschnittlichen Anschaffungskosten, Leasingbeiträge, Versicherungskosten, Reparaturen und Ausgaben für Treibstoffe, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.
Nur einer von fünf Haushalten ohne Auto
79 Prozent aller Haushalte verfügten im Jahr 2010 über mindestens ein Privatauto. Dieser Anteil hat sich gemäss BFS in den letzten Jahren wenig verändert. Für den öffentlichen Verkehr inklusive Taxifahrten und Flugreisen gab ein Schweizer Haushalt im Jahr 2010 durchschnittlich 148 Franken aus.
Wie es beim BFS auf Anfrage hiess, beträgt der Anteil der Mobilitätsausgaben am gesamten Haushaltsbugdet bereits seit den 1970er Jahren rund 10 Prozent. Zuvor lag er darunter. Der kontinuierliche Anstieg begann nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1940er Jahren.
Nur 6,8 Prozent für Essen und Trinken
Weit weniger tief in die Tasche greifen musste die Schweizer Bevölkerung für Essen und Trinken. Vom Bruttoeinkommen wurden im Jahr lediglich 6,8 Prozent für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke ausgegeben. Leicht darunter liegen die Ausgaben für Unterhaltung, Erholung und Kultur (6,6%).
Die obligatorischen Ausgaben wie Steuern, Sozialversicherungen und Krankenkassenprämien betrugen im Jahr 2010 rund 2795 Franken. Das entspricht einem Anteil von 29 Prozent am gesamten Haushaltsbudget. Grösster Posten waren die Steuern mit 1175 Franken.
Mehr als ein Erwerbstätiger in 39 Prozent der Haushalte
Nach allen Ausgaben blieben den Haushalten durchschnittlich 1170 Franken pro Monat oder 12,2 Prozent des Bruttoeinkommens zum Sparen übrig. Haushalte der untersten Einkommensklasse - mit weniger als 4800 Franken Bruttoeinkommen - konnten allerdings nichts beiseite legen.
Das frei verfügbare Einkommen - das Bruttoeinkommen abzüglich der obligatorischen Ausgaben - betrug im Jahr 2010 6825 Franken. In 39 Prozent aller Haushalte lebte mehr als eine erwerbstätige Person.
Zu den Einkommen rechnete das Bundesamt alle Einnahmen wie Löhne, Renten, Sozialleistungen, Zinsen, Dividenden und Naturalleistungen.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 104 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt




















Zu teuer/stellenwert zu hoch
Sag ich schon lange: autos sind zu teuer, im kauf und im unterhalt (service). sind sie gebrauchsgegenstand und kein prestigeobjekt. Solange jeder immer merhe schischizeug und lukus will und es dumme gibt, die das alles zahlen, solange werden die preise nach oben gehen. Ich gehöre nicht dazu: ich habe kein auto.
Bequemlichkeit
Offenbar ist unser HH-Einkommen Durchschnitt. Dennoch: ein Auto ist ein Luxus. Wir sind eine Fam. mit 3 kleinen Kindern und wohnen ausserhalb der Stadt, ohne Auto. Nur für die allerwenigsten Autofahrten besteht ein Sachzwang (z.B Nachtschicht). Alles andere ist Bequemlichkeit. Punkt.
9619 Franken, ich verdiene nicht mal 50%
Und ein Auto kann ich mir gar nicht leisten. Aber jetzt wundert es mich nicht wieso überall so ein "Puff" ist wenn da jeder soviel verdient und ein Auto fährt. Mein Mofa kostet mich 20-30 franken im Monat inkl. Service und Pnöwechsel.