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Rekordbonus
02. April 2010 10:31; Akt: 02.04.2010 10:58 Print
Der König der Abzocker
Gegen ihn ist CS-Chef Brady Dougan ein kleines Würstchen. David Tepper hat für 2009 einen Bonus von vier Milliarden Dollar eingestrichen.
Hedgefund Manager haben weltweit im vergangenen Jahr trotz Finanzkrise Rekordgehälter abkassiert. Die 25 Top-Verdiener der Branche erhielten insgesamt 25,33 Milliarden Dollar - so viel wie nie zuvor. Das geht aus einem am Donnerstag veröffenltichten Ranking des Fachmagazins «Absolute Return & Alpha» hervor.
Erhielt vier Milliarden Dollar fürs Jahr 2009: David Tepper. Bild: Carnegie Mellon Tepper School of Business.
Eine Initiative und zwei Gegenvorschläge
Die sogenannte Abzocker-Initiative von Thomas Minder geht den bürgerlichen Politikern zu weit. Doch sie fürchten an der Urne den Volkszorn gegenüber der Wirtschaft, der — zumindest laut ersten Interpretationen — auch zur wuchtigen Abfuhr der BVG-Vorlage am Wochenende geführt hat. Deshalb wollen sie das Volk zähmen mit einem Gegenvorschlag. Doch dabei stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Der direkte Gegenvorschlag, wie ihn insbesondere die CVP vorantreibt, würde zusammen mit der Initiative dem Volk zur Abstimmung unterbreitet.
Der indirekte Gegenvorschlag, den die SVP favorisiert, beinhaltet hingegen eine Gesetzesänderung, welche die Anliegen der Initiative aufnimmt, und käme nicht zusammen mit der Initiative vors Volk. Immerhin hat die SVP dem Initianten Minder die Zusage abgerungen, dass er die Initiative zurückzieht, wenn eine griffige Anpassung des Aktienrechts durchkommt.
Die Abzocker-Initiative will bei Aktiengesellschaft Boni verbieten und die Gehälter von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung beschränken, indem die Aktionäre darüber abstimmen müssen. Umstritten sind dabei mehrere Punkte: dass diese Regelung alle Aktiengesellschaften und nicht nur die börsenkotierten betreffen; dass die Aktionäre auch die Gehälter der Geschäftsleitungsmitglieder bestimmen sollen, obwohl das in der Kompetenz des Verwaltungsrats liegt; dass die Stimmrechtsvertretungen nur noch so erlaubt sind, dass sie kurzfristige Investoren, sogenannte Heuschrecken, begünstigen würde. Aus formalen Gründen kritisieren einige Politiker ausserdem, dass aktienrechtliche Bestimmungen nicht in die Verfassung gehören. Dies ist jedoch ein altbekanntes Problem der Volksinitiative im Schweizer System. (mdr)
Damit übertrafen sie den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2007. Damals - vor Beginn der Finanzkrise - beliefen sich die Einkommen der besten 25 Manager auf insgesamt 22,3 Milliarden Dollar.
US-Fondsmanager David Tepper von Appaloosa Management bekam mit vier Milliarden Dollar die höchste Zahlung. Er ist damit der bestverdienende Hedgefonds-Manager in der Geschichte. Er wettete auf die Erholung von angeschlagenen US-Banken. Wegen ihrer riskanten Geschäftsmethoden stehen Hedgefonds derzeit massiv in der Kritik. Sie gelten unter anderen als Auslöser der Finanzkrise.
Im Vergleich dazu nehmen sich die 19 Millionen Franken, die Brady Dougan, der CEO der Credit Suisse, für 2009 erhalten hat geradezu bescheiden aus. Und das, selbst wenn man noch die 71 Millionen Franken aus dem fünfjährigen Bonuspaket dazuzählt, die erst am Mittwoch für Schlagzeilen gesorgt hatten.
(sda)





























