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Loco Logos
08. Februar 2012 15:56; Akt: 08.02.2012 15:56 Print
Der Kosteletzer Schwanzlutscher
von Philipp Dahm - Wer wirkungsvoll werben will, braucht ein einprägsames Logo. Wenn das Markenzeichen aber eindeutig zweideutig wirkt, ist die Reklame grandios gescheitert. Dafür ist sie lustig.
Wer die Dose mit dem Burschen sieht, der dicke Backen macht, während er in den blanken Bengel beisst, könnte sich brüskiert fühlen. Wirbt der fahle Filou, dem die Lust von den Lippen trieft, für einen warmen Energy-Drink? Mitnichten, hier geht es wirklich um die Wurst: Das Männchen ist Markenzeichen einer tschechischen Wurstfabrik, die 1917 gegründet wurde. Vielleicht zeigt sich in dem euphorischen Genuss des Herren schon ein Anflug der wilden 20er-Jahre, die sich im Berliner Variete manifestiert haben.
Bildstrecken Ehrliche LogosWerbefigurenDie peinlichsten Promi-Werbungen aller ZeitenUmstrittene WerbungUngewollt zweideutig ist gelinde gesagt auch das Logo der Jugendkommission der amerikanischen Erzdiözesen von 1973, das den schwarzen Schattenriss eines Priesters vor einem kleinen, weissen Schattenriss zeigt. Im Schatten der aktuellen Kirchenskandale würde dem Zeichen heute niemand mehr seinen Segen erteilen. Ob die Satellitenschüssel mit dem Ständer oder das Logo der Von-hinten-Apotheke absichtlich ähnlich frivol gestaltet sind, können wir nicht mit Sicherheit sagen.
Sicher ist dagegen der Preis, den London für sein Olympiade-Logo bezahlen musste. Neben viel Spott und Häme musste die britische Hauptstadt mit





























