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Europäische Zentralbank
09. Februar 2012 14:33; Akt: 09.02.2012 14:40 Print
Der Leitzins bleibt bei einem Prozent
Die europäische Zentralbank belässt den Leitzins unverändert auf dem rekordtiefen Stand von einem Prozent. Die Bank von England dreht derweil den Geldhahn auf und forciert den Aufkauf britischer Staatsanleihen.

Der Leitzins bleibt unverändert tief. (Bild: Keystone/Frank Rumpenhorst)
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins erwartungsgemäss bei 1 Prozent belassen. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt mit. EZB-Präsident Mario Draghi wird die Gründe für den Beschluss wie gewohnt am Nachmittag (14.30 Uhr MEZ) vor der Presse erläutern.
Im Mittelpunkt dürften dabei der Ende Februar anstehende zweite Dreijahrestender der EZB und Möglichkeiten eines Engagements der Zentralbank bei der Umschuldung Griechenlands stehen. Mit Spannung wird zudem erwartet, ob Draghi Hinweise auf eine eventuell im März anstehende nächste Zinssenkung gibt. Ein solcher Schritt wird von einigen Ökonomen erwartet.
Bank von England dreht erneut den Geldhahn auf
Die britische Notenbank dreht wegen der schwachen Konjunktur erneut den Geldhahn auf. Die laufenden Aufkäufe britischer Staatsanleihen würden um 50 Mrd. Pfund (rund 72 Mrd. Franken) erhöht, teilte die Bank of England am Donnerstag in London mit.
Am Finanzmarkt war dieser Schritt der Zentralbank erwartet worden, nachdem die britische Wirtschaft im Schlussquartal 2011 geschrumpft war. Die Bank of England hat in der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang für 275 Mrd. Pfund Staatspapiere erworben.
Mit dem auf diese Weise in die Wirtschaft gepumpten Geld will sie vor allem erreichen, dass Kredite fliessen und das effektive Zinsniveau weiter sinkt. Ihren Leitzins beliessen die Geldpolitiker um Notenbankchef Mervyn King erwartungsgemäss bei 0,5 Prozent.
(sda)





























