Avenir-Suisse-Studie

16. November 2012 12:40; Akt: 16.11.2012 12:51 Print

Der Mittelstand muss bluten

Die höchsten und die tiefsten Löhne sind in der Schweiz in den letzten 20 Jahren bis zu 15 Prozent gestiegen. Die Gehälter dazwischen konnten jedoch nur 8 Prozent zulegen.

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Der Mittelstand in der Schweiz sitzt in der Klemme. (Bild: Keystone)

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Das Lohngefüge hat sich in den letzten 20 Jahren verschoben, wie die neueste Avenir-Suisse-Studie zeigt. Während die höchsten und tiefsten Gehälter real zwischen 10 und 15 Prozent gestiegen sind, konnten die Löhne des unteren und des mittleren Mittelstands nicht Schritt halten – sie sind lediglich um 6 bis 8 Prozent gewachsen.

Den Grund für diese Umverteilung sieht die Studie in der Polarisierung der Job-Qualifikationen. Der technologische Fortschritt und das Outsourcing setzen in erster Linie Jobs mit mittlerem Anforderungsprofil wie etwa im Rechnungswesen unter Druck. Dagegen lassen sich einfache Tätigkeiten im Bereich persönlicher Dienstleistungen weder automatisieren noch auslagern. Das gilt auch für anspruchsvolle Tätigkeiten im obersten Lohnsegment.

Der Mittelstand blute auch bei den Steuern und Abgaben am meisten. Einkommensabhängige Tarife wie Subventionen für Kosten der Kinderkrippen und die Verbilligung der Krankenkassenprämien benachteiligten zudem Familien, in denen beide Elternteile arbeiten. Dies schaffe ein schwerwiegendes Anreizproblem. Neben dem relativen Zurückfallen der Löhne dürfte dies der Hauptgrund für die verbreitete Ernüchterung im Mittelstand sein.

(whr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Volk-i am 16.11.2012 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Unruhe in der CH...

    Ich sehe es schon kommen. Das Volk wird unruhig (politische, soziale und wirtschaftliche) Unruhe wird die Schweiz demnächst erschüttern.

  • Filozof am 16.11.2012 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Teufelskreis

    "=>" heisst "führt zu" mehr abgaben => weniger geld => mehr arbeiten => weniger zeit für sport und freizeit => motivation sinkt, mehr stress, anfälliger für krankheiten und evtl. probleme in beziehungen => mehrkosten für krankenkassen => krankenkassen erhöhen die prämien => noch weniger geld => noch mehr arbeiten ..... ... ein teufelskreis

  • Daniel H am 16.11.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Jung und Mittelschicht?

    Ich verdiene netto 67200.00 pro Jahr und zähle mich somit zum Mittelstand. Ich bin 23 Jahre alt und habe eine KV-Lehre abgeschlossen. Habe mich bewusst gegen das Studium entschieden. Ich arbeite im Berreich Online-Marketing.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mimimi am 19.11.2012 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2Cents

    Ausländer die keinen Bock haben in Frankreich oder Deutschland für Ihre Gesellschaft aufzukommen ziehen nach Zug oder Genf etc.. Ich bin der Meinung wir sollten uns weniger um diese teils Superreichen kümmern (pauschalgier) und dafür sorgen dass Schweizer anständig in der Schweiz leben können (Bodenpreise etc.) Ich sehe noch viel Luft nach oben bei der Besteuerung von irgendwelchen Finanzfreaks die ja doch nicht auf den Bermudas leben wollen. Unsere gesellschaftliche Stabilität ist eine unerer grössten Erungenschaften und wir sollten uns diese nicht kaputt machen lassen durch solche Studien.

  • Tom am 18.11.2012 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    I,o

    Wir aben zwei kinder und Ich verdiene zusammen mit meiner frau 380'000 im jahr und bin der meinung die steuerbelastung ist i.o. Allerdings wuerde ich mir wuenschen das noch mehr abzuege fuer kinder moeglich sind. Kinder haben soll finanziell belohnt werden.

    • lara am 18.11.2012 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Bei 380 000 im Jahr? Geht's noch? Es gibt Familien die mit einem Drittel ihres Einkommens auskommen müssen? Solche sollte man unterstützen ! Oder etwa nicht?

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  • Berner Mittelstand am 17.11.2012 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuerhölle schwächt Mittelstand

    Gehöre zum guten Mittelstand mit schlichtem Wohneigentum, ledig mit Lohnausweis und nur Minimum an Abzügen für Steuererklärung. 1/4 des monatl. Lohnes geht Monat für Monat für Steuern weg im Kanton Bern. So geht es dem Mittelstand auch immer schlechter wenn man in einer Steuerhölle wohnt.

  • Tomy am 17.11.2012 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lohnerhöhungen

    Der Mitelstand hatte im Durschnitt in den letzten 15 Jahren auch nur 6% Lohnerhöhung im Vergleich zu den unteren Einkommen mit durschnittlich 25% mehr Lohn (teilweise bis bis zu 35% oder gar 40%, z. B. Bau und Detailhandel)!

  • Pat am 17.11.2012 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mittelstand?!

    Ich bin verheiratet, habe 4 Kinder und verdiene Brutto ca 85000.- ! Von Lohnerhöhung kann ich träumen.