Horror-Rechnungen

05. Juli 2018 07:03; Akt: 05.07.2018 07:03 Print

Roaming-Schocks soll es jetzt nicht mehr geben

von Dominic Benz - Warn-SMS und Sperrungen: Telecom-Anbieter schützen ihre Kunden vor Roaming-Schocks. Dennoch ist Vorsicht angebracht.

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Wer im Ausland sein Handy nutzt, bezahlt Roaming-Gebühren. Seit Juni 2017 fallen die Roaming-Gebühren innerhalb der EU weg. Nicht so jedoch in der Schweiz. Fürs Surfen und Telefonieren im Ausland haben mittlerweile alle grossen Provider hierzulande Warnsysteme und Sperrungen eingeführt. Das zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Comparis. Damit wollen die Firmen Roaming-Schocks verhindern. Die Swisscom schickt sowohl für Abos als auch für Prepaid automatisch in 50-Franken-Schritten SMS-Benachrichtigungen. Kunden können die Benachrichtigung jederzeit individuell anpassen. Bei Inklusive-Datenguthaben erhalten die Kunden eine Nachricht, sobald ihr Guthaben aufgebraucht ist oder bei 100 MB Restguthaben. Bei zugekauften Datenpaketen wird bei allen Paketgrössen eine SMS bei 50, 80 und 100 Prozent des Verbrauchs geschickt. Salt-Kunden ohne inkludierte Roaming-Einheiten und Kunden von «Das Abo» der Post erhalten für eine Datennutzung im Roaming bei 150 Franken eine erste Warn-SMS. Eine zweite folgt bei 300 Franken, eine dritte bei 450 Franken. Bei inkludierten Datenpaketen erfolgt eine Warn-SMS bei 90 und bei 100 Prozent des Verbrauchs. Bei Sunrise erhalten die Nutzer von Travel-Data-Optionen jeweils eine SMS, wenn das Datenpaket zur Hälfte oder vollständig aufgebraucht ist. Eine Warnung erhalten auch Quickline-Kunden bei einem Verbrauch des inkludierten Roamings oder des zugekauften Datenpaketes bei 50, 80, 95 und 100 Prozent. Sowohl Wingo ... ... als auch UPC schicken eine SMS nach Verbrauch des Datenpakets. Comparis empfiehlt, diverse Sicherheitsmassnahmen einzurichten, bevor man im Ausland zum Handy greift.

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Eine horrende Handy-Rechnung war oft die böse Überraschung nach den Ferien. Doch diese Zeiten sind vorbei: Fürs Surfen und Telefonieren im Ausland haben mittlerweile alle grossen Provider hierzulande Warnsysteme und Sperrungen eingeführt. Das zeigt eine Analyse von Comparis.

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«Die Angst vor gigantischen Rechnungen ist unterdessen völlig unbegründet», sagt Jean-Claude Frick, Telecom-Experte des Vergleichsportals, zu 20 Minuten. So versenden die Unternehmen bei der Datennutzung im Ausland Warnungen per SMS.

Benachrichtigungen lassen sich individuell anpassen

Die Swisscom etwa verschickt automatisch sowohl für Abos als auch für Prepaid in 50-Franken-Schritten Hinweise. Auch bei Inklusive-Datenguthaben erhalten die Kunden eine Nachricht, sobald ihr Guthaben aufgebraucht ist oder es noch 100 Megabyte beträgt. Ebenso versendet die Swisscom bei zugekauften Datenpaketen in bestimmten Abständen Warnhinweise. Kunden können die Benachrichtigung jederzeit individuell anpassen. Ähnliche Hinweise erhält man auch bei Salt, Sunrise, «Das Abo» der Post, Quickline, UPC und Wingo (siehe Bildergalerie).

Den weiteren Datenverbrauch verhindern die Provider mit automatischen Sperrungen. Diese treten bei unterschiedlichen Schwellwerten in Kraft. Bei Sunrise etwa greift der Kostenschutz in der Standard-Einstellung bei 100 Franken. Swisscom hat eine Kostengrenze von 100 Franken für Jugendabos und 200 Franken für Erwachsenen-Produkte, während Salt das Daten-Roaming bei 500 Franken Rechnungsbetrag sperrt.

Bei allen Anbietern können die Kunden die Schwelle der automatischen Sperrung im Online-Cockpit individuell anpassen. Ein unkontrolliertes Weitersurfen nach dem Verbrauch des inkludierten oder zugekauften Datenguthabens ist unter den verglichenen Anbietern einzig bei Quickline möglich.

Eine Roamingfalle bleibt

Sicherheitsmechanismen gibt es auch beim Sprechverkehr. UPC sperrt den Anschluss für alle Dienste bei 200 Franken. Salt schickt seinen Kunden bei Anrufen im Roaming ab 500 Franken eine Warn-SMS und sperrt die Funktion, wenn sich der Kunde nicht innert weniger Stunden meldet.

Dennoch bleibt eine Roamingfalle übrig: bei der automatischen Verlängerung von Roaming-Paketen. So verlängert Sunrise die Travel-Talk-Option beispielsweise nach Ablauf eines Monats jeweils für einen weiteren Monat. «Wer ein Roaming-Paket kauft, sollte deshalb unbedingt das Kleingedruckte studieren und eine automatische Verlängerung deaktivieren», sagt Frick.

Finanzielle Schmerzgrenze ist entscheidend

Wem Kostenlimiten von beispielsweise 500 Franken zu hoch sind, sollte handeln. «Ein solcher Betrag kann immer noch einen Roaming-Schock auslösen», sagt Frick. Entscheidend ist die eigene finanzielle Schmerzgrenze. Er empfiehlt daher, vor den Ferien die Datenguthaben sowie die Limiten für Warnhinweise und Sperrungen zu überprüfen. «Eine Limite bei 100 oder 200 Franken ist vernünftig», so Frick. Damit komme man in vielen Ländern sehr weit.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 05.07.2018 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ironie

    Wie wäre es die Roaming Gebühren ganz abzuschaffen, wie es in der EU bereits der Fall ist? Gesetze werden alle übernommen, doch Dinge welche im Sinne der Bürger wären leider nicht...

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  • Mani Motz am 05.07.2018 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Die EU kennt keine Roamingkosten mehr. Aber eben, die Schweiz übernimmt jedes Gesetz der EU, ausser es nützt den Konsumenten...

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  • Bea am 05.07.2018 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer noch nichts begriffen..

    Statt diesem Aufwand mit Warnhinweisen sollten die Roaminggebühren einfach aufgehoben werden. Sie sind immer noch Abzocke und Gewinngier, ausgetragen auf dem Rücken der Kunden. Es ist , wie in der EU zu sehen, ja möglich und schmälert dort offensichtlich auch nicht den Service und die Arbeitskräfte.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dominik am 06.07.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Im ausland eine ausländische sim karte kaufen und das problem ist gelöst, so erspart man sich einige unerwünschte kosten und da hat man meist eh noch den besseren gemacht weil die sim karten und datentarife recht günstig sind z.b 10gb für 5 euro

  • Ruedi Rüssel am 06.07.2018 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    In der EU können alle zu ihrem Tarif wie zuhause Surfen und Telefonieren. Sogar inder Schweiz! Die Schweizer werden einfach abgezockt und unsere Telekomlobby streicht dicke Gewinne ein. Hallo preisüberwacher, das geht so nicht weiter.

    • m.müller am 06.07.2018 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ruedi Rüssel

      na da haben sie es. lösung kaufen sie sich eimfach im einem eu land ein abo und schon habeb sie es auch günstig

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  • Te Rasse am 06.07.2018 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halbherzig

    Wie wenn jemand nur ein bisschen schwanger ist

  • My Name am 06.07.2018 05:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Same Opinion

    500 Franken gibt mir persönlich schon einen Roaming Schock. Roaming in Europa gehört abgeschafft!

  • Toni Stein am 05.07.2018 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wingo, wers probiert gaht nümm zrugg

    Ich kann nur Wingo empfehlen, das beste Abo. Keine Überraschungen, ab 25.- im Monat und Swisscom-Netz

    • Wingo Fan am 06.07.2018 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      Top!

      He ja, und sit neustem au 1 GB roaming pro Monat inkl. ;)

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