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Schwarzgeld
06. April 2009 22:34; Akt: 06.04.2009 23:58 Print
Deutsche zeigen sich jetzt selbst an
Steuersünder sind nervös: Sie wollen ihr Schwarzgeld, das auf Schweizer Konten lagert, offenlegen.
Deutsche mit Schwarzgeld auf Schweizer Konten zeigen sich scharenweise selbst an: «Anfragen zu Selbstanzeigen haben in den letzten Wochen stark zugenommen», sagt ein Steuerberater eines grossen Konzerns mit Sitz in der Schweiz. Seit der Lockerung des Schweizer Bankgeheimnisses erhält er täglich zwei bis drei Anfragen von beunruhigten Deutschen. «Etwa 80 Prozent der Personen, die bei mir Rat holen, erstatten dann tatsächlich eine Selbstanzeige», so der Berater.
Schwarzgeld auf Schweizer Konten macht die Besitzer nervös.(Bild: Keystone)
Auch in Deutschland laufen die Drähte heiss. Laut «Basler Zeitung» haben die Anfragen bei der DS Deutschen Steuerberatung aus Essen, spezialisiert auf Selbstanzeigen von Steuersündern, sprunghaft zugenommen. «Niemand traut mehr dem Braten, und viele haben Angst, dass sie bereits aufgeflogen sind», so Geschäftsleiter Lothar Pues.
Beim Steuerberater in der Schweiz melden sich vor allem ältere Menschen: «Sie wollen das Geld ihren Kindern ohne steuerliche Probleme vererben.» Laut seiner Schätzung würden viele Deutsche ihr deklariertes Geld aber trotzdem auf den Schweizer Konten lassen, weil der Franken Sicherheit biete.
Zeigen sich die Deutschen selbst an, so entgehen sie strafrechtlichen Konsequenzen. Allerdings müssen Steuersünder die Steuern der letzten zehn Jahre zuzüglich einer Verzinsung von 0,5 Prozent pro Monat nachbezahlen.
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