Jahreswechsel

28. Dezember 2017 05:47; Akt: 28.12.2017 10:06 Print

Diese zehn Änderungen kommen 2018 auf Sie zu

von D. Benz - Günstiger shoppen oder teureres Heizen: Im neuen Jahr wird einiges anders. Diese Neuerungen sollten Sie kennen.

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2018 gibt es in der Schweiz viele neue Gesetze und Verordnungen. Das sind die wichtigsten: Das Shoppen wird leicht günstiger. Grund: Der Normalsatz der Mehrwertsteuer sinkt von 8 auch 7,7 Prozent. Bei einem Einkauf im Wert von 1000 Franken sparen Sie drei Franken. Die Post erhob bisher für die stichprobenmässige Kontrolle von Päckli aus dem Ausland eine Gebühr von 13 Franken. Diese musste der Empfänger zahlen. Diese gibt es ab 2018 nicht mehr. Heizöl und Strom werden leicht teurer. Grund: Der Bund will die Emissionen weiter reduzieren und erneuerbare Energien fördern. Daher steigt die CO2-Abgabe beim Heizöl und jene beim Strom aus der Steckdose. Die Fleischbranche will im Frühjahr ein System für den Herkunfts-Nachweis von Schweizer Fleisch einführen. Rindern und Kälbern soll dann im Schlachthof eine DNA-Probe genommen und im Labor analysiert werden. Vorläufig Aufgenommene müssen 2018 keine Sonderabgabe mehr auf ihren Lohn zahlen. Bisher mussten sie zehn Prozent Einnahmen abgeben. Das soll laut Bund dazu ermutigen, eine Stelle zu suchen. Der automatische Informationsaustausch tritt in Kraft. EU-Staaten erhalten dann Einsicht in Personalien und Kontobeträge ihrer Bürger. Der Austausch soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindern. Ab nächstem Jahr können Rekruten während der RS ohne Begründung zwei Tage freinehmen. Tschüss Telefonkabine: Die Swisscom hat nicht mehr die Pflicht, die Zellen zu betreiben. Grund: Ab Anfang Jahr fällt der Grundversorgungsauftrag für die Kabinen weg. Nach und nach werden die Kabinen dann verschwinden. Die Datenschützer freuts: Ab Frühjahr 2018 müssen viele Schweizer Unternehmen sich dem Datenschutz-Gesetz der EU unterordnen. So soll die Datenverarbeitung im Netz nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung des Nutzers möglich sein.

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Mit dem Jahreswechsel tritt eine ganze Reihe neuer Gesetze und Verordnungen in Kraft. Einige davon werden Sie im Alltag spüren. 20 Minuten hat die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst:

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• Einkaufen wird leicht günstiger
Der Normalsatz der Mehrwertsteuer sinkt von 8 auf 7,7 Prozent. Das heisst: Shopping-Touren werden minimal günstiger. Bei einem Einkauf im Wert von 1000 Franken sparen Sie drei Franken. Grund für die Senkung: Die Zusatzfinanzierung der IV durch die Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte läuft aus. Gleichzeitig aber erhöht sich der Satz um 0,1 Prozentpunkte, um den Ausbau der Bahninfrastruktur zu finanzieren.

• Keine Post-Gebühr mehr für Zoll-Stichproben
Ein grosses Ärgernis beim Online-Shoppen verschwindet: Die Post streicht die sogenannte Zollrevisionsgebühr. Bisher verlangte die Post vom Empfänger eine Gebühr von 13 Franken, wenn sie im Auftrag der Eidgenössischen Zollverwaltung ein Paket aus dem Ausland stichprobenmässig kontrollierte.

• Post führt Zusatzleistungen bei Päckli wieder ein
Um der steigenden Nachfrage wegen Online-Bestellungen gerecht zu werden, führt die Post die Zusatzleistungen «Fragile» und «Assurance» für Inland-Pakete von Privatkunden wieder ein. Für zerbrechliche und besonders wertvolle Sendungen haftet die Post im Schadens- oder Verlustfall bis maximal 5000 Franken. Der Aufpreis beträgt jeweils knapp 7 Franken.

• Heizöl und Strom werden teurer
Die Emissionen sind in der Schweiz zu wenig stark gesunken. Daher erhöht der Bund die CO2-Abgabe auf Brennstoffe. Ab 2018 wird diese nun von 84 Franken auf 96 Franken pro Tonne CO2 steigen. Das entspricht einem Preisanstieg von 3 Rappen pro Liter Heizöl. Auch beim Strom aus der Steckdose steigt die Abgabe zugunsten der Förderung erneuerbaren Energien um 0,8 Rappen auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde. Viele Energielieferanten dürften daher ihre Tarife erhöhen.

• Nachweis der Fleisch-Herkunft per DNA
Voraussichtlich im Frühjahr 2018 will die hiesige Fleischbranche auf nationaler Ebene ein System einführen, mit dem man die Herkunft von Schweizer Fleisch jederzeit nachweisen kann. Im Schlachthof soll dann jedem Tier eine DNA-Probe entnommen werden, die in einem Labor analysiert wird. Das System soll vorerst für Rind- und Kalbfleisch eingeführt werden.

• Vorläufig Aufgenommene zahlen keine Sonderabgabe mehr
Ausländer, die vorläufig in der Schweiz wohnen, müssen keine Sonderabgabe mehr auf ihr Erwerbseinkommen zahlen. Laut Bund soll das die Integration stärken und die Aufnahme einer Arbeit attraktiver machen. Zudem reduziere sich der administrative Aufwand für Arbeitgeber. Bisher mussten vorläufig Aufgenommene zehn Prozent ihres Lohns abgeben.

• Schweiz tauscht Konto-Daten mit der EU
Der sogenannte automatische Informationsaustausch (AIA) tritt in Kraft. Ab Anfang Jahr liefert die Schweiz der EU die Daten von Kontoinhabern mit EU-Wohnsitz. So erhalten EU-Staaten Einsicht in Personalien und Kontobeträge ihrer Bürger. Der AIA soll die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung verhindern. Rund 100 Länder haben sich bisher zum Austausch bekannt. Nicht betroffen ist das inländische Bankgeheimnis in der Schweiz.

• Rekruten erhalten zwei Joker-Tage
Laut Dienstreglement können in Zukunft die Rekruten während der RS ohne Begründung zwei Tage freinehmen. Auch das Kader wird belohnt: Wer sich zum höheren Unteroffizier oder Offizier ausbilden lässt, kriegt einen Betrag für eine zivile Aus- oder Weiterbildung. Je nach Grad und Funktion sind das zwischen 3300 Franken und 11'300 Franken. Der Bundesrat schätzt die Mehrausgaben auf 18 Millionen Franken.

• Swisscom lässt Telefonkabinen sterben
Handys machen sie überflüssig: die Telefonkabinen. Nun ist deren Schicksal ganz besiegelt. Ab Januar kann die Swisscom mit ihnen machen, was sie will. Denn ab Anfang Jahr ist der Konzern von Gesetzes wegen nicht mehr dazu verpflichtet, die Kabinen zu betreiben. Vor rund 20 Jahren gab es noch rund 20'000 solcher Zellen. Heute sind es noch gut 6000. Auch diese werden in den nächsten Jahren verschwinden.

• Nutzer-Daten werden stärker geschützt
Im Sommer soll das neue Datenschutzgesetz in Kraft treten. Das hofft zumindest der Bundesrat. Derzeit befindet sich das Gesetz in Revision. Es wird viele Anpassungen an das Recht der EU beinhalten. So soll die Datenverarbeitung im Netz nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung des Nutzers möglich sein. Was Datenschützer freut, ist für viele Schweizer Firmen, die etwa personalisierte Werbung nutzen, aber ein Graus.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marco am 28.12.2017 06:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UND

    ihr habt noch vergessen dass im 2018 Krankenkassenprämien steigen werden...und im 2019, 2020 etc.

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  • Grisu am 28.12.2017 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frohes neues Jahr

    Diesen Beitrag hätte man auch kürzer gestalten können. Zum Beispiel: 2018 sind die Post und der Bund die grossen gewinner und der Büezer legt wieder einmal mehr kräftig drauf. Oder wer bezahlt DNA Tests bei Tierfleisch? Der Konsument. Wer bezahlt oder friert im nächsten Winter? Der Verbraucher. Die Post schaft etwas günstiges ab und führt das unnötig teure wieder ein usw. aber was solls, auch 2018 geht vorbei.

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  • ädu am 28.12.2017 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Energiesteuer

    Ob da die versprochenn 40.- reichen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • fred feuerstein am 28.12.2017 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ade merci

    toll dann hat mein chef wieder veiel aureden warum ich keine lohnerhöhung erhalte trotz jährlich höheren zielen und mehr arbeit seit 2. jahren keine lohnerhöhung bekommen danke

  • Josef Diggele am 28.12.2017 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Macht nur weiter kommt gut.

    Ich bin Rentner seit etwa 10 Jahre gehe ich gegen kleine Gebühren für meine Freunde nach DE Einkaufen. Mittlerweile jeden Tag für genau 300Fr. (Zollfreigrenze) So federe ich alle Staatlichen abzock Versuche ab und Profitiere noch an weiterer Stelle. Win Win wie Politiker immer meinen. :)

  • Loni Metzger am 28.12.2017 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SVP

    Heil dir Helvetia ,ich stimme an der Urne nur noch für die SVP ab,die SVP hat dem Volk vor der Abstimmung gesagt das der Strom massiv teurer wird,

  • Hotroadster am 28.12.2017 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    83 %

    83 % wollen nicht mehr für die Energie bezahlen, warum habt ihr dann bei der CO2 -Abstimmung von BR Leuthold, ja gestimmt, selber Schuld !!

    • Anita Gwerder am 28.12.2017 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hotroadster

      Leuthard hat gesagt die Kosten werden nicht steigen,jetzt muss jeder Haushalt sehr Sparsam umgehen,nur noch Muesli essen,sonst habe ich als Rentnerin noch weniger zum Leben,die Renten steigen werden nicht angepasst,schlimm auch für Familien,

    • Dietmar Edelgrog am 28.12.2017 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      Wie Herde Schafe ist das Stimmvolk

      Die meisten Glaubten eben der Tesla nutzerinn in Bern 40 Franken im ersten Jahr nach Jahren dann im Monat 40Fr. mehr. Nur hat sie das so natürlich nicht gesagt. Mein Screenshot von meinem Kommentar vor der Abstimmung habe ich immer noch.

    • Tollistdas am 28.12.2017 16:29 Report Diesen Beitrag melden

      an Dietmar

      Dafür ein spontanen Applaus.

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  • Der Vorausdenkende am 28.12.2017 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuiii, Strom wird teurer

    Ich bestell mir jetzt gleich ein E-Auto :-)) Merkt ihr was??