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Bank Sarasin
23. Februar 2012 14:07; Akt: 23.02.2012 14:26 Print
«Steuersünder müssen Bank verlassen»
Die Privatbank Sarasin verwaltet keine 100 Milliarden Franken an Kundengeldern mehr. Die Gründe für den Rückgang um über sechs Prozent ortet die Bank bei der Umsetzung der Weissgeldstrategie.

Dunkle Schatten legen sich um die Basler Privatbank: Die Bank Sarasin verwaltet deutlich weniger Kundenvermögen. (Bild: Keystone/Walter Bieri)
Die Basler Privatbank Sarasin hat im vergangenen Jahr 7 Milliarden Franken an Kundengeldern verloren. Bankchef Joachim H. Strähle führt dies unter anderem auf die Weissgeldstrategie zurück. Diese brauche «viel Mut», sagte er vor den Medien in Basel. «Aber Hüst und Hott schadet sehr.» Keinen Einfluss auf die Kundengelder habe hingegen die Affäre Hildebrand.
Bildstrecken Welche Bank steht als nächstes am US-Pranger?Mit der Weissgeldstrategie, welche die Bank bereits Mitte 2010 beschlossen habe, sei Sarasin den Mitbewerbern weit voraus, sagte Strähle. Die Fokussierung auf versteuerte Vermögen habe allerdings auch ihren Preis: «Wir verzichten auf attraktive Margen.» Bis Ende 2012 will Sarasin ausschliesslich korrekt versteuertes Geld verwalten. «Kunden mit unversteuerten Vermögenswerten müssen unsere Bank verlassen.»
Bundesrat geht in die richtige Richtung
Als «interessant» bezeichnete Strähle die Tatsache, dass der Bundesrat ausgerechnet am Mittwoch seine Weissgeldstrategie umrissen hat. Sarasin unterstütze die Bestrebungen der Regierung: «Sie geht in die richtige Richtung.»
Die Weissgeldmassnahmen der Basler Privatbank betreffen nur internationale Kunden. Je nach Kunde und Situation kommen verschiedene Vorgehensweisen zur Anwendung, um die saubere Herkunft der Vermögen zu überprüfen.
Kein Kommentar zu Hildebrand
Unter anderem kann vom Kunden verlangt werden, dass er die ordentliche Versteuerung schriftlich bestätigt. Sarasin hat laut Strähle einen klaren Prozess entwickelt, welcher der Finanzmarktaufsicht Finma vorgelegt wurde. Auf das Verlangen von Steuerbelegen verzichtet die Bank allerdings bewusst.
Zur Affäre Hildebrand wollte sich Strähle mit Verweis auf das laufende Verfahren nur zurückhaltend äussern. Nur so viel: «Bis jetzt haben wir deswegen keine Gelder verloren.»
(sda)





























