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Zocken auf Facebook & Co.
06. November 2011 20:35; Akt: 08.11.2011 10:07 Print
Die Bank gewinnt immer
Auf sozialen Netzwerken wird gewettet, bis das Portemonnaie glüht. Anders als im Casino oder an der Pferderennbahn hat man aber keine Aussicht, sein Geld je wieder zu sehen. Dennoch wächst das Geschäft rasant.
Crowdpark bzw. Digi-Capital sehen ein riesiges Marktpotenzial (siehe Box).
Ob Poker, Bingo oder Yatzy: Wer auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken dem Glücksspiel frönt, tut dies immer öfter auch mit harten Dollars oder Franken. Der Haken: Anders als im Casino oder im Freundeskreis hat man keine Chance, dass das verwettete Geld jemals wieder ausbezahlt wird. Der Grund liegt in einem entsprechenden Verbot durch das US-Glücksspielgesetz. Die Bank gewinnt also immer.
Infografik Wem gehört Facebook? Milliarden-BusinessSocial Games generierten laut der spezialisierten Investmentbank Digi-Capital bereits 2009 einen Umsatz von drei Milliarden Dollar. Damals wurde der Branche ein jährliches Wachstum von 20 % vorausgesagt. Etwas weniger Geld im Markt sieht Marktforscher Parks Associates. Dessen neuste Studie geht fürs Jahr 2010 von einem Branchenumsatz von einer Milliarde Dollar aus. Bis 2015 sollen die Umsätze aber auf fünf Milliarden Dollar steigen.
Angesichts dieser Tatsache könnte man meinen, dass kaum jemand gewillt sein dürfte, die Kreditkarte zu zücken, um für eine Partie Online-Roulette virtuelle Chips zu kaufen. Doch Sean Ryan, Chef der Abteilung für Spiele-Partnerschaften bei Facebook hat andere Erfahrungen gemacht: «Den meisten ist es egal, dass sie nur virtuelles Geld gewinnen und sich dieses niemals ausbezahlen lassen können», sagte er kürzlich zu «All Things Digital», einem Fachportal des «Wall Street Journals».
Laut Ryan entstehen in der Casino-Kategorie bei Facebook derzeit «unglaubliche Monster». Damit meint er Unternehmen, die mit Glücksspielen und Wetten enorme Wachstumsraten hinlegen. In dem Markt, der noch weitgehend unangezapft sei, herrsche Goldgräberstimmung.
Millionen werden in den Markt gesteckt
Welches Potenzial im Social Gambling (so der Fachbegriff) steckt, zeigen Beispiele aus den vergangenen Wochen: Playtika, das Unternehmen, das hinter der Facebook-Spielkollektion Slotmachines steht, wurde für 80 Millionen Dollar von der Caesars Entertainment Corp. gekauft.
Mitte Oktober konnte zudem das Berliner Unternehmen Crowdpark Venture-Kapital-Geber davon überzeugen, 6 Millionen Dollar in die junge Firma zu stecken. Mit Crowdpark können Facebook-Benutzer auf verschiedenste Sachen wetten – vom Ausgang von Tennis-Matches bis zum Datum, an dem Angelina Jolie und Brad Pitt heiraten.
Zynga, das Unternehmen, welches mit Spielen wie Farmville Millionen verdient, hat ebenfalls eine Phalanx an Online-Casino-Speielen im Angebot. Bereits 2007 lancierte das kalifornische Unternehmen seine Version von Texas HoldEm Poker für Facebook.
DoubleDown Casino mit Sitz in Seattle (USA) soll mit Slot-Maschinen, Video Poker, Blackjack, Roulette und anderen Games mittlerweile
(ahi)
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Alle 35 Kommentare

































Verstehe ich nicht
Verstehe ich nicht. Der Kick wäre ja genau die Aussicht auf mehr (reales) Geld. Wieso soll ich richtiges Geld für Spielgeld eintauschen, welches ich nicht mehr zurückerlangen kann? Ist ja voll bekloppt. Ich mache demnächst am Paradeplatz eine Wechselstube auf: Schweizer Franken gegen Monopoly Geld. Umgekehrt aber nicht. :)
Wie im wirklichen Leben
die Banken gewinnen immer lol Was bleibt uns 99% übrig? -> occupy Paradeplatz
Nicht die Geschäftsbanken!
Sondern die Bank im Casino. Laie!
Virtuelles Leben
Wer so dumm ist, sein echtes Geld gegen digitales Spielgeld zu tauschen, ohne Aussicht auf realen Gewinn, den kann ich nicht bedauern. Aber anscheinend gibt es immer noch Leute, die einfach zuviel auf der Kante liegen haben. Statt dies aber in der digitalen Welt zu verpulvern, könnten sie dies real viel lieber spenden oder anderen Bedürftigen geben. Aber so was bringt ja leider keinen Kick oder Adrenalin oder was auch immer die sich davon versprechen. Blödsinn hoch Tausend!
virtuelles leben, Wer macht so was?
ich denke bedenklicherweise eben nicht, dass es die Leute sind die "zuviel auf der Kante liegen haben" welche da ihr geld ausgeben, sonderen eher ärmere, welche dadurch nur noch ärmer werden und bei denen sich dieser verlust direkt auf den täglichen konsum auswirkt.
@Hans Meyer
Hm, möglich u nicht von der Hand zu weisen, aber dann frage ich mich, wie solche Leute zu Kreditkarten kommen? Denn nur, soviel ich weiss, mit diesen geht es ja, oder? Ich habe z.B. keine u brauche das auch nicht u würde das auch nie wollen, selbst wenn ich Millionär wäre.