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Spektakuläre Börsengänge
02. Februar 2012 14:25; Akt: 02.02.2012 16:02 Print
Die Goldgräber im Internet-Business
von Elisabeth Rizzi - Nun geht Facebook definitiv an die Börse. Vor dem Internet-Netzwerk wagte eine ganze Reihe von IT-Firmen den Gang an die Öffentlichkeit - mit unterschiedlichem Erfolg.
Der Hype Börsengänge von IT-Unternehmen hat Tradition. 1993 kamen die ersten grafikfähigen Webbrowser auf den Markt. Seither ist der Vormarsch des Internets nicht mehr aufzuhalten. Weil die Möglichkeiten des World Wide Web so unendlich sind, wurde das Internet schnell zur Projektionsfläche von Investitionsfantasien. Eine wahre Goldgräberstimmung breitete sich Ende der Neunzigerjahre aus. Sie ging in die Geschichte ein mit dem unrühmlichen Begriff «Dot-Com-Blase».
Schon damals drängten Firmen mit astronomischen Bewertungen an die Börse und heizten die Gier der Anleger an. Yahoo, Amazon, Ebay aber auch die Schweizer Firmen Fantastic, Day Interactive oder Think Tools sind Beispiele. Viele dieser Sterne verglühten mit einem grossen Knall, als die Blase platzte. Manche dümpeln heute noch als Penny-Stocks vor sich hin. Nur wenige konnten sich behaupten.
Auch nach der Dot-Com-Blase Börsengänge
Der Aktienkurs des Internet-Händlers Amazon etwa hat sich sage und schreibe 119 mal vervielfacht seit dem Börsengang. Ebay ist immerhin 19 mal mehr wert. Und sogar der serbelnde Internetportal Yahoo ist trotz ausgeschlagener Übernahme durch Microsoft 12 mal mehr wert als Mitte der Neunzigerjahre.
Auch nach dem Internet-Kater zu Beginn des Jahrtausends gab es verschiedene spektakuläre Börsengänge von Web-Firmen. So ging etwa der Datenkrake Google 2004 an die Börse. Und auch das soziale Netzwerk Xing wagte 2006 erfolgreich den Schritt in die Öffentlichkeit. Heute hat sich der Aktienkurs von Xing trotz Finanz- und Staatsschuldenkrise um 1,6 vervielfacht. Einen fulminanten Börsenstart legte schliesslich letztes Jahr auch Konkurrent LinkedIn hin.
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Nur kurzfristiger Erfolg möglich
Man setzt den Gewinn von Facebook ins Verhältnis zur Börsenkapitalisierung und erhält so die Rentabilität des Eigenkapitals. Man schaut sich dann auf den Finanzmärkten um und sieht, dass andere Gesellschaften mit tieferem EK wesentlich höhere Gewinne machen. Am Ende weiss man, dass nichts, als heisse Luft dahinter ist und die Facebook-Manie in 3 - 4 Jahren wieder vorbei und das Geld futsch ist.