Medien und Unterhaltung

27. November 2012 15:52; Akt: 27.11.2012 15:53 Print

Die Medienzukunft ist mobil

Der Boom der Smartphones und Tablets beschert der Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche starke Wachstumsimpulse. Die Umsätze beim mobilen Internet schiessen nach oben.

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Ohne Smartphone läuft nichts mehr. (Bild: Keystone)

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Trotz der Wirtschaftskrise in Europa dürfte die Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche auch in den nächsten Jahren wachsen. Schub verleiht der Boom der Alleskönnerhandys (Smartphones) und Tablet-Computer, mit denen die Leute von überall her aufs Internet zugreifen.

Bis 2016 dürfte der Umsatz der Branche von 12,6 Mrd. Fr. im vergangenen Jahr auf 14,1 Mrd. Fr. steigen, sagte das Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen PwC in einer am Dienstag veröffentlichten Studie voraus. Damit würden die Konsumentinnen und Konsumenten jährlich 2,3 Prozent mehr für Medien, Unterhaltung und Internetzugang ausgeben.

Den grössten Sprung nach vorne werde das mobile Internet machen, das von der Einführung der vierten Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) in neue Geschwindigkeitssphären katapultiert wird. Die Umsätze dürften von 784 Mio. auf 2,1 Mrd. Fr. nach oben schiessen.

Talfahrt der Zeitungen geht weiter

Überhaupt wälzen die neuen Anwendungen, die durch die immer höheren Geschwindigkeiten ermöglicht werden, die Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche weiter um. Bei den Zeitungen hält die Talfahrt an, da sie es kaum schaffen, die Verluste bei der gedruckten Auflage durch Einnahmen in den digitalen Ausgaben wettzumachen.

Der Umsatz der Zeitungen werde bis 2016 um gut ein Fünftel auf noch 1,7 Mrd. Fr. zusammenschmelzen, schätzt PwC. 2011 hatten die Blätter noch 2,2 Mrd. Fr. kassiert.

Radio und TV legen zu

Besser sieht es beim Radio und Fernsehen aus, die mit leicht steigenden Werbe- und Sponsoreinnahmen rechnen können. Etwas tiefer in die Tasche greifen müssen die Konsumenten für die Abo- und Empfangsgebühren von Radio und Fernsehen. Die TV-Abo- und Empfangsgebühren dürften sich von 2,1 Mrd. auf knapp 2,3 Mrd. Fr. erhöhen.

Dies entspricht einer jährlichen Zunahme um 1,5 Prozent. 2011 war der Bereich noch um 5 Prozent gewachsen. «Neue Formen des TV-Konsums beeinflussen auch die entsprechenden Werbeeinnahmen. Zeitversetzter TV-Konsum ist eine der grössten Herausforderungen für die Fernsehwerbung», erklärte PwC-Branchenspezialist Patrick Balkanyi.

Denn damit lässt sich die Werbung überspulen, was die Werbebranche gar nicht gerne sieht. Oftmals hätten die aufgezeichneten Sendungen mehr Zuschauer, als zur ursprünglichen Sendezeit vor dem Bildschirm versammelt gewesen seien, hiess es.

Talfahrt von CDs und Platten

Umgepflügt wird von der Internetnutzung die Musikbranche. Die Verkäufe von Platten oder CDs werden nach Schätzungen von PwC von 138 Mio. Fr. im letzten Jahr auf 92 Mio. Fr. im Jahr 2016 schrumpfen. Dagegen dürften die Umsätze mit vom Internet heruntergeladener Musik von 127 Mio. auf 225 Mio. Fr. hochschiessen.

Gut behaupten können sich indessen Konzerte und Festivals. Deren Umsätze sollen von 626 Mio. auf 735 Mio. Fr. steigen. Damit bringt Live-Musik nach wie vor weit mehr in die Kassen als aufgenommene Songs.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz am 28.11.2012 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    KEIN RETTUNGS-SCHIRM KOSTEN-PFLICHT

    Das CH-Volk würde sich an einem solchen Rettungsschirm-Abzocker-System nicht beteiligen - also sollten sich die Medien warm anziehen bevor der Ofen ganz ausgeht.

  • L.B. am 27.11.2012 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Smartphone lover

    Genau so sollte es sein. Dadurch werden auch Ressourcen gespart. Man benötigt keine Zeitungen, Zeitschriften,CD's, Stereoanlagen ( Boxen reichen aus ), Festnetztelefon oder Radio. Keine unnötig teuren Kameras für 20 Urlaubsfotos pro Jahr, ein Gerät und fertig, so schön kann das Leben sein. Bei einem 5" Display nicht mal Bücher, ich bin begeistert. Ach ja, die teuren Möbel für das Deponieren der Habschaften genauso wenig, wie die kosten um den Platz für jene zu beheizen. Da ist das recyclebare Smartphone das kleinere Übel.

  • DinChef am 27.11.2012 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Werbung ist in dieser Form eh out

    Natürlich möchte die Werbebranche die Menschen am liebsten vor die Geräte ketten. Bei richtig guten Spots bleibt man ja auch gerne sitzen, aber das meiste ist ja höchst infantil und weit von sehenswert entfernt. Viele nehmen die Werbepausen sowieso zum Anlass für eine Pinkelpause oder den Gang zum Kühlschrank, oder man schreibt in der Zeit noch eine SMS oder E-Mail, surft auf dem Tablet rum, lädt noch schnell einen Song runter usw.

    • Fantli am 28.11.2012 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Aw

      Genau so ist es!

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  • Phil am 27.11.2012 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    foto/video

    Leider schiessen so nicht nur die Umsätze nach oben sondern auch die Anzahl der Fotos und Videos von schlechter Qualität!

    • hehe am 27.11.2012 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hehe

      hehe:)

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