Zinsentscheid

16. März 2017 07:20; Akt: 16.03.2017 10:32 Print

Die SNB geht von höherer Inflation aus

Die Schweizerische Nationalbank hält am aktuellen Negativzins fest. Die gute internationale Wirtschaftslage gebe der Schweiz Aufwind, heisst es in der Lagebeurteilung.

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Fährt mit gleichem Kurs fort: Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank SNB, in Bern. (Archivbild) (Bild: Keystone)

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt ihre Geldpolitik unverändert: Die Negativzinsen auf Giroguthaben betragen weiterhin 0,75 Prozent. Sie bleibt auch weiterhin bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv.

Damit bestätigte die SNB am Donnerstag ihre bisherige «Zweisäulen-Politik» im Kampf gegen den starken Franken. Ebenfalls unverändert beliess die Nationalbank die Leitzinsen. Das Zielband für den Drei-Monats-Libor beträgt weiterhin -1,25 bis -0,25 Prozent.

Die Entscheide wurde in dieser Form erwartet. Praktisch alle Experten gingen von einer unveränderten Geldpolitik der SNB aus. Weder die am Mittwochabend bekannt gegebene Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed, noch das Festhalten der Europäischen Zentralbank (EZB) an ihrem Wertpapierkauf-Programm hatte laut Einschätzung der meisten Experten die Ausgangslage für die Nationalbank verändert.

Inflationsprognose erhöht

Die Nationalbank bezeichnet den Franken in ihrer Lagebeurteilung als weiterhin deutlich überbewertet. Sie will bei Bedarf denn auch am Devisenmarkt aktiv bleiben, wobei sie die gesamte Währungssituation berücksichtigt, und nicht nur den Kurs des Frankens zum Euro.

Gleichzeitig hat die SNB ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 0,3 Prozent erhöht. Im Dezember war sie noch von Preissteigerungen von lediglich 0,1 Prozent ausgegangen. Für 2018 beträgt die Inflationsprognose 0,4 Prozent, 2019 sollen es 1,1 Prozent sein.

Angesichts der günstigen Entwicklung der internationalen Konjunktur seien die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft für das laufende Jahr verhalten positiv, hiess es weiter. Insgesamt rechnet die SNB hierzulande weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent.

(kat/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • max pain am 16.03.2017 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    achso

    gut zu wissen, werde mir gold anschaffen falls die auf die idee kommen mein geld zu entwerten. vom starken franken profitiert jeder bürger vom schwachen nur export firmen.

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  • Ernesto am 16.03.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Abzug von Geldern

    Ja Herr Jordan, die Zinsen für das Spaarkapital des Otto - Normal - Bürgers gehen wahrhaftig über den Jordan !! Eine Empfehlung an das Volk lautet demzufolge (zieht euer Geld von den Banken ab und hortet es zu Hause) ist ja e eine null-zins-runde, nur so lernen die Banken das das Geld mit welchem sie Jonglieren, das Geld des Volkes ist.

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  • Tom Roth am 16.03.2017 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich und ein Höchtsrisiko

    Unglaublich wie mittlerwile die SNB zum Knecht der EZB wurde. Praktisch über 100% des Bruttoinlandprodukt in Fremdwährungsdevisen. Das ist einzigartig und sonst bei keiner andern Nationalbank an zu treffen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz de Rappenspalter am 19.03.2017 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    Besser ein wenig......

    Besser ein wenig Inflation, dafür keine Negativzinsen welche unsere Volkswirtschaft und somit auch den Mittelstand in den Ruin treibt. Die Negativzinsen wird von unseren Politikern insbesondere SVP und FDP und von der CVP (christlich...???) noch unterstützt anstatt bekämpft. Traurig aber wahr!!!!!!!

  • ursinho007 am 18.03.2017 02:33 Report Diesen Beitrag melden

    neues Konzept zum Wohle des Volkes

    Herr Jordan, wie ideenlos sind Sie denn? Statt am alten Konzept (Negativzins und Fremddevisen kaufen)festzuhalten, womit das Schweizer Volk massiv geschädigt wird (Kapitalraub bei den Pensionskassen!), sollte die SNB in Infrastruktur und die AHV investieren, damit wir der Schweizer Franken auch schwächer, aber gleichzeitig profitiert das Schweizer Volk. .....und sollte der Franken zu schwach werden, hat die SNB ja jetzt genug Euros um dagegenzuhalten.

  • blume am 17.03.2017 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    rentenklau

    warum werden die ausländischen spekulationsgelder nicht höher besteuert ...... an stelle betreibt die SNB rentenklau mit den negativzinsen auf den AHV- und pensionskassenguthaben

  • Paede am 17.03.2017 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Märchen

    Ist immer wieder listig wie leienbohne was wirklich zu Wissen hier argumentieren. Sie meinen, weil sie 2 Jahre BWL hatten, wissen sie um was es geht! Man sollte endlich aufhören Märchen zu erzählen!

  • Th1990 am 17.03.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inflation ist Gift - deflation wäre zZ besser!

    Mit den aktuellen Negativzinsen und einer wachsenden Inflation nimmt die Vermögenswertvernichtung in der Schweiz Gigantische Züge an. Die SNB muss zurück zur 0% Zinspolitik und die EURO Stützkäufe sofort abbrechen. Die CHF Geldmengen Ausweitung ist die Weltweit grösste im Verhältnis zur Volkswirtschaft. Wenn der EURO den Bach ab geht - das ist eine reale Gefahr - muss die SNB einen Abschreiber von aktuell über 600Milliarden machen, das Gefährdet unser gesamtes Wirtschaftssystem!

    • Supermario am 17.03.2017 16:51 Report Diesen Beitrag melden

      Blödsinn

      Sorry, was Du für komische Wirtschaftstheorien verbreitest, geht wirklich auf keine Kuhhaut. Deflation ist nie gut, weil es bedeutet, dass die angebotenen, produzierten Waren und Dienstleistungen nicht mehr nachgefragt/konsumiert werden. Solche Tendenzen sind nie gut, die Konsumenten horten mehr, die Produzenten reduzieren Kapazitäten (entlassen MA) und folglich investiert auch niemand mehr! Was daran gut sein sollte, ist mir echt schleierhaft!

    • Tom R am 17.03.2017 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Supermario 

      Ich denke nicht, das der Vorschreiber blödsinn verfasst hat. Immerhin sind die Fremdwährungsdevisen bei 100% des BIP und daher Fakt. Das Risiko, in Zeiten von wöchentlichen Geldschwämen durch die EZB, ist gravieren wenn nicht sogar hoch. Die Stützung kann und darf nicht so weitergehen. Natürlich ist mir die Situation für die Exportwirtschaft bewusst aber es wird auch importiert dies sollte nicht vergessen werden. Wir habe jetzt über Jahre den Franken geschwächt aber nüchtern betrachtet müssen jetzt die Gesamtinterssen das Landes priorität haben und nicht nur die Wirtschaft.

    • Th1990 am 17.03.2017 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Supermario

      1. Wir sind nicht per Du - Anstand ist Charakter Sache! 2.Deflation heißt primär das Waren und Güter günstiger werden! Dadurch nimmt die Kaufkraft temporär zu, was wenn richtig gesteuert den Binnenmarkt ankurbelt! Nur weil Sie keine Ahnung von Makro und Mikro Ökonomie (Volkswirtschaft) haben, brauchen Sie andere die Ahnung haben nicht zu diffamieren! Hoffe das waren nicht zu viele Fremdwörter für Sie!

    • alberto matthews am 17.03.2017 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Th1990

      Th1990, supermario hat absolut recht, deflation ist des teufels, nur für reiche erben allenfalls vorteilhaft

    • Th1990 am 17.03.2017 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @alberto matthews

      Sorry aber Sie liegen so weit daneben. Besuchen Sie doch mal ein paar Vorlesungen an einer Uni zum Thema Volkswirtschaft - BTW Fotographie und Autos waren auch des Teufels für unwissende Menschen !

    • Jack am 18.03.2017 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Th1990

      Ich studiere BWL und sage dies hier nicht um mich aufzuspielen. Was Sie schreiben ist Mist. Deflation ist kaum steuerbar und gibt einen riesen Schock und somit eine Negativspirale. Nur weil die Preise kurzfristig günstiger werden ist dies nicht gut für die Wirtschaft. (Vielleicht kurzfristig für Sie, aber nicht für das gesamte)

    • Th1990 am 18.03.2017 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jack

      Tja dann ist ihr Abschluss der Garant das mein PhD von der HSG nichts wert ist? Will mich ja auch nicht Aufspielen, genau wie Sie - schon mal darüber nachgedacht, dass es nicht ein Richtig oder Falsch in der Ökonomie und in den Volkswirtschaften gibt? Sondern das es verschiedene Thesen gibt die erst in der PraxisAusführung belegt werden müssen? Inflation vernichtet Vermögenswerte rasend schnell ohne Gegenwert - Deflation verbilligt Güter die in einer Inflationsphase an Wert wieder zulegen ! Aber sie wissen es ja abschließend besser !

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